N-ErgieGenehmigung für Altholz-Heizkraftwerk
N-Ergie kann sein geplantes Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth bauen. Wie der Energieversorger mitteilt, liegt die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vor. Vorbereitende Baumaßnahmen laufen bereits, die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 vorgesehen.
Das Heizkraftwerk entsteht auf der Fläche der ehemaligen Kohlesilos. Geplant ist eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, die nicht mehr stofflich verwertbares Altholz zur Erzeugung von Strom und Fernwärme nutzt. Die thermische Leistung aus Kessel und Wärmepumpe soll bis zu 40 Megawatt betragen, die maximale elektrische Leistung zehn Megawatt.
Nach Angaben von N-Ergie gehören zu den derzeitigen Vorarbeiten der Rückbau bestehender Fundamente, der Bau einer Bohrpfahlwand und Erdarbeiten. Anschließend soll der Rohbau beginnen. Vorgesehen sind zudem eine Halle für die Anlieferung des Altholzes per Bahn und Lkw, Silos zur Lagerung sowie Anlagen zur Energieerzeugung und Rauchgasreinigung.
Als Brennstoff soll ausschließlich Altholz dienen, das nicht mehr stofflich verwertet werden kann. Es soll laut N-Ergie von zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben stammen und nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfasst, aufbereitet und bereitgestellt werden.
Eine Absorptions-Wärmepumpe soll zusätzlich Wärme aus den Rauchgasen nutzen. Dadurch soll der Brennstoffausnutzungsgrad nach Berechnungen des Energieversorgers bis zu 98,4 Prozent erreichen. Die Rauchgasreinigung ist darauf ausgelegt, die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte einzuhalten.
N-Ergie arbeitet nach eigenen Angaben seit 2018 an der Planung und Genehmigung des Heizkraftwerks. Das Unternehmen will mit der Anlage den Einsatz fossiler Brennstoffe in der Fernwärmeerzeugung verringern. Nach Angaben des Energieversorgers stammen derzeit mehr als 30 Prozent der Nürnberger Fernwärme aus nicht fossilen Energiequellen.
Am Standort Sandreuth betreibt N-Ergie seit 2012 auch ein Biomasse-Heizkraftwerk. Bereits 2005 stellte das Unternehmen dort die Kohlenutzung ein. Das Gas- und Dampfkraftwerk wurde 2022 mit zwei neuen Turbinen ausgestattet, die nach Unternehmensangaben für den Einsatz von Wasserstoff vorbereitet sind.
Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt
[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme
[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich
[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...
evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt
[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...
dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild
[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...
Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen
[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...
Advertorial: Wärmewende für Stadtwerke finanzierbar machen – Was erfolgreiche Wärmeprojekte ausmacht
[24.09.2026] Die Wärmewende erfordert von Stadtwerken enorme Investitionen – und häufig wird ausgerechnet das knappe Eigenkapital zum Engpass. Wie sich Wärmeprojekte dennoch finanzieren und bis zur Investitionsreife entwickeln lassen und welche Rolle starke Partner dabei spielen, zeigt die Steag Iqony Group. mehr...
Stuttgart: Rechenzentrum versorgt Wärmenetz
[24.09.2026] Im Stuttgarter Synergiepark ist eine neue Wärmeversorgung mit Abwärme aus einem Rechenzentrum in Betrieb gegangen. Das Gebäudenetz soll jährlich rund fünf Gigawattstunden Wärme liefern und bildet den Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Wärmeversorgung im Quartier. mehr...
Tettnang: Nahwärmenetz geht in Betrieb
[24.09.2026] In Tettnang ist nach 14 Monaten Bauzeit das neue Nahwärmenetz schrittweise in Betrieb gegangen. Die ersten öffentlichen und privaten Gebäude werden seit Mitte September mit Wärme aus regionalen Holzhackschnitzeln versorgt. mehr...
Stadtwerke Münster: Zweite Großwärmepumpe ist in Betrieb
[23.09.2026] Die Stadtwerke Münster haben am Stadthafen ihre zweite Großwärmepumpe in den Regelbetrieb genommen. Die Anlage nutzt Wärme aus dem Dortmund-Ems-Kanal und soll mit zwei Megawatt Leistung Fernwärme für rund 800 Haushalte erzeugen. mehr...
Baden-Württemberg: Aquathermie bietet großes Potenzial
[22.09.2026] Ein Gutachten des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) sieht in Flüssen und Seen ein erhebliches Potenzial für die Wärmeversorgung in Baden-Württemberg. Bis 2030 könnten Gewässerwärmepumpen demnach jährlich mindestens 2,5 Terawattstunden Wärme bereitstellen. mehr...
Waldalgesheim: Solarthermie ergänzt Nahwärmenetz
[22.09.2026] Waldalgesheim erweitert sein seit mehr als 20 Jahren bestehendes Nahwärmenetz um eine Solarthermieanlage. Sie soll künftig rund 26 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs decken und den Verbrauch von Holzhackschnitzeln reduzieren. mehr...
Frankfurt am Main: Wärmeplan laut Gutachten rechtswidrig
[21.09.2026] Ein vom Bündnis Wärmewende Frankfurt am Main beauftragtes Rechtsgutachten sieht rechtliche Mängel im kommunalen Wärmeplan der Stadt. Das Bündnis fordert deshalb Nachbesserungen vor der geplanten Beschlussfassung am 1. Oktober. mehr...
NRW.Energy4Climate: Wärmewende in Ostwestfalen-Lippe
[21.09.2026] Kommunen und Stadtwerke haben sich in Lemgo über Wege zu einer bezahlbaren und verlässlichen Wärmeversorgung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die kommunale Wärmeplanung sowie Projekte aus Ostwestfalen-Lippe, die unterschiedliche Ansätze für die Wärmewende verfolgen. mehr...













