Stadtwerke MünchenBauabschnitt von Goethermie-Großprojekt abgeschlossen

Auf dem Gelände des Michaelibads in München entsteht eine Geothermie-Anlage.
(Bildquelle: Stadtwerke München)
Die Arbeiten an den acht Standrohrbohrungen des Geothermie-Projekts Michaelibad in München sind abgeschlossen und markieren den ersten zentralen Baufortschritt des Vorhabens. Wie die Stadtwerke München berichten, wurde dieser Meilenstein rund 16 Monate nach dem offiziellen Spatenstich erreicht.
Auf dem Gelände des Michaelibads, einem öffentlichen Hallen- und Freibad der Stadtwerke München, entsteht eine Geothermie-Anlage mit einer geplanten Wärmeleistung von über 80 Megawatt. Ergänzt wird das System durch eine Großwärmepumpe mit 21 Megawatt Leistung. Ab dem Jahr 2033 soll die Anlage rund 75.000 Haushalte in München mit Wärme versorgen.
Das Jahr 2025 war nach Angaben der Projektverantwortlichen von umfangreichen Vorbereitungsmaßnahmen geprägt. Dazu gehörten der Bau eines umlaufenden Lärm- und Sichtschutzzauns im Juni, die Baufeldvorbereitung für den Bohrplatz im August sowie die Errichtung eines Brauchwasserbrunnens und die Einrichtung des Besuchercontainers „Checkpoint Michi“ im Oktober. Den Abschluss dieser Phase bildeten die acht Standrohrbohrungen. Diese dienen als tiefreichende Schutzrohre, die den oberen Bereich der späteren Bohrungen stabilisieren und zugleich eine Barriere zwischen Bohrloch und Grundwasser herstellen.
Mit dem Abschluss dieser Arbeiten beginnt 2026 die nächste Projektphase. Laut Stadtwerken München startet voraussichtlich Mitte des Jahres der Bau des unterirdischen Bohrkellerbauwerks. Für diesen Abschnitt ist eine Bauzeit von etwa 20 Monaten vorgesehen. Nach Fertigstellung der Bohrkeller folgt der nächste Bauabschnitt mit der Errichtung der Wärmezentrale.
Für den Standort Michaelibad ist eine weitgehend unterirdische Ausführung der technischen Infrastruktur geplant. Der Bohrkeller erhält zwei kleine Zugangsbauwerke, während alle üblicherweise an der Oberfläche angeordneten Komponenten einer Geothermie-Bohrung vollständig in den Untergrund verlegt werden. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Anlage im Badebereich zu minimieren. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll den Badegästen der überwiegende Teil der Liegewiese wieder zur Verfügung stehen.
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