Donnerstag, 29. Oktober 2020

badenova:
Quartierskonzept für Stegen


[8.6.2020] Die Gemeinde Stegen und badenova wollen ein integriertes energetisches Quartierskonzept erstellen. Der Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigeren Wärmeversorgung.

Ein Stegener Quartier soll künftig mit nachhaltiger Wärme versorgt werden. Die Gemeinde Stegen und badenova starten mit der Erstellung eines integrierten energetischen Quartierskonzepts. Dieses umfasst die Bereiche Großacker, Großmatte sowie die westliche Hauptstraße. „Um die Energiewende in Stegen voranzutreiben, liefern Quartierskonzepte für uns wichtige Hinweise", erklärt die Stegener Bürgermeisterin Fränzi Kleeb. Die Gemeindeverwaltung Stegen und der Gemeinderat haben nach der Ausschreibung in der Gemeinderatssitzung vom 11. Februar 2020 entschieden, dass badenova die Konzeptarbeit durchführen soll. Das Konzept wird streng nach den Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erstellt. Badenova besitzt als regionaler Energie- und Umweltdienstleister laut eigenen Angaben in Quartierskonzepten eine große Expertise und bringt viel Erfahrung mit. Bereits für die Kommunen Kirchzarten, Gundelfingen, Freiburg und Neuenburg seien Konzepte entwickelt worden.
Ziel des energetischen Quartierskonzepts im baden-württembergischen Stegen sei es, konkrete Maßnahmen für eine nachhaltigere Wärmeversorgung im Quartier zu entwickeln. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der energetischen Modernisierung der bestehenden Gebäude, dem lokalen Einsatz erneuerbarer Energien sowie der Erneuerung und gegebenenfalls Erweiterung des vorhandenen Nahwärmenetzes in der Gemeinde. Die Konzepterstellung werde von der KfW mit 65 Prozent der Konzeptkosten gefördert. badenova-Projektleiterin Susanne Heckelmann plant aktuell mit einem Projektzeitraum von etwa zehn Monaten, um alle relevanten Daten zu sammeln und aufzubereiten.
Das Konzept wird im engen Austausch mit den Eigentümern und lokalen Akteuren wie dem Klimaschutzarbeitskreis oder der Eigentümergemeinschaft Teppichbau erstellt, teilt badenova weiter mit. Mitte Mai habe die erste Besichtigung der Heizanlage von Teppichbau und ein gemeinsamer Rundgang mit Mitgliedern des Klimaschutzarbeitskreises und der Gemeindeverwaltung stattgefunden. Ab Juni soll eine Fragebogenerhebung bei den Wohnungseigentümern den aktuellen energetischen Zustand der Gebäude und der Heizungen erfassen. Damit das Konzept schlussendlich auch individuell auf das Quartier zugeschnitten ist, sind laut badenova bereits jetzt alle Bewohner und Eigentümer aufgefordert, sich aktiv mit ihren Wünschen und Ideen zu beteiligen. Gemeinsam soll dafür gesorgt werden, dass in dem Quartier die nachhaltige Energie-, Wärme- und Verkehrsentwicklung vorangetrieben wird.
Kleeb ist sich sicher, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des energie- und klimapolitischen Leitbilds der Gemeinde Stegen – 25 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2014 – leisten kann. Zudem könne es Modellcharakter für andere Quartiere in Stegen und den Ortsteilen haben. (ur)

https://www.badenova.de
https://www.stegen.de

Stichwörter: Fernwärme, Badenova, Stegen, Wärmewende

Bildquelle: Gemeinde Stegen

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

MVV: Zehn Jahre Fernwärme für Speyer
[19.10.2020] Das Fernwärmenetz von MVV Energie wurde vor zehn Jahren von Mannheim bis ins rheinland-pfälzische Speyer ausgebaut. Die Liefermenge bei der Fernwärme hat sich seither mehr als verdoppelt. mehr...
Das Fernwärmenetz von MVV Energie wurde vor zehn Jahren von Mannheim bis ins rheinlad-pfälzische Speyer ausgebaut.
Pforzheim: Stadtwerke schlucken Heizkraftwerk
[13.10.2020] Die Fernwärmeversorgung für Pforzheim soll künftig aus einer Hand kommen. Die Gesellschafter von Stadtwerken und Heizkraftwerk haben die Verschmelzung der Unternehmen beschlossen. mehr...
Wird in die neue Sparte Erzeugung der Stadtwerke Pforzheim eingegliedert: HKW Pforzheim.
Stadtwerke Augsburg: Fernwärme mit eXergiemaschine
[8.10.2020] Die Stadtwerke Augsburg steigern in einer Wohnanlage die Effizienz der Fernwärme durch das Verringern der Rücklauftemperatur. Dafür wird die eXergiemaschine von varmeco eingesetzt. mehr...
In diesem Augsburger Wohngebäude arbeitet in der Heizzentrale die eXergiemaschine.
enercity: KI für Fernwärme
[23.9.2020] Ein Projekt des Hannoveraner Energiedienstleisters enercity setzt künstliche Intelligenz in der Fernwärme ein. Davon sollen sowohl Kunden der Wohnungswirtschaft als auch die Umwelt profitieren. mehr...
Künstliche Intelligenz ermöglicht die intelligente Steuerung der Fernwärmeversorgung.
Solare Wärmenetze: Handreichung für Energiedörfer
[22.9.2020] Das Forschungsinstitut Solites hat eine neue Handreichung erarbeitet. Sie soll Betreibern von Energiedörfern den wirtschaftlichen Betrieb von Wärmenetzen erleichtern. mehr...
Eine neue Handreichung soll Betreibern von Energiedörfern den wirtschaftlichen Betrieb von Wärmenetzen erleichtern.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fernwärme:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH

Aktuelle Meldungen