Mittwoch, 25. November 2020

H2Berlin:
Wasserstoff-Roadmap für Hauptstadt


[25.9.2020] Eine Studie für die Initiative H2Berlin blickt auf das Potenzial von emissionsarmem Wasserstoff für die Bundeshauptstadt und gibt Handlungsempfehlungen.

Eine Studie der unternehmensübergreifenden Initiative H2Berlin identifiziert in Berlin Wasserstoffpotenziale vor allem in der Wärmeversorgung und im Verkehrssektor. 9.000 Tonnen Wasserstoff sollten im Jahr 2025 gemäß Modellrechnung des Forschungszentrums Jülich in der Stadt genutzt werden, um die Energiewende kosteneffizient hin zur Klimaneutralität zu vollziehen. Wie die Initiative mitteilt, kommen die Studienautoren auf Basis einer Unternehmensbefragung allerdings auf einen geschätzten Wasserstoffverbrauch im Jahr 2025 von nur 37 Tonnen. Um diese Lücke zu füllen, geben die Autoren Handlungsempfehlungen.
Berlin sollte demnach im Sinne einer deutschen und internationalen Vorbildfunktion den Hochlauf einer Wasserstoffnutzung für geeignete Anwendungsfelder mitgestalten. Eine Wasserstoff-Roadmap könnte die in der Potenzialstudie identifizierten Ansätze strukturieren und einen Weg weisen, welche Rolle Wasserstoff in der urbanen Energiewende spielen kann. Aufgrund des hohen Altbaubestands in Berlin mit teilweise schlechter Wärmedämmung und vergleichsweise hohem Wärmebedarf sollte Wasserstoff in die Wärmeversorgung integriert werden. Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sollten batterieelektrische Fahrzeuge dort ergänzen, wo eine besondere Leistungsfähigkeit erforderlich ist. Weiter empfehlen die Autoren, Kleininitiativen zu einem großen unternehmens- und sektorübergreifenden Leuchtturmprojekt zum koordinierten Markthochlauf geeigneter Wasserstoffanwendungen in der Hauptstadt zusammenzuführen. Auch müssten geeignete Konzepte für die Umrüstung von Fahrzeugflotten und Blockheizkraftwerken entwickelt werden, da hier ein hohes Interesse der Unternehmen vorhanden ist. (ur)

Die 52-seitige Studie „Wasserstoffpotenzial in Berlin 2025" steht hier als Download zur Verfügung. (Deep Link)
https://www.berlinerstadtwerke.de

Stichwörter: Energiespeicher, H2Berlin, Wasserstoff



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Wasserstoffspeicher: Norddeutsche Salzstöcke geeignet
[20.11.2020] In einem künftigen Energiesystem braucht es große Wasserstoffspeicher. Dafür könnten norddeutsche Salzlagerstätten geeignet sein, sagen Wissenschaftler. mehr...
In Salzgesteine lassen sich relativ einfach große und stabile Kavernen bauen, wie diese in der Salzmine Salina Slănic in Rumänien.
ENTEGA: Quartierspeicher für Groß-Umstadt
[27.10.2020] Der Energieversorger ENTEGA hat sein neues Produkt „ENTEGA Quartierspeicher komplett“ in einer Solarsiedlung in Groß-Umstadt installiert. Die Bewohner können Speicherkapazität mieten und so die Auflagen des Bebauungsplans einhalten. mehr...
Der Quartierspeicher in Groß-Umstadt ist in Betrieb.
STEAG / Kraftblock: Marktführer für Abwärme
[13.10.2020] Die Unternehmen STEAG und Kraftblock streben mit gemeinsamen Projekten die Marktführerschaft bei industriellen Abwärme-Lösungen an. Grundlage ist eine neue Speicherlösung. mehr...
Energie System 2050: Lösungen für die Energiewende
[1.10.2020] Die Forschungsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft präsentierte am 30. September Strategien, Technologien und Open-Source-Werkzeuge für die Energiewende. mehr...
Das Energy Lab 2.0 am KIT ist Europas größte Forschungsinfrastruktur für erneuerbare Energie. Hier wird die Vernetzung von Energieerzeugern und Speichermethoden untersucht.
MAN Energy Solutions: Flüssigsalz für Solarforschung
[29.9.2020] Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erforscht die Flüssigsalztechnologie für solarthermische Kraftwerke. Das Unternehmen MAN Energy Solutions soll nun einen Flüssigsalzkreislauf für eine Solarforschungsanlage installieren. mehr...
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat MAN Energy Solutions mit dem Bau eines Flüssigsalzkreislaufs für seine Solarforschungsanlage in Jülich beauftragt.

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energiespeicher:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen