Sonntag, 5. Dezember 2021

Niedersachsen:
Vier Manager für die Verkehrswende


[19.11.2021] In Niedersachsen beraten jetzt vier Elektromobiltiätsmanager (EMMA) die Kommunen bei dem Aufbau öffentlicher Lade-Infrastruktur. Träger der EMMA ist die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

In Niedersachsen startet jetzt mit vier so genannten Elektromobilitätsmanagerinnen und -managern (EMMAs) bei der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) ein umfangreiches Beratungsangebot für Kommunen. Wie das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung berichtet, geht es dabei schwerpunktmäßig um den Aufbau von öffentlicher Lade-Infrastruktur, wofür der Bund deutschlandweit rund 1,15 Milliarden Euro bis 2025 bereitstellt.
Verkehrsminister Bernd Althusmann erläutert: „Wir in Niedersachsen sollten als Flächenland von diesen Mitteln besonders profitieren und damit eine alltagstaugliche, leistungsfähige und zukunftsfähige E-Mobilitätsinfrastruktur in unserem Bundesland schaffen. Deshalb unterstützen wir unsere Kommunen mit dem neuen Beratungsangebot ab jetzt noch gezielter. So treiben wir den Ausbau und die Nutzung der Elektromobilität in Niedersachsen kontinuierlich voran und leisten einen starken Beitrag, um die ambitionierten Klimaziele der EU, des Bundes und des Landes zu erreichen."
Erik Oehlmann, Präsident der NLStBV, ergänzt: „Ich freue mich, dass die NLStBV als zentrale Ansprechpartnerin für E-Mobilität in Niedersachsen viele Leistungen anbietet. Parallel zur Förderung nicht-öffentlicher Lade-Infrastruktur und der Elektrifizierung der Dienstfahrzeuge des Landes wollen wir nun gemeinsam mit den niedersächsischen Kommunen das Augenmerk auf den Aufbau öffentlicher Lade-Infrastruktur richten. Mit diesem Dreiklang machen wir Niedersachsen bereit, die Elektromobilität auf den richtigen Weg für dieses Jahrzehnt zu bringen.“

Niedersachsen stellt bisher 5.300 der 48.000 öffentlichen Ladepunkte

Laut dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung umfasst das Unterstützungsangebot für die Kommunen Informationen zu Anträgen und Unterlagen sowie die Antragsbegleitung zu den Bundesförderprogrammen, die technische Beratung inklusive Betrachtung der Standorteignung und Hilfestellung zur Klarstellung und Definition im Prozessablauf und Reihenfolge im Lade-Infrastrukturaufbau. Außerdem unterstützen die EMMAs die niedersächsischen Kommunen langfristig dabei, sich strategisch und zukunftsorientiert dafür aufzustellen, vor Ort öffentliche Lade-Infrastruktur einzurichten – beispielsweise indem sie Elektromobilitätskonzepte erstellen. Die Kommunen können sich sowohl über eine extra eingerichtete Hotline (0511/3034-2550) sowie per E-Mail (elektromobilitaet@nlstbv.niedersachsen.de), im Internet und in regionalen Informations- und Gesprächsrunden informieren. Im Februar 2022 solle es zudem eine große Auftaktveranstaltung in Hannover geben, die sich an die Praktiker in den Kommunen richtet.
Nach aktuellem Stand gebe es in ganz Deutschland rund 48.000 öffentliche Ladepunkte – etwa 5.300 davon befinden sich in Niedersachsen. Das entspreche einem Anteil von rund elf Prozent. Niedersachsen stehe damit im deutschlandweiten Vergleich sehr gut da. Wertvolle Informationen zu den niedersächsischen Ladepunkten bündele der kürzlich verbesserte niedersächsische Ladeatlas 2.0, der nun noch umfassendere Informationen zu Ladestationen und Elektromobilitätsnutzung enthalte.

Spaß am Umstieg auf das E-Auto

„Um die Fahrt mit dem Elektroauto in der Zukunft tatsächlich so zu gestalten, dass der Umstieg vom Verbrenner auf das E-Auto Spaß macht, ist weiterhin noch einiges zu tun", sagt Minister Althusmann. „Deshalb fließen derzeit rund 66 Millionen Euro an niedersächsischen Landesmitteln in den Ausbau der Elektromobilität. Zum Beispiel in die Förderung von nicht-öffentlicher Lade-Infrastruktur bei Unternehmen, die auf riesiges Interesse gestoßen ist – nun können an rund 1.000 Standorten neue Ladesäulen bei Unternehmen entstehen." Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung zufolge unterstützt die Niedersächsische Landesregierung mit einem Kabinettsbeschluss außerdem die Umstellung der Landesfahrzeuge auf Elektromobilität und beschafft dazu Elektrofahrzeuge sowie Lade-Infrastruktur an Behördenstandorten des Landes. Hierfür fließen 35 Millionen Euro in mehr als 1.000 Ladepunkte an 248 Standorten und es werden mehr als 240 Elektrofahrzeugen beschafft. (th)

https://www.mw.niedersachsen.de
https://www.strassenbau.niedersachsen.de
https://elektromobilitaet.niedersachsen.de

Stichwörter: Elektromobilität, Niedersachsen, EMMA, Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

STAWAG: Grüner Wasserstoff für Aachen
[30.11.2021] Die STAWAG will mittels eines eigenen Windparks grünen Wasserstoff herstellen. Genutzt werden soll er vor allem im regionalen ÖPNV. mehr...
Start des Wasserstoffprojekts für Aachen.
Dresden: Ladestationen für E-Busse
[29.11.2021] Der Schaltbau-Spezialist SBRS hat den ersten Großauftrag in Sachsen erhalten, bei dem die Lade-Infrastruktur für die neuen E-Bus-Linien der Landeshauptstadt Dresden errichtet wird. Insgesamt 28 Ladestationen im Busdepot sowie auf den Busstrecken werden installiert. mehr...
Die Baureihe SEB kommt unter anderem in Münster zum Einsatz. In Dresden sorgt die Ladestation für eine schnelle Ladung der Busse auf der Strecke.
unIT-e²: E-Mobilität intelligent vernetzen
[15.11.2021] 29 Partner, darunter Bayernwerk, BMW, Mercedes, Stadtwerke München, Tennet, Volkswagen, starten vier Reallabore für vernetzte Elektromobilität. mehr...
Am Projekt unIT-e² beteiligte Unternehmen.
Freiburg: Baustart für Ultra-Schnellladepark
[11.11.2021] Für Freiburgs ersten Ultra-Schnellladepark erfolgte der Spatenstich. Errichtet wird er von badenova. mehr...
Spatenstich zum ersten Ultra-Schnellladepark an der B31/Schreiberstraße in Freiburg.
Shell: Laden beim REWE-Einkauf
[9.11.2021] Shell und REWE wollen gemeinsam eine Lade-Infrastruktur vor Supermärkten errichten. mehr...
In Zukunft soll man bei REWE laden können – an Ladesäulen von Shell.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2021
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2021
stadt+werk, Ausgabe Sonderheft 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Elektromobilität:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen