Dienstag, 5. Juli 2022

Satelliten-Ausfall:
Windräder drehen sich weiter


[2.3.2022] In den vergangenen Tagen sorgte der Ausfall eines Satellitennetzwerks über Europa für Schlagzeilen. Vom Ausfall betroffen sind auch bestimmte Software-Funktionen zur Fernüberwachung einiger Windenergieanlagen.

Am 24. Februar 2022 fiel das KA-SAT-Satellitennetzwerk aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache aus. Das Netzwerk verbindet in ganz Europa rund 30.000 Satellitenterminals, die von verschiedenen Branchen und Industrien genutzt werden. Einer der Nutzer ist der Dienstleister Euroskypark. Dieser bietet Kommunikationslösungen als Alternative zu DSL und anderen Internet-Anbindungen. Das berichtet der Bundesverband Windenergie (BWE). Einige Windparks greifen auf solche Angebote zurück, wenn es am Standort der Windenergieanlagen an einer Hochgeschwindigkeits-Internet-Infrastruktur mangelt. In diesen Fällen stellt die Anbindung über Satellit eine Alternative zu DSL oder Glasfaser dar. Betroffen sind europaweit rund 30.000 Satellitenterminals, die von Unternehmen und Organisationen aus verschiedenen Branchen genutzt werden. Terminals und Anlagen sind in diesem Fall nicht gleichzusetzen. Die Zahl der betroffenen Windenergieanlagen ist geringer und liegt Informationen des BWE zufolge im vierstelligen Bereich.
Die Störung beeinträchtigt lediglich den Kommunikationskanal des Service zu den Anlagen. Für den unwahrscheinlichen Fall einer schwerwiegenden Störung schalten sich die WEA weiterhin automatisch ab. In diesem Fall kann ein erneutes Anlaufen der Anlage aktuell nicht aus der Ferne erfolgen, sondern muss von einem Service-Team direkt vor Ort vorgenommen werden.Teilweise ist auch die Übertragung von Live-Daten gestört, die für eine solide Prognose benötigt werden. Es besteht keine Gefahr für die Windenergieanlagen und deren kontrollierte Einspeisung ins nationale Stromnetz. Alle, auch die betroffenen Windenergieanlagen, produzieren also weiterhin verlässlich saubere, erneuerbare Energie. Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind die Probleme gemeldet. Auch andere staatliche Behörden sind in Kenntnis gesetzt. Aktuell prüft man das Satelliten-Kommunikationsnetzwerk. Daneben werden alternative Kommunikationsanbindungen gesucht, um den Fernzugriff wiederherzustellen. Derzeit lassen sich noch keine Aussagen zu einem Zeithorizont, bis wann das Problem gelöst sein wird, treffen. (ur)

https://www.wind-energie.de

Stichwörter: Informationstechnik, Windenergie, BWE, KA-SAT-Satellitennetzwerk



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Informationstechnik

eins+null/iS Software: Gesamtlösung für Energiebranche
[29.6.2022] eins+null und iS-Software bieten jetzt zusammen eine Gesamtlösung für Energieversorger an. Kleinere Stadtwerke erhalten so eine hochautomatisierte End-to-End-Lösung mit Minimalcustomizing. mehr...
Wilken ENER:GY: Mehr als eine Million Abrechnungen
[24.6.2022] In einer umfangreichen Praxissimulation hat Wilken gezeigt, dass die Branchenlösung ENER:GY hochskalierbar ist. In einem Performance-Test konnte die Grenze von einer Million Abrechnungen in 24 Stunden deutlich überschritten werden. mehr...
Mainova: IT-Services automatisiert
[21.6.2022] Zur Automatisierung ihrer IT-Services setzt Mainova auf Software aus dem Hause USU. Mainova erhält damit eine professionelle und integrierte Gesamtlösung für das IT Service Management (ITSM), die individuell konfigurierbar ist und als Software as a Service (SaaS) betrieben werden kann. mehr...
Stadtwerke Münster: IoT-Lösung CityLink im Einsatz
[15.6.2022] Die von den beiden Software-Unternehmen opwoco und items entwickelte App-basierte IoT-Software CityLink geht jetzt bei den Stadtwerken und Stadtnetzen Münster produktiv. mehr...
Um bei Problemen schnell eingreifen zu können, wird die Energieerzeugung in den dezentralen Blockheizkraftwerken mit CityLink überwacht
DIPKO/Schleupen SE: Zusammenarbeit intensiviert
[15.6.2022] Durch die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit ermöglichen es Schleupen SE und die Digitale Plattform für kommunale Services (DIPKO) jetzt Stadtwerken, die Vielfalt ihrer Leistungen auf einer Plattform zu bündeln. mehr...
Durch die neue Plattform von DIPKO und Schleupen SE können Stromkunden jetzt auch verbilligte Parktickets angeboten werden.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Informationstechnik:
cosymap GmbH
04103 Leipzig
cosymap GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
items GmbH
48155 Münster
items GmbH
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH

Aktuelle Meldungen