Donnerstag, 22. Oktober 2026

Stadtwerke KarlsruheFernwärme für 25.000 Wohnungen

[25.01.2013] Die Stadtwerke Karlsruhe haben die 25.000ste Wohnung mit einem Fernwärmeanschluss ausgestattet. Ziel sind 30.000 Wohnungen bis zum Jahr 2020.
In der Stephanienstraße befindet sich die 25.000ste fernwärmebeheizte Wohnung der Stadtwerke Karlsruhe. Die Eigentümergemeinschaft des Mehrfamilienhauses hat die bisherige Ölheizung abgeschafft.

In der Stephanienstraße befindet sich die 25.000ste fernwärmebeheizte Wohnung der Stadtwerke Karlsruhe. Die Eigentümergemeinschaft des Mehrfamilienhauses hat die bisherige Ölheizung abgeschafft.

(Bildquelle: Stadtwerke Karlsruhe)

In Karlsruhe werden jetzt 25.000 Wohnungen mit Fernwärme beheizt. Wie die Stadtwerke Karlsruhe mitteilen, hat sich die Eigentümergemeinschaft des neu angeschlossenen 15-Parteien-Wohnhauses im Mai 2011 entschieden, von der Ölheizung auf die Fernwärme umzusteigen. Nun sei der Anschluss fertig und der Öltank stillgelegt. Durch die Umstellung verringere sich der jährliche CO2-Ausstoß um 32 Tonnen, was einer Einsparung von etwa 75 Prozent entspreche. Unternehmensangaben zufolge entsteht die Wärme zusammen mit Strom im Rheinhafen-Dampfkraftwerk und im Heizkraftwerk West im Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb. Darüber hinaus werde Abwärme aus den Produktionsprozessen einer Raffinerie für die Fernwärmeversorgung genutzt. Allein hierdurch werden jährlich 65.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Stadtwerke investieren innerhalb von zehn Jahren 130 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme. „25.000 Wohnungen sind bereits angeschlossen, 30.000 sollen es werden – dann wird der Anteil der Fernwärme am Heizenergiemarkt in Karlsruhe bei über 20 Prozent liegen,“ sagt Holger Ochs, Abteilungsleiter der Energieberatung bei den Stadtwerken Karlsruhe. „Wir sind zuversichtlich, dieses Ziel spätestens im Jahr 2020 zu erreichen.“ Bereits jetzt hat das Unternehmen für über 4.500 weitere Wohnungen unterzeichnete Verträge vorliegen, so Ochs. Laut der Pressemitteilung werden in der baden-württembergischen Kommune neben den 25.000 Wohnungen mehr als 1.200 Gewerbebetriebe, Unternehmen, Kaufhäuser und öffentliche Gebäude mit Fernwärme versorgt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Hamburg: enercity versorgt neuen Stadtteil

[20.10.2026] enercity übernimmt die Wärme- und Kälteversorgung des neuen Hamburger Stadtteils Grasbrook. Bereits zum Versorgungsstart 2031 sollen mehr als 90 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme stammen. Bis 2040 ist eine vollständig klimaneutrale Versorgung geplant. mehr...

Wärmenetze: Banken sehen hohe Finanzierungsrisiken

[19.10.2026] Banken schätzen die Finanzierung von Wärmenetzen als riskanter ein als die von Stromnetzen. Eine Studie des Fraunhofer ISI zeigt, welche Hürden beim Ausbau der Fernwärme bestehen und wie sich die Finanzierung erleichtern lässt. mehr...

Oldenburg: Wärmewende-Beirat nimmt Arbeit auf

[19.10.2026] In Oldenburg hat ein Beirat zur Begleitung der kommunalen Wärmewende seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium soll Empfehlungen erarbeiten, wie die Stadt ihre Wärmeversorgung klimaneutral gestalten und dabei soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen kann. mehr...

Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt

[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen

[12.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen sollen ab 2027 regenerative Wärme für die Fernwärmeversorgung liefern. mehr...

Meersburg: Wärme aus dem Bodensee

[12.10.2026] Baden-Württemberg will landeseigene Gebäude in Meersburg künftig mit Wärme aus dem Bodensee versorgen. Insgesamt 13 Liegenschaften sollen schrittweise an das geplante Seewärme-Netz angeschlossen werden. mehr...

Stuttgart: Stadtwerke prüfen neues Wärmenetz in Feuerbach

[12.10.2026] Die Stadtwerke Stuttgart prüfen den Aufbau eines Wärmenetzes in Feuerbach, das zwischen 2030 und 2035 entstehen könnte. Eigentümer und Unternehmen können bereits jetzt unverbindlich ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. mehr...

Dresden: Wärmeplan beschlossen

[07.10.2026] Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Mit dem Digitalen Energielotsen setzt die Stadt bereits eine Maßnahme um, die Gebäudeeigentümer bei Fragen zu Wärmeversorgung, Sanierung und Heizungstausch unterstützen soll. mehr...

N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk

[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...

Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt

[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme

[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...

Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich

[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...

evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt

[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...

dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild

[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...

Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen

[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...