Dienstag, 30. November 2021

E.ON:
Wasserstoff-Netz für‘s Ruhrgebiet


[27.10.2021] E.ON plant den Aufbau eines Wasserstoff-Netzes für das Ruhrgebiet. Mit dem Projekt H2.Ruhr sollen jährlich bis zu 80.000 Tonnen grüner Wasserstoff und Ammoniak zu Kunden im Ruhrgebiet gebracht werden.

Der Energiekonzern E.ON plant im Rahmen eines europäischen Kooperationsprojekts den Aufbau eines Verteilnetzes und entsprechender Infrastruktur für Wasserstoff und Ammoniak im Ruhrgebiet. Das teilt das Unternehmen mit. Mit dem Projekt H2.Ruhr soll kommunalen, mittelständischen und Industrieunternehmen in der Region perspektivisch der Zugang zu CO2-freiem Wasserstoff und grünem Ammoniak ermöglicht werden. Den Aufbau einer europäischen Wasserstoff-Wertschöpfungskette plant E.ON gemeinsam mit den Energiekonzernen Enel und Iberdrola. Die hierfür notwendige Energie soll maßgeblich aus neu gebauten Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Italien und Spanien kommen. Ab 2032 könnten so bis zu 80.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr für regionale Kunden zur Verfügung stehen. Das Vorhaben ist Teil der CEO Alliance, in der zwölf führende europäische Konzerne gemeinsam branchen- und länderübergreifende Projekte für mehr Klimaschutz vorantreiben.
„Was wir brauchen, sind starke paneuropäische Partnerschaften und leistungsfähige Lieferketten, die jetzt etabliert werden müssen. Unser Anspruch bei E.ON ist, beim Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft schnell und konkret voranzugehen. H2.Ruhr ist dafür ein gutes und wegweisendes Beispiel“, erklärt Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON. Im Ruhrgebiet ist zukünftig mit einem erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Wasserstoff zu rechnen: von derzeit jährlich 17 auf bis zu 150 Terrawattstunden im Jahr 2050. Immer mehr kommunale Unternehmen, Mittelständler und Konzerne wünschen sich kurzfristig Bezugsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff, um ihre betrieblichen Prozesse klimafreundlich zu gestalten. Ein wesentliches Ziel des Projekts liegt daher im Aufbau eines geplanten Pipeline-Netzes zur effizienten Verteilung und kostenoptimalen Versorgung regionaler Kunden. Die notwendige Infrastruktur soll bis 2032 in mehreren Ausbaustufen entstehen. In der nun gestarteten Phase des Projekts H2.Ruhr geht es zunächst darum, konkrete Bedarfe in der Region zu ermitteln. Das Projekt sieht die Produktion von grünem Strom in Photovoltaik- und Windanlagen in Italien und Spanien vor, um so von der besseren Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in diesen Ländern zu profitieren. Der Strom wird genutzt, um mittels Elektrolyse grünen Wasserstoff herzustellen. In Spanien wird der Wasserstoff für die Erzeugung von Ammoniak eingesetzt, der dann per Schiff nach Deutschland transportiert wird. Der Import soll voraussichtlich ab 2024 starten. (ur)

Über das Projekt kann sich hier informiert werden. (Deep Link)
https://www.eon.com

Stichwörter: Unternehmen, E.ON, Wasserstoff, Ruhrgebiet



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

GISA: Unterstützung für Stadtwerke Gießen
[18.11.2021] Bei der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhalten die Stadtwerke Gießen jetzt Unterstützung vom IT-Dienstleister GISA. Er hilft dabei, personenbezogene Daten im eigenen System zu identifizieren und rechtssicher zu löschen. mehr...
ESWE: Stabilitätsanker in der Region
[16.11.2021] Die Wiesbadener ESWE-Gruppe hat eine umfangreiche Standortbilanz gezogen. Darin zeige sich die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Energiedienstleisters für die Region. mehr...
Präsentation der Leistung der ESWE Gruppe.
ENTEGA : Mit Energiewende-Award prämiert
[14.10.2021] ENTEGA wurde mit dem Energiewende-Award ausgezeichnet. Dafür wurden 1700 Energieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz danach bewertet, ob ihre Produkte, Dienstleistungen und Informationen zur Energiewende beitragen. mehr...
MVV Energie: Klimaneutral mit Mannheimer Modell
[12.10.2021] MVV Energie plant, bis zum Jahr 2040 klimaneutral und danach sogar klimapositiv zu werden. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien setzt das Mannheimer Energieunternehmen auf die Wärmewende und will Kraftwerke durch durch CO2-Abscheidung dekarbonisieren. mehr...
Energiewende Award 2021: Energieversorger geehrt
[11.10.2021] Im Rahmen des Energiewende Awards 2021 analysierte EUPD Research alle 1.800 Energieversorger in der DACH-Region. Im Rahmen der neuen Innovationsplattform The smarter E Europe Restart 2021 wurden die besten Energieversorger geehrt. mehr...
Die deutschen Gewinner beim diesjährigen Energiewende Award.

Suchen...

 Anzeige

**

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen