Dienstag, 16. August 2022

Baden-Württemberg:
Förderung für effiziente Netze


[12.4.2022] Für den Aus- oder Neubau von energieeffizienten Wärmenetzen erhalten vier weitere Kommunen einen Zuschuss aus dem Förderprogramm des Landes.

Vier Gemeinden und Städte in Baden-Württemberg – Kirchardt, Winnenden, Weil am Rhein und Baindt – können sich über eine Förderung des Umweltministeriums für den Aus- oder Neubau von Wärmenetzen freuen. Das teilt das Ministerium mit. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“, mit dem das Land Investitionen in Wärmenetze bezuschusst, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt. „Der Ukraine-Krieg hat uns deutlich vor Augen geführt, wie sehr wir von Energieimporten aus Russland abhängig sind. Bewusst und effizient mit Energie umzugehen ist nun neben der Umstellung der Energielieferungen und einem schnelleren Ausbau der Erneuerbaren das Gebot der Stunde", betonte Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen). Das gelte auch für die Wärmeversorgung der Gebäude im Land. „Schon lange unterstützen wir als Land, energieeffiziente Wärmenetze auszubauen und so dezentrale Heizungsanlagen zu ersetzen. Damit sparen wir neben Energie auch viele Kohlenstoffdioxid-Emissionen ein“, so Walker weiter.
Um ihre kommunalen Gebäude zukünftig effizient mit erneuerbarer Wärme zu versorgen, plant die Gemeinde Kirchhardt (Landkreis Heilbronn) ein neues Nahwärmenetz. Eine Holzhackschnitzelheizung und mehrere Solarthermieanlagen übernehmen die Wärmeerzeugung. Das Umweltministerium unterstützt dieses Vorhaben mit einem Zuschuss von 200.000 Euro. Für ein neues Nahwärmenetz „Ruitzenmühle" erhält die Stadt Winnenden im Rems-Murr-Kreis Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro. Das Netz soll die Gebäude im Neubaugebiet Bildäcker sowie Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände der ehemaligen Ruitzenmühle effizient mit Wärme versorgen. Ein neues Wärmenetz mit rund 1.800 Meter Trassenlänge und 20 bis 30 Hausanschlüssen für Gewerbe, kommunale Gebäude und Wohngebäude soll im Ortsteil Friedlingen der Stadt Weil am Rhein (Landkreis Lörrach) errichtet werden. Die durch die BHKWs generierte elektrische Energie deckt den Strombedarf eines Industriekunden ab. Unterstützt wird das Vorhaben mit 250.000 Euro – einschließlich eines Bonus von 50.000 Euro für besonders geringe Rücklauftemperaturen. Die Nachverdichtung des bestehenden Nahwärmenetzes der Gemeinde Baindt (Landkreis Ravensburg) bezuschusst das Umweltministerium mit 200.000 Euro. Im Rahmen dessen erweitert die Gemeinde ihr Wärmenetz um ein Neubaugebiet und beginnt, die Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen. (ur)

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Stichwörter: Wärmeversorgung, Baden-Württemberg, Eneergieeffizienz



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