Montag, 28. November 2022

RWE:
Kohleausstieg schon 2030 möglich


[5.10.2022] RWE plädiert für eine Verständigung auf einen Kohleausstieg schon 2030. Dies trage maßgeblich zur Erreichung deutscher Klimaschutzziele bei.

Keine Perspektive für Garzweiler: RWE will bis 2030 die Verstromung von Braunkohle beenden. RWE ist bereit, die Braunkohleverstromung 2030 zu beenden. Diese Entscheidung ist Bestandteil einer Verständigung des Unternehmens mit dem zuständigen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, die heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Zusätzliche Kompensationen für das Unternehmen sind mit der Entscheidung nicht verbunden. RWE bekräftigte zugleich ihre Pläne, massiv in die Energiewende zu investieren. Das vereinbarte Vorziehen des Braunkohleausstiegs um acht Jahre entspricht einer Halbierung der bisher vorgesehenen Zeitspanne. Dadurch werden rund 280 Millionen Tonnen Kohle in der Erde bleiben. Das entspricht rund 280 Millionen Tonnen CO2, die nicht mehr emittiert werden. Somit leistet RWE einen maßgeblichen Beitrag dafür, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann. Die langfristige CO2-Bilanz des Unternehmens wird sich so noch einmal erheblich verbessern. Bereits vor dieser Entscheidung befand sich die Unternehmensstrategie im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen. Der Kohleausstieg 2030 ist die Basis für RWE, ihren Reduktionplan nun sogar auf den 1,5-Grad-Pfad anpassen zu können.
Für viele Beschäftigten bei RWE ist der vorgezogene Ausstieg eine Entscheidung mit großer Tragweite. Während kurzfristig mehr Personal gebraucht wird, um in der Energiekrise zusätzliche Kraftwerke zu betreiben, wird sich der Personalabbau zum Ende des Jahrzehnts deutlich beschleunigen. Das Unternehmen begrüßt, dass der Bund diesen Weg durch gesetzliche Regelungen für die Nutzung des Anpassungsgeldes begleiten will. RWE will den Personalanpassungsprozess an den neuen Stilllegungspfad wie bisher sozialverträglich umzusetzen. Es ist das Ziel, auch jüngeren Beschäftigten, die nicht vorzeitig in den Ruhestand gehen können, eine Perspektive im Unternehmen oder bei anderen Arbeitgebern aufzuzeigen. Umfangreiche Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen sollen den Anpassungspfad unterstützen. Damit der Kohleausstieg möglich wird, muss die Energiewende 2030 soweit fortgeschritten sein, dass die Versorgungssicherheit Deutschlands nicht gefährdet ist. Dafür braucht es einen massiven Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen, Speichern sowie zusätzlicher gesicherter Leistung in Form von modernen Gaskraftwerken, die perspektivisch mit Wasserstoff betrieben werden können. Für deren Errichtung will der Bund einen Rahmen schaffen, um Investitionen in diese Anlagen zu ermöglichen. (ur)

https://www.rwe.com

Stichwörter: Klimaschutz, RWE, Kohleausstieg

Bildquelle: RWE

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Difu-Wettbewerb: Zehn klimaaktive Kommunen prämiert
[23.11.2022] Im Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2022 wurden zehn Preisträger ausgezeichnet. Sie freuen sich über jeweils 25.000 Euro Prämie. Das Preisgeld wird für weitere Klimaschutzaktivitäten in den Kommunen genutzt. mehr...
Stadtwerke Stuttgart: Pionier für den Klimafahrplan
[21.11.2022] Bis zum Jahr 2035 will Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart klimaneutral werden. Die Stadtwerke Stuttgart wollen beim Klimafahrplan der Schwabenmetropole vorangehen. mehr...
IÖW: Strom und Gas selbst grün erzeugen
[18.11.2022] Städte können Abfallprodukte aus der Industrie oder Kläranlagen weiternutzen, um nachhaltiges Gas zu gewinnen. Das zeigen mehrere aktuelle Projekte und Studien des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). mehr...
So können Städte nachhaltig Strom und Gas selbst erzeugen.
MVV: Im Klimaschutz Weltspitze
[14.11.2022] Eine Zertifizierung durch SBTi hat die Vorreiterrolle von MVV bei Klimaschutzzielen unter deutschen Energieunternehmen bestätigt. Weltweit sind neben MVV aktuell nur zwei weitere Energieunternehmen Net-Zero-kompatibel. mehr...
Eine SBTi-Zertifizierung bestätigt die Vorreiterrolle von MVV beim Klimaschutz.
Mönchengladbach: Klimaschutz-Auszeichnung erhalten
[9.11.2022] Für ihre Klimaschutzaktivitäten hat die Stadt Mönchengladbach jetzt den European Energy Award erhalten – eine Bestätigung dafür, dass die Kommune mit ihrer Klimastrategie auf dem richtigen Weg ist. mehr...
Die Stadt Mönchengladbach hat jetzt für ihre Klimaschutzaktivitäten den European Energy Award (eea) erhalten

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen