Dienstag, 13. April 2021

Baden-Württemberg:
CO2-Emissionen erstmals gesunken


[13.8.2020] In Baden-Württemberg sind die schädlichen Treibhausgasemissionen im Jahr 2018 erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Das geht aus dem fünften Monitoring-Kurzbericht zum Klimaschutz hervor, den das Umweltministerium vorgelegt hat.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat jetzt den fünften Monitoring-Kurzbericht zum Klimaschutzgesetz und zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) veröffentlicht. Darin finden sich alle relevanten Zahlen zur Entwicklung der CO2-Emissionen im Jahr 2018. Außerdem befasst sich ein Kapitel mit den Maßnahmen des IEKK, die weitgehend umgesetzt sind. „Erfreulich ist, dass die schädlichen Treibhausgasemissionen im Land 2018 erstmals seit drei Jahren wieder gesunken sind“, sagt Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen). Und der Emissionsrückgang ist über alle Sektoren hinweg zu verzeichnen, informiert das Ministerium. Bezogen auf das Referenzjahr 1990 seien die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg bis 2018 um 12,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (minus 14,2 Prozent) zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr 2017 handle es sich dabei um einen Rückgang von 3,3 Prozent. „Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien und gestiegene Preise für Emissionszertifikate und Brennstoffe haben bei der Strom- und Wärmeerzeugung zur Verdrängung fossiler Energiequellen beigetragen“, betont Untersteller. Die besonders milde Witterung 2018 habe diesen Trend verstärkt und darüber hinaus auch etwa bei den privaten Haushalten zu einer positiven Entwicklung geführt.

Klimaschutz konsequent fortsetzen

Der Verkehrssektor bleibt trotz einem geringfügigen Emissionsrückgang mit einem Anteil von knapp 31 Prozent die dominierende Treibhausgasemissionsquelle, fügt Untersteller hinzu. „Mit der Einführung der CO2-Steuer 2021 für Verkehr und Gebäude erhoffe ich mir in den nächsten Jahren, dass wir eine Lenkungsfunktion hin zu deutlich emissionsärmeren Alternativen erreichen werden.“ Untersteller bekräftigt, dass Klimaschutz machbar ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Insgesamt fehlen noch Einsparungen von 9,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, um das im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg angestrebte Ziel von 25 Prozent weniger Treibhausgasemissionen im Bundesland in diesem Jahr zu erreichen. Dass das möglich ist, zeigen laut Umweltministerium die ersten Schätzungen des Statistischen Landesamts für das Jahr 2019. Die Treibhausgasemissionen verringerten sich demnach im vergangenen Jahr um mehr als sechs Prozent gegenüber 2018. Im Vergleich zu 1990 hätten also bis 2019 bereits knapp 20 Prozent an Emissionen eingespart werden können. „Damit kommen wir unserem Ziel wieder näher“, sagt Untersteller. Inwieweit sich der positive Trend auch im Jahr 2020 fortsetzen werde, lasse sich aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie nur schwer voraussagen, erklärt der Umweltminister: „In jedem Fall motivieren die Zahlen, uns weiter konsequent und kraftvoll für den Klimaschutz im Land einzusetzen.“ (co)

Monitoring-Kurzbericht 2019 zum Klimaschutzgesetz und Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg (PDF) (Deep Link)
https://um.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Klimaschutz, Baden-Württemberg, Klimaschutzgesetz, IEKK



Druckversion    PDF     Link mailen


swsh2104

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Usedom/Wollin: Ostseeinseln sollen grüner werden
[9.4.2021] Die Ostseeinseln Usedom und Wollin sollen grüner werden. Das grenzüberschreitende Projekt „Modellregion für Erneuerbare Energien“ umfasst dazu mehrere Arbeitspakete und wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der polnischen Wojewodschaft Westpommern realisiert. mehr...
Aachen: STAWAG setzt Klimaziele bis 2030
[6.4.2021] In fünf Bereichen hat sich der Aachener Energiedienstleister STAWAG Ziele für eine klimafreundliche Energieversorgung der nordrhein-westfälischen Stadt gesetzt. Diese sollen bis 2030 umgesetzt werden. mehr...
Auf einer interaktiven Karte visualisiert die STAWAG ihre Klimastrategie.
Würzburg: Ideen zur Klimaneutralität
[6.4.2021] Ein neues Klimaschutzkonzept soll der Stadt Würzburg den Weg zur Klimaneutralität weisen. Dazu findet nun eine Online-Bürgerbeteiligung statt. Bis zum 10. Mai 2021 können die Würzburger ihre Ideen und Einschätzungen zum Thema einbringen. mehr...
Blankenburg: Energie-Kommune mit Denkmalschutz
[31.3.2021] Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnet im März die Stadt Blankenburg als Energie-Kommune des Monats aus. Prämiert wurde die Verbindung von Natur- und Denkmalschutz. mehr...
Das erste Mieterstromprojekt in Blankenburg, dem weitere folgen sollen.
Klimaschutz: Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung
[30.3.2021] Einen Drei-Punkte-Plan zur Anpassung an den Klimawandel haben Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die kommunalen Spitzenverbände vereinbart. Dieser sieht unter anderem ein bundesweites Beratungszentrum für Städte, Landkreise und Gemeinden vor. mehr...
Der Drei-Punkte-Plan zur Klimaanpassung sieht unter anderem die Auszeichnung wegweisender Lösungen in Kommunen vor.

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen