Samstag, 23. Januar 2021

Stadtwerke Münster:
CO2-Bilanz über Plattform kompensieren


[7.7.2020] Der Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus der neuen Strategie der Stadtwerke Münster. Mit einer Plattform zum Erfassen und Kompensieren des CO2-Ausstoßes sollen die Münsteraner auf dem Weg zum grünen Fußabdruck unterstützt werden.

Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, stellt die neue Plattform zur CO2-Kompensation vor. Über eine Plattform der Stadtwerke Münster können ab sofort alle Münsteraner ihre persönliche CO2-Bilanz auswerten und kompensieren. Dabei bietet das Portal laut den Stadtwerken auch Anreiz und Hilfe, die Bilanz des Nutzers zu verbessern. Die Plattform unterstützt die neue Strategie des kommunalen Versorgungsunternehmens, das den Kampf gegen den Klimawandel in den Fokus rückt, unter anderem mit einem deutlichen Ausbau der Ökostrom-Erzeugung und einem Konzept für erneuerbare Wärme. „Wie groß der Fußabdruck ist, den jeder hinlässt, hängt von vielen Entscheidungen ab: zum Ökostrom wechseln, Nahverkehr oder Rad fahren und regional einkaufen sind deutlich klimaschonender als die althergebrachten Alternativen“, erklärt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Weil aber nicht alle Emissionen vermieden werden können, unterstützen wir die Münsteranerinnen und Münsteraner auf ihrem Weg zum grünen Fußabdruck.“

Drei Projekte zur Auswahl

So funktioniert die Kompensation: Auf gruenerfussabdruck.de lässt sich die persönliche CO2-Bilanz in den Kategorien Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und weiterer Konsum durch einen Fragenkatalog ermitteln. Diese CO2-Menge kann dann auf der Seite der Stadtwerke komplett oder teilweise kompensiert werden. Drei Projekte stehen dafür zur Auswahl: Der Schutz des brasilianischen Regenwalds vor Abholzung, die Herstellung und Verteilung von effizienten Kochöfen in Kenia oder die Produktion von Ökostrom in zwei Windparks in Taiwan. Zertifizierungen nach Gold-Standard beziehungsweise Verified Carbon Standard (VCS) garantieren und überwachen die Reduzierung der Treibhausgase durch die Projekte, heißt es vonseiten der Stadtwerke. Wie diese weiter mitteilen, liegt der deutsche Durchschnittsausstoß bei 11,6 Tonnen. Je zu kompensierender Tonne falle ein Beitrag von zehn Euro an, der gewünschte Betrag könne aber frei eingegeben werden.

Globale Kompensation und Umweltschutz vor Ort

„Wir möchten durch die CO2-Kompensation helfen, klimafreundlicher zu leben, aber wir möchten damit kein Geld verdienen. Darum geben wir jeden Euro, der nach Abzug der Kosten übrig bleibt, an lokale Projekte, die sich um Klima-, Umwelt- oder Tierschutz kümmern“, berichtet Sebastian Jurczyk. Durch diese zusätzliche Investition helfe die Plattform gleich doppelt, mit globaler Kompensation und Umweltschutz vor Ort. Privatpersonen und Unternehmen aus ganz Deutschland können die Plattform nutzen, dafür ist kein Vertrag bei den Stadtwerken notwendig. Ihr erster Kunde sind die Stadtwerke selbst: Bereits seit 2019 stellen sie die Emissionen aus dem Strom- und Wärmeverbrauch ihrer Gebäude sowie den Kraftstoff sämtlicher Fahrzeuge und Stadtbusse neutral. (sav)

http://www.gruenerfussabdruck.de
https://www.stadtwerke-muenster.de


Stichwörter: Klimaschutz, Informationstechnik, Stadtwerke Münster

Bildquelle: Stadtwerke Münster

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Energieagentur Rheinland-Pfalz: Kommunen Machen Klima
[13.1.2021] Nachmachen erwünscht – eine Best-Practice-Reihe präsentiert ab sofort Kommunen in Rheinland-Pfalz, die sich vorbildlich für den Klimaschutz engagieren. Den Auftakt bildet das Solarstromprojekt der Gemeinde Horn im Rhein-Hunsrück-Kreis. mehr...
Die Dachfläche des Gemeindehauses von Horn im Hunsrück bietet noch Platz für weitere Photovoltaikmodule.
Baden-Württemberg: Hilfe für kommunalen Klimaschutz
[13.1.2021] Das Landesumweltministerium und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg legen einen Leitfaden für die nachhaltige kommunale Wärmeplanung vor. mehr...
Klimapartner Oberrhein: Förderung beantragt
[23.12.2020] Die Region Oberrhein bewirbt sich geschlossen um Fördermillionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. mehr...
Fabian Burggraf, Geschäftsführer Klimapartner Oberrhein (links) übergibt den Antrag zur Bewerbung um weitere Fördermillionen für die Region an Josef Bühler, Geschäftsführer Neuland Plus.
Baden-Württemberg: Förderprogramm für kommunalen Klimaschutz
[23.12.2020] Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro stehen bereit für die dritte Runde des Förderprogramms „Klimaschutz mit System“. Bis zu 90 Prozent Förderung stellt Baden-Württembergs Umweltministerium den Kommunen in Aussicht, die sich mit vorbildlichen Klimaschutzprojekten am Förderprogramm beteiligen. mehr...
KEA-BW: Info-Portal zum Klimaschutzgesetz
[9.12.2020] Fragen zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg beantwortet die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) auf einem neu eingerichteten Informationsportal im Internet. Wichtige Paragrafen werden dort kompakt erklärt und Lösungswege aufgezeigt. mehr...
Übersichtlich: Das neue Informationsportal der KEA-BW liefert unter anderem Basisinformationen, Anleitungen und eine FAQ-Liste.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen