Montag, 3. August 2020

Redispatch 2.0:
Was Verteilnetzbetreiber tun müssen


[15.5.2020] Durch neue Anforderungen im Redispatch werden auch Verteilnetzbetreiber betreffen. Softwarespezialist Kisters hat dazu spezielle Softwarelösungen entwickelt.

Die Vielzahl an Kommunikations- und Austauschprozessen für den Redispatch 2.0 wird mit rollenspezifischen Kisters-Lösungen marktkonform durchgeführt. Wenn der neue und deutlich erweiterte Redispatch-2.0-Prozess in Kraft tritt, werden Verteilnetzbetreiber (VNB) zu einer tragenden Säule des Redispatchings. Ebenso wie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) müssen sie ihre Netze wegen der zu erwartenden Belastung modellieren und prognostizieren und dabei auch EE-Anlagen, KWK-Anlagen und Speicher ab 100 kW einbeziehen. Das erfordert Anpassungen in Leitsystemen, insbesondere zur Erstellung von viertelstundenscharfen Prognosen und umfangreichen Netzsicherheitsrechnungen, in der Bilanzierung und auch in den Konzepten zur Informationssicherheit. Redispatch 2.0 bringt für fast alle Marktakteure neue Prozesse und Verpflichtungen, die eine intensive Vorbereitung in einem engen Zeitrahmen bis zum 1. Oktober 2021 bedürfen.
Kisters unterstützt die betroffenen Unternehmen mit prozessorientierten Software-Lösungen und fachlicher Beratung. „Prognosen, Netzsicherheitsrechnungen und Netzmodellierung gehören seit Jahrzehnten zu unseren Kernkompetenzen. Diese Erfahrung haben wir in rollenspezifische Redispatch-Lösungen eingebracht, die sowohl mit Bestandssystemen als auch mit Drittsystemen verwendet werden können. Damit werden Verteilnetzbetreiber geeignete Redispatch-Maßnahmen ableiten und auch die davon abhängigen Kommunikations- und Steuerungsprozesse durchführen können“, erklärte Volker Bühner, Leiter Geschäftsbereich Energie bei Kisters.
Das Ziel der neuen Regelungen sei, für jeden Netzengpass unter Einhaltung der Netz- und Versorgungssicherheit eine kostenoptimale Gesamtlösung zu finden. Dafür ist es erforderlich, im Vorfeld basierend auf Prognosen und Planwerten die Wirksamkeit und die Kosten möglicher Maßnahmen bewerten und abwägen zu können. Die Netzbetreiber definieren dann auf den verschiedenen Netzebenen in einem engen Abstimmungsprozess geeignete Redispatch-Maßnahmen, um erkennbare Netzengpässe zu umgehen. Während bisher der vorausschauende und auf Planwerten basierende Redispatch einzig Aufgabe der ÜNB war, sind zukünftig auch die VNB involviert. Sie werden ihre Leitsysteme anpassen müssen, um dedizierte viertelstundenscharfe Prognosen und umfangreiche Netzsicherheitsberechnungen (NSR) durchführen zu können. (ur)

http://www.kisters.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Kisters, Verteilnetzbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber, Redispatch

Bildquelle: KISTERS

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

evm-Gruppe: Innovative Trafostation installiert
[31.7.2020] Die evm-Gruppe hat den ersten regelbaren Trafo mit Weitbereichsregelung in ihrem Netzgebiet verbaut und geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Smart Grid. mehr...
Bei dem Pilotprojekt in Kadenbach testet die evm-Gruppe mit Partnern die Weitbereichsregelung, die zukünftig Spannungsschwankungen im Netz automatisiert ausgleicht.
VDE: Mehr Autonomie für Stromnetzbetrieb
[24.7.2020] Ein neues Impulspapier des VDE zeigt, wie die Netzbetriebsführung bis 2030 stufenweise automatisiert werden kann. Es wird dabei eine sichere Stromversorgung trotz höherer Netzauslastung gewährleistet. mehr...
Stadtwerke Schwäbisch Hall: Netztransparenz durch virtuellen Klon Bericht
[20.7.2020] Eine Plattform erlaubt es den Stadtwerken Schwäbisch Hall, einen digitalen Zwilling der bestehenden Netze zu erzeugen. Mittels des virtuellen Klons lassen sich Planungen, Simulationen und Manipulationen in Echtzeit durchführen, ohne Auswirkungen auf den realen Netzbetrieb. mehr...
Die VEP zeigt einen Teil des Niederspannungsnetzes der Stadtwerke Schwäbisch Hall, in dem auch Verbraucher und Erzeuger durch Icons eingezeichnet sind.
Stadtwerke Schwäbisch Hall: Lösung für die effiziente Netzführung
[15.7.2020] In Belange rund um Leit- und Fernwirktechnik setzen die Stadtwerke Schwäbisch Hall auf Lösungen von IDS. Mit dem Grid-Stabilitätsmanagement können unter anderem Störungen erfasst, Anlagen überwacht und Netzumschaltungen durchgeführt werden. mehr...
Stadtwerke Jena / TEN: Umspannwerk gegen Stromhunger
[9.7.2020] Um den wachsenden Stromhunger Jenas zu stillen, installieren die Stadtwerke Jena und TEN Thüringer Energienetze gemeinsam ein neues Umspannwerk. Die Investitionskosten liegen bei 13,5 Millionen Euro. mehr...
So soll das neue gemeinsame Umspannwerk von TEN Thüringer Energienetze und Stadtwerke Jena Netze einmal aussehen.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Netze | Smart Grid:
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen