Dienstag, 4. Oktober 2022

Stadtwerke Münster:
Förderung für Grüne Wärme


[30.8.2022] Die Stadtwerke Münster haben sich die Förderung für ein innovatives Wärmesystem im Hafen-Kraftwerk gesichert. Genutzt wird dabei die Wärme des Dortmund-Ems-Kanals mittels einer Großwärmepumpe.

Im Heizkraftwerk am Hafen gewinnen die Stadtwerke künftig auch mit Hilfe einer Großwärmepumpe Wärme des Dortmund-Ems-Kanals.
Die Stadtwerke Münster haben von der Bundesnetzagentur eine millionenschwere Förderzusage für ein innovatives Kraft-Wärme-Kopplungssystem (iKWK) erhalten. Die Förderung sichert die Finanzierung eines ersten Bausteins für die erneuerbare Fernwärmeerzeugung am Hafen. Das teilen die Stadtwerke mit. „Wir verfolgen konsequent den Weg zur grünen Fernwärme, den wir 2020 vorgestellt haben. Mit dem geplanten iKWK-System konkretisiert sich der erste Baustein, sagt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Die Stadtwerke planen ein kombiniertes System aus Großwärmepumpe, Blockheizkraftwerk und der vorhandenen Power-to-Heat-Anlage im Hafenkraftwerk. Zum Jahresende schreiben die Stadtwerke das Projekt aus, 2024 soll es in Betrieb gehen. Die neue Anlage wird drei Wärmeerzeuger kombinieren: Ein modernes Blockheizkraftwerk wird gleichzeitig sowohl Heizwärme als auch Strom produzieren. Es wird mit Erdgas betrieben und kann bei Stromausfall die gesamte Wärmeerzeugung am Hafen mit einer Ersatzstromfunktion wieder anfahren. Die geplante Wärmepumpe wird mit Ökostrom betrieben und kommt vollständig ohne fossile Energien aus. Ergänzt werden die beiden Wärmeerzeuger durch die bestehende Power-to-Heat-Anlage der Stadtwerke im Rundbunker am Hafenkopf. Sie erzeugt aus überschüssigem erneuerbaren Strom Wärmeenergie.
Das innovative KWK-System kann jährlich bis zu zehn Gigawattstunden Wärmenergie in das Fernwärmenetz einspeisen. Das entspricht dem Wärmebedarf von rund 800 Haushalten. Es ersetzt an gleicher Stelle ein bisheriges erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk, dessen Austausch technologisch ansteht. Der grüne, technische Clou ist die Verbindung von Großwärmepumpe und Dortmund-Ems-Kanal: Die Großwärmepumpe gewinnt die Wärmeenergie aus dem Wasser des Dortmund-Ems-Kanals und speist die Wärmeenergie ins Fernwärmenetz ein. Negative Folgen für die Gewässerökologie sind nicht zu befürchten. Im Gegenteil: Weil das abgekühlte Wasser in den Kanal zurückgeleitet wird, hat die Anlage einen kühlenden Effekt auf das Wasser im Stadthafen. (ur)

https://www.stadtwerke-muenster.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Abwärme, Großwärmepumpe

Bildquelle: Stadtwerke Münste

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energieeffizienz

Wertheim: 50 Maßnahmen zum Energiesparen
[29.9.2022] Die Stadt Wertheim will der Energiekrise mit Augenmaß begegnen. Entsprechende Sparmaßnahmen wurden im Gemeinderat erläutert. mehr...
Wertheim will den den Energieverbrauch um 20 Prozent senken.
Stadtwerke Witten: Ein Viertel weniger Energieverbrauch
[16.9.2022] Die Stadtwerke Witten werden im zweiten Halbjahr 2022 voraussichtlich 25 Prozent weniger Energie verbrauchen als 2019. Dazu tragen unter anderem die Abschaltung eines BHKW, die Absenkung der Wassertemperatur in den Bädern, die Reduzierung der Außenbeleuchtung oder die Verringerung der Raumtemperaturen bei. mehr...
Trianel: Im Metaversum Energie sparen
[9.9.2022] Mit einer virtuellen 3D-Umgebung will Trianel die Energiespar-Kampagnen der Stadtwerke unterstützen. Das so genannte Metaversum Energiesparen soll den Zugang zum Thema erleichtern. Die Fertigstellung des Blueprint soll noch im September erfolgen. mehr...
Trianel will mittels solcher 3D-Umgebungen Energiesparmöglichkeiten aufzeigen.
Bonn: MVA als Place to be Interview
[24.8.2022] Nach rund 30 Jahren verlässlichem Betrieb soll die Anlagentechnik der Müllverwertungsanlage Bonn (MVA) erneuert werden. Im Interview erläutert der langjährige Geschäftsführer der MVA Bonn, Manfred Becker, das von der Stadt entwickelte Nachfolgekonzept bonNova. mehr...
Effiziente Gebäude 2022: Auftakt der Fachkonferenz
[24.8.2022] Am 30. August findet mit dem Online-Seminar „Kostengünstig Bauen und Wohnen“ der Auftakt zur Fachkonferenz Effiziente Gebäude statt. Ausgerichtet wird sie von ZEBAU. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energieeffizienz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen