Mittwoch, 14. April 2021

Bonn:
Stadt nimmt am „Wattbewerb“ teil


[6.4.2021] Am bundesweiten „Wattbewerb“ der Initiative Fossil Free Karlsruhe nimmt auch Bonn teil. Ziel des Städtewettbewerbs ist es, den Photovoltaikausbau deutlich voranzubringen.

Die Stadt Bonn nimmt am bundesweiten „Wattbewerb“ teil. Ziel ist, den Photovoltaikausbau voranzubringen. Die Bundesstadt Bonn nimmt laut eigenen Angaben am bundesweiten „Wattbewerb“ teil. Die Initiative Fossil Free Karlsruhe habe den Städtewettbewerb ins Leben gerufen mit dem Ziel, den Photovoltaikausbau in den Kommunen deutlich voranzubringen. Fossil Free ist eine internationale Bewegung, die sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen für ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit fossilen Brennstoffen einsetzt. Namhafte Städte wie Aachen, Freiburg im Breisgau, Hannover, München, Münster oder Nürnberg, hätten ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt. Ziel des Wettbewerbs sei die Dokumentation und der öffentliche Vergleich des Zubaus von Photovoltaikanlagen, um so auf allen Ebenen der Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft Anreize für zusätzliche Maßnahmen, Programme und Ressourcenbereitstellung zu schaffen. Ausgehend vom Anlagenbestand zum Stichtag 12. Februar 2021 werde der Zubau monatlich erfasst und von der Initiative auf einer Plattform visualisiert. Kriterium sei die zugebaute Bruttonennleistung der installierten Anlagen in Kilowatt (peak) bezogen auf die Einwohnerzahl. Für die Wertung werde die zugebaute Leistung auf den Ausgangsstand am Stichtag bezogen. Sie finde in zwei getrennten Kategorien statt, Großstädte ab 100.000 Einwohner und Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern.

Photovoltaikleistung verdoppeln

Der Wettbewerb ende in beiden Kategorien, sobald die erste Großstadt ihre installierte Photovoltaikleistung verdoppelt hat. Voraussetzung sei, dass diese Stadt beim „Zieleinlauf“ mindestens 0,2 Kilowatt (peak) pro Kopf vorweisen kann. Damit soll verhindert werden, dass Städte mit niedrigen Ausgangswerten ein vorzeitiges Ende des Wettbewerbs herbeiführen. Den Wettbewerb gewonnen habe dann diejenige Stadt, die zu diesem Zeitpunkt den größten Zubau bezogen auf ihren Startwert verzeichnen kann.
Die Stadt Bonn werde mit einem Ausgangswert von 0,062 kW(p) pro Kopf an den Start gehen. Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt: „Mir liegt das Thema sehr am Herzen, und ich freue mich auf einen spannenden Wettbewerb. Mit den jüngst beschlossenen Maßnahmen zur Steigerung des Photovoltaikzubaus in Bonn haben wir bereits gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme geschaffen. Zukünftig werden alle Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung über den Wattbewerb transparent nachvollziehen können.“ Neben einem forcierten Zubau von Photovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Liegenschaften sind hier das Förderprogramm Photovoltaik, der Beschluss zur Solarverpflichtung im Neubau, sowie die Ausbauinitiative Solares Bonn zu nennen. Für diese Maßnahmen stehen im Haushalt 2021/2022 rund vier Millionen Euro zur Verfügung, informiert die Stadt. (co)

https://www.bonn.de
https://wattbewerb.de

Stichwörter: Solarthermie, Photovoltaik, Bonn, Wattbewerb, Fossil Free Karlsruhe

Bildquelle: Tobias Arhelger / 123rf.com

Druckversion    PDF     Link mailen


swsh2104

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie

Lübow: Solarpark an der Autobahn
[8.4.2021] Entlang der Autobahn A14 will das Unternehmen WEMAG Projektentwicklung auf dem Gelände eines ehemaligen Kiestagebaus einen Solarpark von etwa 30 Hektar errichten. Die Gemeinde Lübow befürwortet das Projekt. mehr...
REWAG: Kälteversorgung mit Solarstrom
[7.4.2021] Die REWAG nutzt auf ihrem neuen Verwaltungsgebäude Photovoltaikstrom, um damit Kälte für den Eigenverbrauch zu erzeugen. mehr...
Der REWAG-Vorstandsvorsitzende Torsten Briegel und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mit einem Solar-Modul vor der neuen PV-Anlage.
Dettenheim: Sonnenstrom vom Rathausdach
[6.4.2021] Eine Solaranlage auf dem Dach des Rathauses der baden-württembergischen Gemeinde Dettenheim liefert künftig fast 50.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die Anlage dient nicht nur dem Klimaschutz, sie ist für die Kommune auch rentabel. mehr...
Das Rathausdach in Dettenheim liefert künftig Ökostrom.
EnBW: Zwei neue PV-Parks in Brandenburg
[19.3.2021] EnBW baut zwei weitere Photovoltaik-Großprojekte in Brandenburg. Die förderfreien Anlagen können Solarenergie für rund 90.000 Haushalte liefern. mehr...
Zaunbau für den Solarpark Gottesgabe.
Greifswald: Gute Argumente für Solarthermie
[18.3.2021] Solarthermie lässt sich nicht nur im XXL-Maßstab, wie derzeit bei einem Projekt in Greifswald, für die Wärmegewinnung nutzen. Alle, die ein Dach über dem Kopf ihr Eigen nennen, können diese klimafreundliche und förderfähige Lösung nutzen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen