Montag, 17. Januar 2022

Kreis Ludwigsburg:
Gemeinsam für LoRaWAN


[15.6.2021] Eine Kooperation für den Aufbau eines LoRaWAN-Netzes haben im Kreis Ludwigsburg verschiedene Partner vereinbart: Der Zweckverband KBL, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und die Netze BW. Noch vor der Sommerpause soll die Technik zur Verfügung stehen.

Zusammenarbeit für die digitale Zukunft im Kreis Ludwigsburg. Mit vereinten Kräften wollen sie den Kommunen im Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg den Schritt in die digitale Zukunft ermöglichen: Der Zweckverband KBL, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und die Netze BW haben eine Zusammenarbeit für den Aufbau eines LoRaWAN-Netzes vereinbart. Das teilen jetzt die SWLB mit. Noch vor der Sommerpause soll die Technik zur Verfügung stehen. Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dietmar Allgaier (CDU), sieht in der Kooperation den großen Vorteil, flächendeckend agieren zu können: „Die heute unterzeichnete Vereinbarung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur modernen Kommunalverwaltung. Ich freue mich sehr, dass wir schon bald allen 39 Städten und Gemeinden in unserem Kreis eine wichtige Hilfestellung bei der Digitalisierung ihrer Prozesse bieten können – mit zwei starken Partnern an unserer Seite.“

Sensoren melden Grenzwerte

„Digitale Technologie ist der Schlüssel zur urbanen Infrastruktur von morgen“, ergänzt Zweckverbands-Geschäftsführer Viktor Kostic. „Die Kommunen werden sich zu Smart Citys entwickeln, wofür wir mit dem LoRaWAN die Grundlage schaffen. Das ermöglicht einen technischen Fortschritt, der die Städte und Gemeinden in ihren Bemühungen um die Digitalisierung vieler Handlungsfelder unterstützt.“ Zahlreiche Prozesse lassen sich mithilfe des Funknetzes effizienter gestalten: Ob defekte Straßenlampen, Fernauslesung von Wasserzählern oder der CO2-Gehalt der Luft in Klassenräumen – mit dem LoRaWAN können Mess- und Schaltvorgänge automatisiert gesteuert sowie Informationen oder Warnhinweise übermittelt werden, informieren die SWLB. Die Liste könnte beliebig weitergeführt werden.

Gemeinsames Grundverständnis

Schier unendlich sei die Reihe möglicher Anwendungsfälle im Rahmen des „Internet der Dinge“ oder Internet of Things (IoT). Dort würden die Daten zur weiteren Verwendung durch die Kommunen, beispielsweise über IoT-Plattformen, bereitstehen. Das Prinzip funktioniere auch in umgekehrter Richtung, also für Steuerungen. „Die SWLB bringt sich nicht nur mit ihrem Know-how in Sachen Weitverkehrsnetz ein, sondern auch mit ihren Infrastrukturen. Wir gewähren uns im Rahmen unserer Kooperation gegenseitigen Zugang zu den Gateways der Partner, was sicher keine Selbstverständlichkeit ist“, betont Johannes Rager, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim. „Umso erwähnenswerter ist es, dass wir auch in diesem Punkt recht schnell ein gemeinsames Grundverständnis hatten.“

Große Entfernungen überbrücken

Die Abkürzung LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und bezeichnet ein großflächiges Netzwerk. Strahlungsarm und energieeffizient kann das Funknetz laut SWLB über weite Entfernungen Messwerte oder die Zustände von Sensoren und Aktoren übertragen. Es brauche nur wenige, in der Regel stationäre Gateways und Funkantennen, die dafür das Rückgrat bilden. Mit Batterien bestückte Sensoren an den zu überwachenden Einrichtungen liefern ihre Informationen über diese Gateways an zwei Netzwerk-Server der Stadtwerke und der Netze BW.

LoRaWAN als Basis

Mit Batterien bestückte Sensoren an den zu überwachenden Einrichtungen liefern ihre Informationen über Gateways an zwei Netzwerk-Server. „IoT eröffnet uns neue Wege zur intelligenten und automatisierten Gestaltung von Arbeitsabläufen. Die Basis dafür ist das LoRaWAN, mit dem die Kommunen Teile ihrer Infrastruktur datenbasiert kontrollieren und steuern können“, erklärt Steffen Ringwald, Geschäftsführer der Netze BW. „Intern bezeichnen wir diese Technik auch als Funknetz der Zukunft. Wir freuen uns, den Weg mit unseren Partnern gemeinsam zu gehen.“
„Ein Konnektierungssystem wie LoRaWAN bietet Kommunen in selbstbestimmter Flächenabdeckung ein riesiges Spektrum an realisierbaren Smart-City-Applikationen“, ist Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB, überzeugt und ergänzt: „Wir können die unterschiedlichsten Anwendungsfälle abbilden und über smarte Technologien sowohl intelligentes städtisches Leben ermöglichen als auch die Lebensqualität steigern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir kennen heute erst einen Bruchteil dessen, was morgen schon über das Hirn des Netzwerks, die IoT-Plattform, möglich sein wird. Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit.“ (co)

https://www.landkreis-ludwigsburg.de
https://www.swlb.de
https://zvkbl.de
https://www.netze-bw.de

Stichwörter: Smart Metering, Netze BW, Kreis Ludwigsburg, Zweckverband KBL, Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB), LoRaWAN, IoT

Bildquelle v.o.n.u.: SWLB, Kreis Ludwigsburg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart Metering

CLS-Management: Make or buy? Bericht
[12.1.2022] Über die Controllable-Local-System-Schnittstelle des Smart Meter Gateway sind zahlreiche innovative Anwendungsfälle denkbar. Energieversorger müssen entscheiden, ob sie das CLS-Management im Eigenbetrieb stemmen können oder besser an einen Dienstleister auslagern. mehr...
System des aEMT fungiert als Middleware.
PPC: Erste Gateways TR-zertifiziert
[13.12.2021] PPC ist das erste Unternehmen, dessen Smart Meter Gateways erfolgreich nach der TR 1.1 zertifiziert wurden. Die Geräte erfüllen die Anforderungen an Funktionsumfang und Interoperabilität gemäß Messstellenbetriebsgesetz. mehr...
Smart Meter Gateways von PPC wurden erfolgreich nach der TR 1.1 zertifiziert.
Smart Grid: Netze für Extremwetter sichern Bericht
[6.12.2021] Angesichts der Folgen des Klimawandels müssen Versorger ihre Infrastruktur gegen extreme Stürme oder Überschwemmungen wappnen. Smart-Grid-Lösungen helfen, die Ausfallsicherheit zu erhöhen. mehr...
Cluey hilft, Netze smart zu machen.
Bitkom: Interesse an Smart Meter steigt
[1.12.2021] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen ein Interesse daran hat, Smart Meter zu nutzen. mehr...
Smart Metering: Chip-Krise verzögert den Roll-out
[25.11.2021] Globale Lieferengpässe in der Chip-Industrie beeinflussen auch den Smart Meter Roll-out. Die Beschaffung der nötigen Geräte sollte deshalb mindestens sechs Monate vor dem geplanten Einbau gestartet werden. mehr...
Die Qualitätssicherung im digitalen Messwesen ist eine wichtige Vo­raussetzung für den wirtschaftlichen Smart Meter Roll-out.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Smart Metering:
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH

Aktuelle Meldungen