Freitag, 17. September 2021

Bernau:
Stadtwerke lesen fern aus


[28.7.2021] Die Stadtwerke Bernau lesen jetzt Wärme- und Wasserzähler aus der Ferne aus. Ihre Anwendungen basieren auf der Funktechnologie LoRaWAN.

Sven Anders, Bereichsleiter Kundenservice bei den Stadtwerken Bernau, und sein Kollege Richard Gäth am Dashboard. Die Stadtwerke Bernau setzen jetzt LoRaWAN-Funktechnologie in ihrem Versorgungsgebiet ein. Wie der bei Berlin gelegene Netzbetreiber berichtet, baut er kleine Netzwerke auf. Die Technologie nutze er vorerst auf dem Gelände der Stadtwerke und im Waldquartier Friedenstal. „Diese Anwendungen erleichtern uns und unseren Kundinnen und Kunden den Alltag. Das Fernauslesen der Zähler ist ressourcenschonend, und weil die Daten verschlüsselt übermittelt werden, sind sie vor Zugriffen Dritter geschützt. Auf dem Weg in die Energiezukunft bringen wir damit zeitgemäße technische Möglichkeiten frühzeitig zur Anwendung“, sagt Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau. Bei den Stadtwerken messen deshalb seit einigen Wochen Sensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und den CO2-Gehalt der Luft. Antennen, so genannte Gateways, empfangen die Daten von den Sensoren und senden sie an den Server der Stadtwerke Bernau. Die Daten visualisiere ein Dashboard. Werden Grenzwerte überschritten, werde das sichtbar und es gehe automatisch eine E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter, etwa mit der Erinnerung, zu lüften. „Diese Technologie ist die Basis für viele Smart-City-Anwendungen“, sagt Sven Anders, Bereichsleiter Kundenservice bei den Stadtwerken Bernau.

Großprojekt im Waldquartier

Den Stadtwerken Bernau zufolge ist in einigen Wohneinheiten LoRaWAN für so genanntes Submetering bereits im Einsatz. „Das neue Waldquartier, das sich dem zukunftsweisenden Wohnen verschrieben hat, ist prädestiniert für Smart-City-Anwendungen“, sagt Sven Anders.Die Stadtwerke Bernau teilen mit, dass sie in den hochmodernen neuen Wohngebäuden in Bernau-Friedenstal rund 1.900 Sensoren (Wärme-, Kalt- und Wärmewasserzähler sowie Rauchwarnmelder) verbaut haben. Zwei Indoor-Gateways leiten die Daten der Sensoren an die Server der Stadtwerke, wo sie für die Kundinnen – in diesem Fall die Vermieterinnen – aufbereitet, ausgewertet und visualisiert werden. So müssen weder die Mieter ihre Zählerstände melden, noch ein Ableser in die Wohnungen. Die Daten werden automatisch übertragen. Auch eine Visualisierung für die Verbraucher werde vorbereitet, um sie zum Energie und Wassersparen zu motivieren. „Die Vorteile des Submeterings liegen auf der Hand“, sagt Sven Anders. „Über eine Schnittstelle werden die Zählerdaten direkt in die Abrechnungssoftware integriert und erleichtern den Besitzern der Mehrfamilienhäuser so die Betriebskostenabrechnung.“ Mit der gleichen Funktechnik können Vermieter auch die Funktionalität von Rauchmeldern aus der Ferne überprüfen. (th)

https://www.stadtwerke-bernau.de

Stichwörter: Smart Metering, Stadtwerke Bernau, LoRaWAN

Bildquelle: Sven Anders, Stadtwerke Bernau

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart Metering

Kisters: Kooperation beim Metering
[15.9.2021] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Kisters kooperieren in puncto Verbrauchsabrechnung und Energiedaten-Management. Eine neue Zusammenarbeit ist für durchgängige Metering-Lösungen geplant. mehr...
Michael Untiet (KISTERS, links) und Ronald Pfitzer (Stadtwerke Schwäbisch Hall) können schon auf einige gemeinsame Projekte zurückblicken.
smartOPTIMO: Gateway von EMH empfohlen
[14.9.2021] Das Stadtwerk-Netzwerk smartOPTIMO empfiehlt das Smart Meter Gateway CASA von EMH metering nach einer aufwendigen Testphase. mehr...
Torsten Großmann von SmartOPTIMO (links) und Peter Heuell, Geschäftsführer von EMH metering, freuen sich über die Zertifizierung des Gateways CASA.
Voltaris: Vollintegrierte Schnittstelle
[19.8.2021] In der Voltaris-Anwendergemeinschaft werden erste Projekte für einen vollintegrierten, automatisierten Datenaustausch zwischen Smart Meter Gateway und ERP-Systemen umgesetzt. Vorreiter sind die Stadtwerke Bad Kreuznach. mehr...
Interview: Der Roll-out ist nicht in Gefahr Interview
[26.7.2021] Erst gab es Verzögerungen bei der Zertifizierung der Smart Meter Gateways, dann sorgte ein Eilbeschluss des OVG Münster für Verunsicherung. Über den schwierigen Weg zum intelligenten Messwesen sprach stadt+werk mit Voltaris-Geschäftsführer Karsten Vortanz. mehr...
Karsten Vortanz ist Geschäftsführer der VOLTARIS GmbH und verantwortet die Bereiche Kaufmännischer Service, IT, Vertrieb und Produktentwicklung.
GISA: Smart-Meter-Paket für TMZ
[2.7.2021] Thüringer Mess- und Zählwesen hat sich für das Smart-Meter-Paket von GISA entschieden. Damit will es das Know-how des IT-Spezialisten für den Ausbau und die Weiterentwicklung inklusive neuer Geschäftsmodelle nutzen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2021
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Smart Metering:
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH

Aktuelle Meldungen