Freitag, 9. Dezember 2022

Saarland:
Startschuss für Wasserstoffprojekt


[24.10.2022] Das BMWK hat Creos Deutschland den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für ihr IPCEI-Vorhaben mosaHYc erteilt. Das Projekt dient dem Aufbau der Wasserstoffwirtschaft im Saarland.

Das IPCEI-Vorhaben mosaHYc (moselle-saar-Hydrogen-conversion) von Creos Deutschland Wasserstoff hat jetzt den vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erteilt bekommen. Wie das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie mitteilt, gehört das Projekt zur IPCEI RHATL-Welle (regional hubs and their links). Diese vereine Projekte, die schwerpunktmäßig die Produktion, den Transport und die Speicherung von Wasserstoff abbilden wollen. Die beihilferechtliche Genehmigung der RHATL-Welle werde für Ende 2022 erwartet.
Das Vorhaben von Creos sei ein grenzüberschreitendes Projektvorhaben zusammen mit GRTgaz (Frankreich) und Encevo (Luxemburg), das in der Drei-Länder-Region Saarland, Grand Est und Luxemburg durch die Entstehung eines insgesamt rund 100 Kilometer langen Wasserstoff-Netzes umgesetzt werden soll. Ziel sei die Etablierung eines regionalen und grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaftssystems, das als Blaupause für den europäischen Binnenmarkt dient und auch Luxemburg die Teilhabe an zukünftigen Wasserstoffprojekten ermöglicht, sodass Wasserstoff in großen Mengen effizient von den Produzenten zu den jeweiligen Abnehmern transportiert werden kann.
In dem insgesamt 100 Kilometer langen Gasleitungsnetz zwischen Völklingen und Perl im Saarland sowie zwischen Bouzonville und Carling im Département Moselle würden 70 Kilometer vorhandene und grenzübergreifende Erdgasleitungen auf Wasserstoff umgestellt.
Rund 30 Kilometer würden als Wasserstoffleitung hinzugebaut, wodurch auch die Versorgung der ROGESA Roheisengesellschaft aus den Wasserstoffquellen in Völklingen-Fenne und St. Avold/Carling bedient werden könnte. Für diesen Neubau, der ab Wallerfangen bis zur Dillinger Hütte umgesetzt werden soll, könne nun auf Grundlage der Erteilung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns die konkrete Trassenplanung durch das Unternehmen beginnen.
Im Zielbild solle mosaHYc Teil des europäischen Wasserstoffverbundnetzes werden. Da die Produktionskapazitäten vor Ort nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, sei dies umso wichtiger, um den zukünftigen Import von grünem Wasserstoff sicherzustellen. (th)

https://www.saarland.de
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu mosaHYc. (Deep Link)
https://www.creos-net.de

Stichwörter: Wasserstoff, Saarland, IPCEI, mosaHYc, RHATL, Creos Deutschland Wasserstoff GmbH



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