Dienstag, 6. Dezember 2022

Rheinland-Pfalz:
Startschuss für Online-Solarkataster


[25.1.2021] Bürger in Rheinland-Pfalz können das Klimaschutzpotenzial ihrer Dachfläche nun mit wenigen Klicks abrufen: Ein Online-Solarkataster stellt alle Dachflächen im Land dar und zeigt ihr individuelles Solarenergiepotenzial.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach? Das können die Bürger in Rheinland-Pfalz nun mittels Online-Solarkataster prüfen. Mit einem Online-Solarkataster stellt das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten jetzt erstmals alle Dachflächen im Land flächendeckend dar und will so die Photovoltaiknutzung attraktiver machen. Alle Bürger können laut Ministerium nun mit wenigen Klicks ihr individuelles Solarenergiepotenzial berechnen und diese Information zentral abrufen. „Das landesweite Online-Solarkataster ist ein Meilenstein für unsere Solar-Offensive und die Energiewende im Land. Damit unterstützen wir Bürger bei ihrem Klimaschutz-Engagement im Eigenheim. Denn das Online-Solarkataster erleichtert den Informationszugang durch eine niedrigschwellige Erstabschätzung für Gebäudeeigentümer erheblich. Neben Bürgern können gerade auch Unternehmen, Kommunen oder die Landwirtschaft das Solarkataster nutzen und ihr Potenzial ermitteln“, erklärt Staatsministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) zum Start des Online-Solarkatasters.
Ein integrierter Wirtschaftlichkeitsrechner soll innerhalb kürzester Zeit eine Abschätzung ermöglichen, ob sich eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage auf einem bestimmten Dach lohnt, heißt es aus dem Ministerium weiter. Dieser zeige auch auf, ob die Anlage für einen noch besseren Output ergänzt werden könnte, beispielsweise durch einen PV-Speicher, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto. Das Ergebnis des Online-Solarkatasters könne als Grundlage für die nächsten Schritte zur Umsetzung einer PV-Anlage genutzt werden, wie etwa die Kontaktaufnahme zu einer Fachberatung oder die Auswahl eines Fachbetriebs.
Nach den Daten des Statistischen Landesamts gibt es in Rheinland-Pfalz fast 1,2 Millionen Wohngebäude – hinzu kommen Gebäude von Kommunen, Unternehmen und der Landwirtschaft. Spiegel erläutert: „Das ist eine große Flächenressource für die Nutzung der Solarenergie. Mit dem Online-Solarkataster können alle Klimaschutz mit Energie vom eigenen Dach leichter umsetzen und den Nutzen transparent nachvollziehen. Um bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung komplett aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten, müssen wir den PV-Ausbau etwa verdreifachen. Gerade private Anlagen spielen dabei eine große Rolle. Um unser Ziel zu erreichen, brauchen wir etwa 200.000 neue Anlagen sowohl auf den Dächern als auch in der Freifläche. Das Online-Solarkataster schafft dafür eine entscheidende Grundlage.“ Energie aus Sonne schütze nicht nur das Klima: Solarenergie kurble auch die Konjunktur an, generiere Wertschöpfung und schaffe Arbeitsplätze im ländlich geprägten Rheinland-Pfalz, so die Ministerin abschließend. (co)

https://www.solarkataster.rlp.de

Stichwörter: Solarthermie, Photovoltaik, Rheinland-Pfalz, Solarkataster

Bildquelle: 123rf.com / folewu

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie

Freiburg im Breisgau: Solarmodule über dem Radweg
[6.12.2022] Im Rahmen eines Pilotprojekts wird das Unternehmen badenova in der Solar- und Fahrradhauptstadt Freiburg im Breisgau den Radweg am Messegelände mit Solarmodulen überdachen. mehr...
Freiburg: Vorstellung des Pilotprojekts zur Solar-Radwegüberdachung.
Studie: Berlin braucht mehr Mieterstrom
[5.12.2022] Nach einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) muss das Land Berlin zwingend Mieterstrom nutzen, um seine Solarziele erreichen zu können. mehr...
Berlin braucht nach Meinung des IÖW mehr Mieterstrom.
Strompreisbremse: Nicht Solarumsätze schröpfen
[2.12.2022] Die Strompreisbremse sollte nicht aus Solarumsätzen finanziert werden. Mit diesem Appell richtet sich die Solarwirtschaft an die Bundesregierung. Auch hat der Bundesverband Solarwirtschaft eine Umfrage in der Bevölkerung durchgeführt. mehr...
Die Solarwirtschaft will vermeiden, dass ihre Erlöse die Strompreisbremse mitfinanzieren.
NRW: Millionen-Ziel bei PV erreicht
[24.11.2022] Das Land Nordrhein-Westfalen hat sein Millionen-Ziel beim Photovoltaikausbau bereits erreicht. Eine der größten Anlagen wurde jetzt auf dem Dach des Land- und Amtsgerichts Düsseldorf in Betrieb genommen. mehr...
Eröffnung der bislang größten Solaranlage im Justizbereich auf dem Dach des Land- und Amtsgerichts Düsseldorf.
Liebenwerda: 21 MW förderfreie Sonnenkraft
[18.11.2022] BayWa r.e. hat einen förderfreien, über 21 Megawatt leistenden Solarpark bei Liebenwerda fertiggestellt. Es handelt sich um eines der ersten Projekte seiner Art in Brandenburg. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen