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WEMAG:
Hohe Investitionen


[12.8.2020] Der Schweriner Versorger WEMAG erlöst im Geschäftsjahr 2019 über 680 Millionen Euro, beim Gewinn gab es eine Delle.

Die WEMAG-Vorstände Thomas Murche (l.) und Caspar Baumgart sind zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2019. Im zehnten Jahr nach der Kommunalisierung meldet das Unternehmen WEMAG ein positives Ergebnis. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 um 3,4 Prozent auf über 680 Millionen Euro, beim Gewinn verbucht der Schweriner Energieversorger allerdings einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Millionen Euro auf fast 16 Millionen. Als Grund nennt das kommunale Unternehmen hohe Anfangsaufwendungen der Tochtergesellschaft WEMACOM Breitband für die Verlegung von Glasfasernetzen in mehreren Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns. Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand von WEMAG, sagt: „Unser Ziel, auch im Jahr 2019 den Telekommunikationsbereich als weiteres Standbein zu stärken, haben wir erreicht. Wir haben weitere Ausschreibungen für den Breitband-Ausbau im Landkreis Ludwigslust-Parchim gewonnen.“

Investitionen steigen auf über 100 Millionen Euro

Insgesamt stiegen die Investitionen von fast 60 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 105 Millionen Euro. Technischer Vorstand Thomas Murche erklärt: „Wir investieren verstärkt in den Ausbau erneuerbarer Energien, erweitern und optimieren das Stromnetz und schaffen so zusätzliche Einspeisemöglichkeiten für weitere Erneuerbare-Energien-Anlagen.“ Im vergangenen Jahr hätten Anträge auf den Anschluss regenerativer Erzeugungsanlagen an das WEMAG-Netz einen neuen Höchststand erreicht. Die installierte Anschlussleistung lag nach Angaben von WEMAG zum Jahresende 2019 bei rund 1.600 Megawatt (MW). Insgesamt erzeugten die Ökokraftwerke im Netzgebiet im vergangenen Jahr über 3.000 Gigawattstunden (GWh), rund 230 GWh mehr als im Vorjahr. WEMAG-Vorstand Murche: „Rein rechnerisch wäre die Versorgung aller angeschlossenen Kunden im Netzgebiet der WEMAG Netz durch regenerativ erzeugten Strom möglich.“
Um den zuverlässigen Betrieb des Stromnetzes zu gewährleisten und auch weiterhin neue Erneuerbare-Energien-Anlage anschließen zu können, seien umfangreiche Erweiterungsinvestitionen und Aufwendungen zur Instandhaltung notwendig. Insgesamt habe WEMAG in diesem Bereich über 34 Millionen Euro investiert, beispielsweise in den Bau eines neuen Umspannwerks Wessin und eine 110-kV-Schaltanlage in Lübz.
Auch den eigenen Bestand an regenerativen Erzeugungsanlagen hat WEMAG erweitert. Anfang 2019 startete der Bau des Windparks Hoort mit 16 Anlagen und einer Leistung von fast 52 Megawatt. Zudem wurden 2019 fünf Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen, die insgesamt mehr als 2,6 GWh Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen. WEMAG arbeitet außerdem an der Umsetzung von mehreren größeren Freiflächen-Solarkraftwerken auf ehemaligen Kiesabbauflächen in Mecklenburg-Vorpommern.

16 Millionen Euro für die Aktionäre

Das Geschäftsjahr 2019 war das zehnte Jahr nach der Kommunalisierung der WEMAG. Aktien des Versorgers aus Schwerin halten der Kommunale Anteilseignerverband (74,76 Prozent), dem rund 200 Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern und des brandenburgischen Landkreises Prignitz angehören, sowie die Thüga Aktiengesellschaft (25,10 Prozent) und die Stadt Grabow (0,14 Prozent). Die Ausschüttung an die Aktionäre ist laut WEMAG mit knapp über 16 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. (al)

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Stichwörter: Unternehmen, WEMAG, Bilanz

Bildquelle: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

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