Sonntag, 3. Juli 2022

Köln:
Digitale Infrastruktur wächst


[24.5.2022] Die Stadt Köln will – gemeinsam mit dem Land NRW und dem Unternehmen NetCologne – bis 2025 den Glasfaserausbau in unterversorgten Quartieren voranbringen. Schon jetzt ging ein stadtweites LoRaWAN samt passender Plattform in Betrieb, ebenfalls unter Regie von NetCologne.

Köln: Die digitale Infrastruktur der Domstadt wird um Breitband-Anschlüsse auch in Außenbezirken und ein LoRaWAN erweitert. In Köln wird die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut. Mit dem Breitbandprojekt „Weiße Flecken Köln“ sollen bisher unterversorgte Stadtquartiere erschlossen werden. Im gesamten Stadtgebiet freigeschaltet wurden jetzt das LoRaWAN-Funknetz und die IoT-Plattform ThingsNet.
Im Rahmen des Breitband-Ausbauprojekts investiert die Stadt mit dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 33 Millionen Euro in eine zukunftssichere Glasfaseranbindung. Besonders schlecht versorgte Adressen, die auf weniger als 30 Megabit pro Sekunde zugreifen können, sollen an das Breitbandnetz angeschlossen werden, wie die Stadt berichtet. Das Projekt erstreckt sich über das gesamte Kölner Stadtgebiet mit rund 230 Kilometern Tiefbau und bringt teilweise erstmalig Glasfaser in die bisher unterversorgten Außenbezirke. Der Ausbau erfolgt durch das regionale Telekommunikations- und Kabelnetzunternehmen NetCologne, das zu 100 Prozent auf Glasfaser und FTTH setzt.
Das Projekt soll bis Ende Juni 2025 abgeschlossen sein. Durch die konsequente Nutzung von Förder-Updates im laufenden Förderverfahren können insgesamt über 17.000 Wohn- und Geschäftseinheiten mit Glasfaser versorgt werden, darunter sechs Schulen in privater Trägerschaft und ein Krankenhaus. Damit habe sich die Anzahl der Adressen gegenüber dem ursprünglichen Förderszenario um das Vierfache erhöht, so die Stadt Köln.

Bereit für Smart-City-Anwendungen

Seit dem 18. Mai 2022 ist Köln zudem einen Schritt weiter auf dem Weg zur Smart City. Die Funktechnologie LoRaWAN wurde freigeschaltet, gleichzeitig gingen rund 40 Datenempfangsstationen, so genannte Gateways, auf Empfang. Dies berichtet das Unternehmen NetCologne, das auch dieses Projekt verantwortet. Weitergeleitet werden die Daten von dort aus an die – ebenfalls von NetCologne aufgebaute – Plattform ThingsNet. Diese wertet die Informationen aus und stellt sie anwenderspezifisch zur Verfügung. Gespeichert werden die Daten in den Rechenzentren von NetCologne in Köln. Damit entstehe ein hochsicherer Datenkreislauf, der es ermöglicht, dass Gegenstände und Maschinen über Sensoren kommunizieren, Daten ausgewertet und für smarte Dienste genutzt werden.
Mit städtischen Partnerunternehmen setzt NetCologne bereits verschiedene smarte Anwendungen in der Praxis um. So werden mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln (AWB) ausgewählte Müllcontainer digital überwacht, um diese nur bei Bedarf zu leeren. Mit dem Energieversorger RheinEnergie werden Kabelverteilerschränke online auf Störungen kontrolliert. Und für die Kölner Verkehrsbetriebe steuern LoRaWAN-Sensoren die Heizungen für Straßenbahnweichen. (sib)

Weitere Informationen zum Projekt „Weiße Flecken Köln“ (Deep Link)
https://netcologne-unternehmen.de

Stichwörter: Breitband, NetCologne, Köln, Smart City

Bildquelle: Marius Becker

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband

Rostock: Schule ans Breitbandnetz angeschlossen
[27.6.2022] Die Stadtwerke Rostock wollen bis Spätherbst 2023 über 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Der Startschuss für dieses Vorhaben ist jetzt mit dem Anschluss einer Rostocker Grundschule gefallen. mehr...
In Rostock wurde jetzt die erste Schule im geförderten Breitbandausbau-Projekt an das Glasfasernetz angeschlossen.
Bannewitz: Spatenstich für Breitbandausbau erfolgt
[22.6.2022] In der sächsischen Gemeinde Bannewitz ist jetzt der Startschuss für den Glasfaserausbau gefallen. Bis Ende 2024 wird SachsenEnergie knapp 1.000 Hausanschlüsse mit schnellem Internet versorgen. mehr...
Spatenstich für schnelles Internet in Bannewitz.
Glasfaserausbau: Wettbewerb zieht massiv an Interview
[16.6.2022] Der Glasfaserausbau lässt sich nicht nebenbei erledigen, sagt Christoph Lüthe im Interview. Der Geschäftsführer der Vitronet-Gruppe spricht auch über die Herausforderungen für Stadtwerke. mehr...
Christoph Lüthe
Ried: Erweiterung des Glasfasernetzes
[13.6.2022] Die im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg gelegene Gemeinde Ried hat jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem Glasfaseranbieter M-net und dem Netzbetreiber miecom-Netzservice unterzeichnet. Damit ist die Grundlage für den flächendeckenden Glasfaserausbau in Ried geschaffen. mehr...
Die Gemeinde Ried hat jetzt einen Kooperationsvertrag mit M-net und miecom über den flächendeckenden Glasfaserausbau unterzeichnet.
Wolfschlugen: Glasfaserausbau abgeschlossen
[13.6.2022] In der bei Stuttgart gelegenen Gemeinde Wolfschlugen sind nun alle Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. Die tktVivax Group hat bei diesem Projekt erstmals den eigenwirtschaftlichen Ausbau mit dem geförderten kombiniert. mehr...
In der Gemeinde Wolfschlugen verfügen nun alle Haushalte über einen Zugang zum Breitbandnetz.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH

Aktuelle Meldungen