Freitag, 19. August 2022

Kassel:
Klimaneutraler Jungfernkopf


[18.7.2022] Für den Stadtteil Jungfernkopf erstellt die Stadt Kassel ein energetisches Quartierskonzept, das mögliche Einsparpotenziale aufzeigen soll. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität zu erreichen.

Der Kasseler Stadtteil Jungfernkopf soll bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Im Rahmen des jetzt gestarteten Modellprojekts erstellt die Stadt ein energetisches Quartierskonzept, das zeigen soll, wo konkrete Handlungsmöglichkeiten bei Gebäuden und im Wohnumfeld sowie bei Energieversorgung, Mobilität und Konsum bestehen. Wie die Stadt Kassel weiter mitteilt, können Interessierte bis Ende Juli zudem an einer Online-Befragung auf der städtischen Website teilnehmen, bei der erste Impulse für die Konzepterstellung gesammelt werden.
Der Ortsbeirat Jungfernkopf hatte Ende 2019 beschlossen, Energiewendestadtteil zu werden und bei der Stadt um Unterstützung gebeten. Der Ortsvorsteher des Stadtteils, Christian Unverzagt (SPD), freut sich, dass es nun losgeht. „Wir wollen hier im Stadtteil unseren Beitrag zu den Zielen der Stadt leisten. Dazu entwickeln wir jetzt gemeinsam mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern konkrete Maßnahmen, die den Menschen helfen, notwendige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und dabei auch dauerhaft Energiekosten zu sparen.“
Zur Erstellung des Quartierskonzepts hat die Stadt Kassel nach eigenen Angaben das Büro KoRis (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung und Energie Konzepte Klimaschutz Siepe) aus Hannover beauftragt. Dieses starte nun mit Ortsbegehungen sowie der Berechnung von Treibhausgasbilanzen und Einsparpotenzialen. „Die Datenerhebungen bieten uns eine gute Grundlage, um konkret zeigen zu können, wo Einsparpotenziale bestehen und wie der Stadtteil klimaneutral werden kann“, erklärt dazu Dieter Frauenholz vom Büro KoRiS. Darüber hinaus hat die Stadt Kassel eigens einen Quartiersmanager eingestellt, der das Projekt über die kommenden Jahre begleiten, Ansprechpartner sein und die Maßnahmen aus dem Konzept umsetzen wird.
Zur Finanzierung der energetischen Quartierskonzepte erhält die Stadt Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Zusätzliche Fördermittel gibt es vom Land Hessen – insgesamt muss die Stadt Kassel so nach eigenen Angaben nur fünf Prozent der anfallenden Kosten in Höhe von 140.000 Euro zahlen. Auch die Stelle des Quartiersmanagers werde gefördert. (bw)

https://www.kassel.de/eqk-jungfernkopf

Stichwörter: Energieeffizienz, Energetische Sanierung, Kassel



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energieeffizienz

25. Energietag Rheinland-Pfalz: Versorgungssicherheit im Fokus
[8.8.2022] Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt des 25. Energietags Rheinland-Pfalz. Die Veranstaltung Ende September kann vor Ort an der Technischen Hochschule Bingen oder online besucht werden. mehr...
Bundestag: Energiesparmaßnahmen umgesetzt
[4.8.2022] Angesichts der aktuellen Energiekrise hat der Ältestenrat des Bundestags mehrere Energiesparmaßnahmen beschlossen. Deren Umsetzung geht zügig voran. mehr...
Energiesparmaßnahmen des Bundestags: Reichstagskuppel bleibt nachts künftig dunkel.
Mönchengladbach: LED-Technik halbiert Stromverbrauch
[1.8.2022] In drei Schulen in Mönchengladbach wird die Beleuchtung gegen moderne LED-Lampen ausgetauscht. Die Stadt kann damit Geld sparen und den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. mehr...
Mönchengladbach: Schulen erhalten energiesparende Beleuchtung.
Effiziente Gebäude 2022: Energiewende im Bausektor
[14.7.2022] Die klimaneutrale Zukunft im Bausektor steht im Fokus der Fachkonferenz „Effiziente Gebäude 2022“. Fünf Online-Seminare und eine Präsenzveranstaltung in Hamburg beschäftigen sich mit aktuellen Projekten, Planungsstrategien und Marktentwicklungen. mehr...
Berliner Stadtwerke: Cooler Energiemix für heißen Alex
[12.7.2022] Die Berliner Stadtwerke wollen das Haus der Statistik am Alexanderplatz künftig mit einem kalten Nahwärmenetz versorgen. mehr...
Haus der Statistik am Alexanderplatz wird künftig von den Berliner Stadtwerken mit Wärme und Kälte versorgt.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energieeffizienz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen