Donnerstag, 22. Februar 2024

Klimaschutz:
Workshops für Modellkommunen


[19.6.2020] Mit dem Klimaschutzprojekt MULTIPLY in den Bereichen Mobilität, Siedlungsentwicklung und Energie treten sieben deutsche Kommunen über unterschiedliche Lernformate in einen Dialog. Ziel ist es, Klimaschutz ressortübergreifend in der Stadt- und Quartiersplanung zu verankern.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat jetzt mit einem Onlineworkshop das Herzstück des Klimaschutzprojekts MULTIPLY (für Municipal peer-to-peer learning in integrating transport, land-use planning and energy policy at district level) gestartet. Das Projekt bringt laut DUH Akteure aus der kommunalen Verwaltung in einen Dialog, um quartiersweite Lösungen zur CO2-Reduktion zu finden. Gemeinsam mit der DUH soll unter anderem erörtert werden, wie regenerative Energieversorgung, energetische Gebäudesanierung, Stadtgrün und Mobilitätswende in bestehenden oder neuen Stadtquartieren zusammengebracht werden können. Dabei steht die Beteiligung der Bürger an entsprechenden Planungs- und Realisierungsprozessen besonders im Fokus. In Deutschland sind Böblingen, Emmendingen, Halle, Hamburg, Kiel, Mönchengladbach und Recklinghausen mit ausgewählten Quartieren beteiligt. Alle teilnehmenden Städte haben bereits Klimaschutzprojekte in der Stadtentwicklung erprobt oder wollen sich auf dem Weg dorthin praxisnahe Anregungen holen.
„Auch in der klimaschonenden Stadtentwicklung muss das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden. Mit unserem Projekt initiieren wir einen direkten Austausch zwischen den teilnehmenden Kommunen und ermöglichen ein gegenseitiges Lernen auf Augenhöhe. Denn trotz aller Unterschiedlichkeit im Detail ähneln sich die Herausforderungen und Lösungsansätze im Quartier oftmals sehr. Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit erfahrenen kommunalen Praktikern“, sagt Rupert Wronski, stellvertretender Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH.
Im Projekt erfahren die teilnehmenden Städte und Gemeinden laut DUH entlang zentraler Themenfelder mehr über das Klimaschutzpotenzial auf Quartiersebene. Die Lernformate seien primär national angelegt und adressieren Kommunalpolitiker, technische Verwaltungsangestellte, Kommunikationsexperten und Experten für Bürgerbeteiligung. Sie beinhalten Exkursionen zu beispielgebenden Quartierslösungen, Praxisworkshops mit erfahrenen Stadtplanern und die intensive Diskussion von Fallbeispielen. (ur)

Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier. (Deep Link)
https://www.duh.de

Stichwörter: Klimaschutz, DUH, Quartierslösungen, Böblingen, Emmendingen, Halle, Hamburg, Kiel, Mönchengladbach, Recklinghausen



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Münster: Stadt tritt FutureBEEing bei
[16.2.2024] Das deutsch-niederländische Projekt FutureBEEing widmet sich der Entwicklung klimaneutraler Wohnquartiere. Die Stadt Münster beteiligt sich nun daran. mehr...
Dortmund: Gutachten zu Treibhausgasemissionen
[13.2.2024] Ein Gutachten ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadt Dortmund rein technisch betrachtet ihren Energiebedarf im Jahr 2035 nahezu vollständig lokal erzeugt decken kann. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen allerdings viele der bereits beschlossenen Maßnahmen beschleunigt werden. mehr...
Konstanz: 9. Zwischenbericht zum Klimaschutz
[12.2.2024] Der 9. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz liegt jetzt vor. Er beinhaltet unter anderem aktualisierte CO2-Bilanzen und Zahlen zum Photovoltaikausbau. mehr...
EU-Klimainitiative 2050: Weg zur Klimaneutralität
[8.2.2024] Die Europäische Kommission empfiehlt, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken, was umfassende Maßnahmen erfordert, darunter die Dekarbonisierung der Industrie und die Steigerung der heimischen Produktion in Schlüsselsektoren. mehr...
Mit einem Bündel von Maßnahmen soll die EU bis 2050 klimaneutral werden.
Schifferstadt: Stadtquartier wird CO2-neutral
[8.2.2024] Ein ganzes Stadtquartier wird in Schifferstadt CO2-neutral mit Strom und Wärme versorgt – rings um das dortige Sportzentrum. mehr...
Anbindung des Schulzentrums an die Kalt- und Warmversorgung.