Montag, 5. Dezember 2022

STAWAG :
Weitere Projekte für Wärmewende


[8.3.2021] Mit einem Bündel an Maßnahmen will die STAWAG die Fernwärme für Aachen bis 2030 kohlefrei und CO2-neutral erzeugen. Kernstück ist ein neues Blockheizkraftwerk.

Die bauvorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen, der Hoch- und Tiefbau kann nun starten: Arbeiten für das neue BHKW am Schwarzen Weg. Bis 2030 will der Aachener Energiedienstleister STAWAG die Fernwärme der Stadt frei von Kohle und CO2-neutral erzeugen. Schon heute erzeugt die STAWAG laut eigenen Angaben jährlich knapp 550 Millionen Kilowattstunden grünen Strom in eigenen Wind- und Solaranlagen. Damit können rechnerisch alle Aachener Privathaushalte und kleineren Gewerbekunden klimafreundlich mit Strom versorgt werden. Bis 2030 soll diese Menge verdoppelt werden. Der Strom für Aachen wäre dann zu 100 Prozent klimaneutral. Nun wolle die STAWAG mit Blick auf die klimaneutrale Fernwärmeversorgung eine weitere große Herausforderung angehen. „Mit konkreten Projekten möchten wir die Fernwärme neu gestalten und bis spätestens 2030 auch diese kohlefrei und CO2-neutral erzeugen", kündigt Christian Becker, Vorstand der STAWAG, an. Dazu soll die Fernwärme, die heute noch zu 90 Prozent aus der Abwärme des Kohlekraftwerks Weisweiler gewonnen wird, durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie erneuerbare Energien wie Tiefengeothermie und Solarthermie sowie weitere Wärmeauskopplungen bereitgestellt werden.
Als wichtigen Schritt auf diesem Weg nennt die STAWAG ein hochmodernes Blockheizkraftwerk (BHKW), das am Schwarzen Weg im Aachener Nordosten entsteht. Baustart sei in diesen Tagen. „Rund ein Drittel der Wärme werden wir zukünftig auf der Basis von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bereitstellen. Mit dem neuen BHKW, das nun am Schwarzen Weg entsteht und einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent hat, senken wir die CO2-Emissionen um rund 23.000 Tonnen jährlich", erläutert Frank Brösse, Geschäftsführer von STAWAG Energie. Bis 2028 sollen zudem ein Tiefengeothermie-Projekt und Projekte zur Nutzung der Solarthermie abgeschlossen sein. Darüber hinaus plant die STAWAG innovative Nahwärmekonzepte auf der Basis erneuerbarer Energien wie eine thermische Solaranlage mit saisonalem Speicher in Walheim für rund 120 Gebäude. Auch eine Biomasseanlage in Simmerath gehört zu den umweltfreundlichen Projekten. Für das neue Blockheizkraftwerk am Schwarzen Weg werde derzeit das Grundstück, das der STAWAG seit Längerem gehört, für den Tiefbau vorbereitet. Seinen Betrieb soll das BHKW im September 2022 aufnehmen. Die Anlage hat laut STAWAG eine Leistung von je rund 22 Megawatt elektrisch und thermisch. Rund 30 Millionen Euro betrage das Investitionsvolumen. (ur)

https://www.stawag.de

Stichwörter: Wärmeversorgung, STAWAG, BHKW, Geothermie

Bildquelle: STAWAG / Wussow

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wärmeversorgung

Pfullingen: Stadt nimmt Wärmeplanung in Angriff

[5.12.2022] Die baden-württembergische Stadt Pfullingen hat sich das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2040 gesetzt. Eine freiwillige kommunale Wärmeplanung soll zeigen, wie künftig der passende Wärmeversorgungsmix für die Stadt aussehen kann. mehr...
Schönau im Schwarzwald: Energie-Kommune dank Wärmewende
[30.11.2022] Die Wärmewende in Schönau im Schwarzwald erreicht dank der neuen Heizzentrale einen Meilenstein. Dafür wurde die Stadt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. mehr...
Die zahlreichen PV-Dachanlagen von Schönau sieht man besten von oben.
Stadtwerke Nordfriesland: Leck heizt mit Erdwärme
[30.11.2022] Die Stadtwerke Nordfriesland starten gemeinsam mit der Gemeinde Leck ein Erdwärmeprojekt. 153 Abnahmestellen sind dafür im ersten Bauabschnitt geplant. mehr...
Spatenstich zum Projekt Erdwärme in der Gemeinde Leck.
Friedrichshafen: Aufbruch in die Wärmezukunft
[3.11.2022] Die Stadt Friedrichshafen und das Stadtwerk am See intensivieren ihre Zusammenarbeit. In einer kommunalen Wärmeplanung erarbeiten sie jetzt konkrete Maßnahmen, wie Energie bei Wärmeerzeugung und -verbrauch effizienter eingesetzt werden kann. mehr...
Ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Wärme-Landschaft in Friedrichshafen: die neue Energiezentrale neben dem Graf-Zeppelin-Gymnasium, über die das Wärmenetz Nordstadt versorgt wird.
AGO: Bayerischen Energiepreis erhalten
[24.10.2022] Das RheinEnergie-Tochterunternehmen AGO Energie + Anlagen hat jetzt den Hauptpreis des Bayerischen Energiepreises 2022 für seine Hochtemperaturwärmepumpe AGO Calora erhalten. Sie dient als nachhaltige Wärmequelle für industrielle Anwendungen oder die kommunale Nah- und Fernwärmeversorgung. mehr...
Die Preisträger des Bayerischen Energiepreises 2022.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Wärmeversorgung:
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen