Donnerstag, 13. Mai 2021

Stadtwerke Münster:
Grüne Wärme aus Geothermie


[15.3.2021] Die Wärmeversorgung der Stadt Münster soll dekarbonisiert werden. Die Stadtwerke suchen deshalb gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie nach grünen Lösungen.

Vom Hafen aus versorgen die Stadtwerke Münsters Haushalte mit Fernwärme. Zukünftig soll der Wärmebedarf der Stadt aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Neben der klimaneutralen Stromerzeugung beschäftigen sich die Stadtwerke Münster intensiv mit der Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung. Ziel des Unternehmens ist es laut eigenen Angaben, die Wärme für Münster künftig nahezu vollständig aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dafür hat es im vergangenen Jahr den Wärmemarkt eingehend analysiert und einen Weg zur grünen Wärme beschrieben. „Das Heizen ist in Münster für gut 40 Prozent der CO2-Emissionen von Privathaushalten verantwortlich, deutschlandweit sind es sogar mehr als 50 Prozent. Die Wärmewende gehört zum Klimaschutz deshalb zwingend dazu", erklärt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Wie die Stadtwerke mitteilen, soll die benötigte Wärme für Münster perspektivisch aus einer Kombination verschiedener Technologien gedeckt und die bestehenden Netze als zentrale Verteilstrukturen für die grüne Wärme ertüchtigt werden. Weil eine Technologie allein den münsterschen Bedarf nicht decken kann, sehen die Stadtwerke die grüne Wärmeversorgung als ein Puzzle aus verschiedenen Erzeugungsarten. Neben Erdwärme und Solarthermie als Leittechnologien setze der Energieversorger unter anderem auf Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke in den Quartieren und Power-to-Heat-Anlagen, die überschüssigen Strom als Wärmeenergie speichern. Laut den Stadtwerken spielen das Fernwärmenetz und die Arealnetze in einigen Stadtteilen eine wichtige Rolle für die klimafreundliche Versorgung. Schon heute transportieren sie Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung in tausende Haushalte und andere Einrichtungen der Stadt. Sie werden langfristig gepflegt und weiterentwickelt. Gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG in Bochum wollen die Stadtwerke im Frühjahr mit Studien zum Potenzial für Erdwärme in Münster beginnen. Die Forscher sind überzeugt, dass in der nordrhein-westfälischen Kommune gute geologische Voraussetzungen gegeben sind. (ur)

https://www.stadtwerke-muenster.de
https://www.ieg.fraunhofer.de

Stichwörter: Geothermie, Stadtwerke Münster, Solarthermie, Wärmenetz

Bildquelle: Stadtwerke Münster

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geothermie

GeoTHERM: Als Avatar über die Messe streifen
[30.4.2021] Ein digitales Erlebnis der besonderen Art bietet vom 24. bis 25. Juni 2021 die GeoTHERM expo & congress: Besucher und Aussteller können sich als Avatar durch die Messehallen bewegen und dabei miteinander interagieren. mehr...
badenova: Potenziale der Geothermie am Oberrhein
[29.4.2021] Das badenova-Tochterunternehmen WÄRMEPLUS will das Potenzial für Tiefe Geothermie in der Region rund um Freiburg untersuchen und hat hierfür nun die entsprechende Aufsuchungserlaubnis erhalten. mehr...
Hamburg-Wilhelmsburg: Erdwärme aus 3.500 Metern Tiefe
[25.2.2021] Hamburg-Wilhelmsburg soll mit Erdwärme aus bis zu 3.500 Metern Tiefe versorgt werden. Die Freie und Hansestadt will damit neue Wege bei der Wärmewende gehen. mehr...
Schema der geothermischen Versorgung für Hamburg-Wilhelmsburg.
Fraunhofer IEG / STAWAG: Tiefe Geothermie für Aachen
[19.2.2021] Wie viel geothermische Energie in der Aachener Region steckt, wollen jetzt die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG und die STAWAG herausfinden. Das Ziel: Mehr klimafreundliche Wärme für Aachen. mehr...
Geothermieprojekt Palling: Betriebsplan genehmigt
[1.12.2020] Die südbayerischen Gemeinden Palling und Trostberg sollen künftig mit Wärme und Strom aus einem Geothermie-Kraftwerk versorgt werden. Jetzt wurde der Hauptbetriebsplan für die Anlage genehmigt. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH

Aktuelle Meldungen