Freitag, 9. Oktober 2026

WEMAG41 Millionen Euro Gewinn

[07.06.2023] Energieversorger WEMAG zieht eine erfolgreiche Bilanz für 2022 und will seine Investitionen in die Energiewende stärken.
WEMAG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück.

WEMAG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück.

Der WEMAG-Vorstand mit Caspar Baumgart und Thomas Murche sowie Pressesprecherin Diana Kuhrau stellen mit Klaus-Otto Meyer im Batteriespeicher das Investitionsprogram der WEMAG vor (v.r.n.l.). b

(Bildquelle: WEMAG / Stephan Rudolph-Kramer)

Der kommunale Energieversorger sowie Infrastrukturanbieter und -betreiber WEMAG zieht Bilanz für 2022 und kündigt ein Investitionsprogramm an, das in der Geschichte des Unternehmens beispiellos ist. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von 41,3 Millionen Euro erzielt.
„Die WEMAG war auch im Ausnahmejahr 2022 ein Stabilitätsanker für unsere Kundinnen und Kunden und hat in einem volatilen Marktumfeld eine starke operative Leistung erbracht. Uns kam zugute, dass wir seit der Kommunalisierung der WEMAG im Jahr 2010 das Unternehmen sehr viel breiter aufgestellt haben. Unter anderem haben die Investitionen in eigene Ökokraftwerke und in den Glasfaserausbau die Stabilität des Unternehmens in Krisenzeiten erhöht“, erklärt Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG. „Das gute wirtschaftliche Ergebnis ergibt sich allein aus den Erlösen für erneuerbare Energien, das heißt aus den hohen Börsenstrompreisen. Unseren Kunden konnten wir 2022 aufgrund unserer langfristigen Beschaffungsstrategie noch vergleichsweise günstige Preise anbieten. Das Krisenjahr 2022 hat gezeigt, wie verletzlich und abhängig wir sind und wie wichtig unser Einsatz für eine klimafreundliche und von Energieimporten unabhängige Energieversorgung ist. Diesen Weg müssen wir als Unternehmen und als Gesellschaft noch konsequenter fortsetzen.“
Auch wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien und der damit verbundene Netzausbau für die sichere Energieversorgung Deutschlands dringlich sind, müssen wir die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Blick behalten. Die WEMAG wird daher ihren Handlungsrahmen umsichtig und nachhaltig nutzen. Sie hat ein Maßnahmenpaket entworfen, das ausgerichtet ist auf Klima, Kunden und Kommunen.
Bis 2030 investiert die WEMAG 661 Millionen Euro ins Stromnetz und 235 Millionen Euro in eigene Erneuerbare-Energien-Projekte für eine sichere und saubere Energieversorgung. Für den Anschluss weiterer EE-Anlagen müssen zusätzliche Netzverknüpfungspunkte mit einem Investitionsvolumen von mehreren Hundert Millionen Euro entstehen. Derzeit liegen Anträge auf Anschluss von EE-Anlagen für rund 16.000 Megawatt vor.
Für Kunden, die wirtschaftlich besonders schwer betroffen sind, legt die WEMAG zur Vermeidung von Energiesperren einen Härtefallfonds im Umfang von einer Million Euro auf. Das Hilfsangebot richtet sich an Kundinnen und Kunden, die infolge der krisenbedingten Preissteigerungen und besonderer persönlicher Umstände in Not geraten sind. Betroffene sollten sich möglichst frühzeitig bei der WEMAG melden, damit gemeinsam eine Lösung gefunden werden kann, bevor eine Sperrung droht.
Der Kommunale Anteilseignerverband (KAV) der WEMAG mit seinen 201 Mitgliedsgemeinden aus der Region hält 74,76 Prozent der WEMAG-Aktien, die ebenfalls kommunale Thüga Aktiengesellschaft 25,10 Prozent und die Stadt Grabow 0,14 Prozent. Die Ausschüttungen an die Anteilseigner betragen wie auch in den vergangenen Jahren insgesamt 16,05 Millionen Euro und bleiben damit stabil.



Stichwörter: Unternehmen, WEMAG


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