Samstag, 4. Dezember 2021

BET-Umfrage:
Elektromobilitäts-Chancen ungenutzt


[17.6.2021] Zwar haben über 80 Prozent der Energieversorger einen Plan zur Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks. Aber erst 40 Prozent haben Prognosen für den Hochlauf von Elektroautos in ihrem Geschäftsgebiet. Das ergab eine aktuelle Umfrage von BET.

Der Hochlauf der Elektromobilität führt dazu, dass ein enormes Umsatzpotenzial von der Erdölindustrie zu den Stromversorgern wandert. Dies ermöglicht Energieversorgern (EVU) die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle mit exponentiellem Wachstum, wie ein Quick-Check des Beratungshauses BET zeigt. Um Herausforderungen meistern und Chancen ergreifen zu können, ist bei vielen Versorgern und Netzbetreibern noch viel zu tun. Ob Erzeugung, Handel, Netze oder Vertrieb - Elektromobilität stellt jeden Bereich eines Energieversorgers vor neue Herausforderungen. „Eine ganzheitliche Elektromobilitätsstrategie hilft, Auswirkungen auf das Unternehmen zu erkennen und die Chancen zu ergreifen", erklärt Sebastian Seier von BET. Insgesamt haben knapp 80 EVU aller Größen im Juni an einer Online-Befragung des Aachener Beratungsunternehmens teilgenommen.
Die Ergebnisse zeigen, dass mit den steigenden Zulassungszahlen auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Elektromobilität steigt. Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, dass die Gesellschafter der Unternehmen bereits klare Zielvorgaben zum Thema E-Mobilität machten oder gerade an einer solchen Position arbeiteten. „Die meisten EVU fangen bei sich selbst an, um erste Erfahrungen zu sammeln. Über 80 Prozent der Unternehmen haben bereits einen Plan zur Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks oder erarbeiten einen solchen gerade“, sagt Seier weiter. Doch für eine ganzheitliche Elektromobilitätsstrategie fehlten in vielen Fällen noch wichtige Bausteine. So verfügen erst 40 Prozent der Unternehmen über Prognosen für den Hochlauf von Elektroautos in ihrem Geschäftsgebiet. Nur etwa die Hälfte der EVU hat bereits einen systematischen Überblick über die Wettbewerber in ihrem Versorgungsgebiet erarbeitet. (ur)

Die Ergebnisse der Umfrage liegen hier zum Download bereit. (Deep Link)
https://www.bet-energie.de

Stichwörter: Elektromobilität, BET, Flotten, Energieversorger, EVU



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

STAWAG: Grüner Wasserstoff für Aachen
[30.11.2021] Die STAWAG will mittels eines eigenen Windparks grünen Wasserstoff herstellen. Genutzt werden soll er vor allem im regionalen ÖPNV. mehr...
Start des Wasserstoffprojekts für Aachen.
Dresden: Ladestationen für E-Busse
[29.11.2021] Der Schaltbau-Spezialist SBRS hat den ersten Großauftrag in Sachsen erhalten, bei dem die Lade-Infrastruktur für die neuen E-Bus-Linien der Landeshauptstadt Dresden errichtet wird. Insgesamt 28 Ladestationen im Busdepot sowie auf den Busstrecken werden installiert. mehr...
Die Baureihe SEB kommt unter anderem in Münster zum Einsatz. In Dresden sorgt die Ladestation für eine schnelle Ladung der Busse auf der Strecke.
Niedersachsen: Vier Manager für die Verkehrswende
[19.11.2021] In Niedersachsen beraten jetzt vier Elektromobiltiätsmanager (EMMA) die Kommunen bei dem Aufbau öffentlicher Lade-Infrastruktur. Träger der EMMA ist die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. mehr...
unIT-e²: E-Mobilität intelligent vernetzen
[15.11.2021] 29 Partner, darunter Bayernwerk, BMW, Mercedes, Stadtwerke München, Tennet, Volkswagen, starten vier Reallabore für vernetzte Elektromobilität. mehr...
Am Projekt unIT-e² beteiligte Unternehmen.
Freiburg: Baustart für Ultra-Schnellladepark
[11.11.2021] Für Freiburgs ersten Ultra-Schnellladepark erfolgte der Spatenstich. Errichtet wird er von badenova. mehr...
Spatenstich zum ersten Ultra-Schnellladepark an der B31/Schreiberstraße in Freiburg.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021

Aktuelle Meldungen