Samstag, 11. Juli 2020

Energiewirtschaft:
Fast 16 Milliarden Euro investiert


[27.5.2020] Fast 16 Milliarden Euro hat die Energiewirtschaft laut BDEW im Jahr 2018 für Investitionen aufgebracht. Das sind gut 23 Prozent der gesamten Industrieinvestitionen in Deutschland.

Investitionen nach Branchen im Jahr 2018. Die Unternehmen der Elektrizitäts- und Gasversorgung haben im Jahr 2018 rund 15,5 Milliarden Euro investiert. Das zeigt der neue BDEW-Investitionsbericht. Diese Summe entspricht 23 Prozent der gesamten Industrieinvestitionen in Deutschland. Die Energiebranche investierte damit fast doppelt so viel wie der Maschinenbau und mehr als Metallerzeugnis-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie zusammen. Lediglich der Fahrzeugbau investierte mit 16,6 Milliarden Euro noch etwas mehr. Die Investitionsquote, also das Verhältnis der Investitionssumme zum Gesamtumsatz, liegt bei den Unternehmen der Elektrizitäts- und Gasversorgung laut den BDEW-Zahlen bei 13,9 Prozent. Das bedeutet: Etwa jeder achte eingenommene Euro wurde wieder investiert. Zum Vergleich: In der gesamten deutschen Industrie wird im Durchschnitt bei einer Investitionsquote von 3,3 Prozent ungefähr jeder 30. eingenommene Euro neu investiert. Bei der Investitionsintensität, also dem Verhältnis von Investitionssumme zur Zahl der Beschäftigten, ist die Energiewirtschaft laut BDEW mit 87.475 Euro klar die Nummer eins. Sie sei hier mehr als achtmal so hoch wie im Durchschnitt der deutschen Industrie (10.236 Euro).
„Die Investitionszahlen zeigen, welche große Bedeutung die Unternehmen der Elektrizitäts- und Gaswirtschaft für die deutsche Volkswirtschaft haben", sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Vor allem hinsichtlich der derzeit diskutierten Konjunkturprogramme zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie sei die Investitionstätigkeit der Energiewirtschaft ein wichtiger Faktor. „Die Unternehmen können und wollen weiter in eine nachhaltige Energieversorgung investieren. Unsere Branche kann so zu einem Grundpfeiler der wirtschaftlichen Erholung werden. Hierfür ist es aber essenziell, dass die Investitionsbereitschaft der Unternehmen möglichst ohne Verzug in reale Investitionen umgesetzt werden kann und nicht weiter durch regulatorische Hemmnisse gebremst wird", erklärt Andreae. (ur)

https://www.bdew.de

Stichwörter: Unternehmen, BDEW

Bildquelle: Grafik: BDEW; Quelle: Statistisches Bundesamt / BDEW

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