Mittwoch, 14. April 2021

Enapter:
Elektrolyseurfabrik in Klimakommune


[15.10.2020] Enapter baut in der nordrhein-westfälischen Klimakommune Saerbeck eine Massenproduktion für modulare Wasserstoff-Elektrolyseure. Das Unternehmen schafft damit bis zu 300 qualifizierte Arbeitsplätze.

In Saerbeck wird eine Fabrik zur Produktion von Elektrolyseuren entstehen. Enapter, Spezialist für AEM-Elektrolysetechnologie, hat Pläne zum Bau seiner ersten Massenfertigung in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Der Enapter Campus werde in der Klimakommune Saerbeck entstehen. Hier sollen zukünftig die modularen Systeme für die Herstellung von grünem Wasserstoff in großen Stückzahlen gefertigt und weiterentwickelt werden. Aus der geplanten Produktionsstätte im Münsterland sollen mehr als 100.000 Elektrolyseur-Einheiten pro Jahr hervorgehen. Die heute im italienischen Pisa bestehende Serienproduktion werde weiterhin ausgebaut und ergänze die Produktionskapazitäten. Derzeit nutzen Unternehmen aus 33 Ländern Enapters hocheffiziente AEM-Elektrolyseure (Anion Exchange Membrane), um fossile Brennstoffe durch grünen Wasserstoff zu ersetzen.
Das neue moderne Betriebsgelände wird laut Enapter vollständig mit erneuerbaren Energien aus den Saerbecker Solar-, Wind- und Biomasseanlagen, sowie aus eigenen Solaranlagen und Wasserstoffspeichern betrieben werden. Die automatisierte Massenfertigung sei für das Unternehmen zentrale Voraussetzung, grünen Wasserstoff weltweit wirtschaftlich konkurrenzfähig zu fossilen Energieträgern zu machen und in den weltweit benötigten Mengen bereitzustellen. Darüber hinaus werde die Produktion und der Betrieb des Campus nachhaltig sein, mit verschiedenen Zero-Waste-Ansätzen und einer Anlage eigens für das Recycling von Altelektrolyseuren. „Wir haben jetzt den perfekten Standort. In Saerbeck werden wir AEM-Elektrolyseure skalieren und in Massenfertigung unserem Ziel näher kommen: grüner Wasserstoff für alle – erschwinglich und unkompliziert", kündigt Sebastian-Justus Schmidt, Vorsitzender und Mitbegründer von Enapter an. Der Baubeginn auf dem 76.000 Quadratmeter großen Gelände in Saerbeck, 30 Kilometer nördlich von Münster, ist für Anfang 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung und der Beginn der Produktion sollen 2022 erfolgen. „Die Ansiedlung einer neuen Fabrik für Wasserstoff-Elektrolyseure mit bis zu 300 qualifizierten Arbeitsplätzen zeigt: Nordrhein-Westfalen kommt auf dem Weg zum Wasserstoffland weiter voran", sagt Andreas Pinkwart (FDP), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Noch in diesem Herbst will die Landesregierung einen Fahrplan vorlegen, um die Wasserstoff-Technologie gemeinsam mit der Wirtschaft weiter voranzutreiben. So können wir die CO2-Emissionen weiter massiv senken und zugleich ermöglichen, dass unsere Unternehmen auch künftig wettbewerbsfähig bleiben." (ur)

https://www.enapter.com

Stichwörter: Unternehmen, Enapter, Wasserstoff, Elektrolyseur, Saerbeck

Bildquelle: enapter

Druckversion    PDF     Link mailen


swsh2104

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

Stadtwerk am See: Bürkle weitere fünf Jahre Chef
[13.4.2021] Alexander-Florian Bürkle bleibt für weitere fünf Jahre Geschäftsführer des Stadtwerks am See. Sein Ziel: Die Stadtwerke-Gruppe aus Friedrichshafen und Überlingen am Bodensee soll zum vielseitigen Dienstleister werden. mehr...
Bleibt weitere fünf Jahre Chef des Stadtwerks am See: Alexander-Florian Bürkle.
Mainova: Gutes Ergebnis im Corona-Jahr
[1.4.2021] Der Frankfurter Energiedienstleister Mainova erwirtschaftete 2020 ein bereinigtes Konzernergebnis von 160 Millionen Euro. mehr...
Der Mainova-Vorstand mit dem Geschäftsbericht 2020.
Pfalzwerke: Wasserstoff aus der Pfalz
[1.4.2021] Die Pfalzwerke planen den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in der Pfalz. Eine erste Erzeugungsanlage soll in Bad Dürkheim entstehen. mehr...
Stadtwerke Heidelberg: Geschäftsführer wiederbestellt
[31.3.2021] Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg hat zugestimmt, drei Geschäftsführer von vier Gesellschaften des Unternehmens vorzeitig wieder zu bestellen. mehr...
N-ERGIE: 2020 mit gutem Ergebnis
[31.3.2021] N-ERGIE erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und damit etwas mehr als im Vorjahr. Der Gewinn sank leicht auf 129,1 Millionen Euro. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen