Donnerstag, 28. Oktober 2021

Klimaneutralität 2045:
Erste Modelle für Deutschland


[12.10.2021] Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne müsste bis 2030 etwa 50 Prozent größer sein als bislang angepeilt. Das ergibt ein Modellvergleich, an dem unter anderem anderem das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE beteiligt war.

Um Deutschland in weniger als 25 Jahren klimaneutral zu machen, muss die nächste Bundesregierung sehr schnell sehr viel auf den Weg bringen. Das zeigt der Ariadne-Szenarienreport, der Transformationspfade zur Klimaneutralität 2045 erstmals im Modellvergleich ausbuchstabiert. Die Studie von mehr als 50 Forschenden aus mehr als 10 Instituten, darunter dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE sowie weiteren Fraunhofer-Instituten, belegt: Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne müsste bis 2030 etwa 50 Prozent größer sein als bislang angepeilt. Der Ausstieg aus der zunehmend unwirtschaftlichen Kohlestromerzeugung würde für die Klimaneutralität 2045 bereits um 2030 erfolgen. Erhebliche zusätzliche Kraftanstrengungen sind in den Sektoren Industrie, Gebäude und Verkehr nötig.
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kopernikus-Projekt Ariadne legt in seinem umfassenden Modellvergleich robuste Erkenntnisse zu Transformationspfaden, Spielräumen und Engpässen dar. Vom Gesamtsystem über einzelne Sektoren, von der direkten Elektrifizierung über Wasserstoff und E-Fuels bis hin zu Importen: Zehn unterschiedliche Modelle wurden für die Studie integriert und sechs verschiedene Szenarien durchgerechnet. „Klimaneutralität erreicht man nicht von heute auf morgen, deshalb müssen schon zu Beginn der nächsten Legislaturperiode wichtige Entscheidungen getroffen werden. Denn es gibt kaum kurzfristige Spielräume, um auf den Weg zu bringen, was in ein paar Jahren greifen soll – allem voran ein massiv beschleunigter Ausbau von Wind- und Sonnenergie“, erklärt Gunnar Luderer, Vize-Leiter des Ariadneprojekts am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK. (ur)

Der komplette Report findet sich hier. (Deep Link)
https://www.ise.fraunhofer.de

Stichwörter: Klimaschutz, Photovoltaik, Windkraft, Fraunhofer ISE



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

hb2110

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Berlin: Studie empfiehlt Wärmestrategie
[27.10.2021] Eine im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung durchgeführte Studie nennt jetzt konkrete Maßnahmen, damit Berlin das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045 erreichen kann. Hierfür ist eine substanzielle Veränderung der städtischen Wärmeversorgung vonnöten. mehr...
Entwicklung des Endenergieverbrauchs im Bereich Wärmeversorgung aus dem aktuellen Bericht „Entwicklung einer Wärmestrategie für das Land Berlin“.
enercity: Geld für Ölheizungstausch
[26.10.2021] enercity will die Wärmewende in Hannover voranbringen. 35 Millionen Euro stellt das Unternehmen für Ölheizungstausch, Fernwärmeausbau und smarte Wärmelösungen bereit. mehr...
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen) und enercity-CEO Susanna Zapreva stellen warm@home vor.
Kommunalrichtlinie: Förderung wird ausgeweitet
[26.10.2021] Die novellierte Kommunalrichtlinie soll den Klimaschutz vor Ort noch effektiver voranzubringen. Gefördert wird die Einrichtung weiterer Stellen im Bereich kommunaler Klimaschutz. Außerdem können rückwirkend Mittel für Vorreiterkonzepte beantragt werden. mehr...
Landkreis Kassel: 27 mal Klimaschutz
[21.10.2021] Das Klimaschutzkonzept des Landkreises Kassel liegt vor. Es sieht 27 Maßnahmen für den Klimaschutz vor. mehr...
Landrat Andreas Siebert und Klimaschutz-Managerin Christina Lütke an einer der E-Tankstellen des Landkreises Kassel.
AEE: Best Practice für Kommunen
[12.10.2021] Die AEE präsentiert die ReWA-Forschungsergebnisse beim Zukunftsforum Energie & Klima am 15. November 2021. Darin geht es um die Transformation der Energiewirtschaft und Best Practice für Kommunen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen