Stadtwerke BochumMilliardeninvestitionen geplant
Die Stadtwerke Bochum haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis nach Steuern von 105,4 Millionen Euro abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, lag das Ergebnis damit 15,5 Millionen Euro über dem Wirtschaftsplan. Dazu hätten insbesondere Sondereffekte aus dem Handelsgeschäft sowie aus dem bereits 2024 abgeschlossenen Verkauf der STEAG-Beteiligung beigetragen. Nach Angaben der Stadtwerke werden 75 Millionen Euro Gewinn an die Stadt Bochum abgeführt. Hinzu kommen 22 Millionen Euro Konzessionsabgaben. Insgesamt unterstütze die Stadtwerke-Gruppe den städtischen Haushalt damit im Jahr 2025 mit 97 Millionen Euro.
Klarer Plan
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte das Unternehmen rund 131 Millionen Euro in die Transformation der Energie- und Wärmeversorgung. Für den Zeitraum von 2024 bis 2030 ist ein Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro vorgesehen. Frank Thiel, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding, erklärte: „2025 war für die Stadtwerke Bochum erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Das starke Ergebnis gibt uns die notwendige Stabilität, um die großen Zukunftsinvestitionen für Bochum entschlossen anzugehen.“
Mit Blick auf die kommenden Jahre verwies er auf die umfangreichen Investitionen, die unter anderem durch höhere Zinsaufwendungen und Abschreibungen die Ergebnisse belasten würden. Zugleich betonte er: „Die gute Nachricht ist: Wir starten aus einer starken Position. Unsere Bilanz ist solide und wir haben einen klaren Plan.“
Investitionsschwerpunkt Wärmewende
Ein Schwerpunkt der Investitionen ist nach Angaben des Unternehmens die Wärmewende. Grundlage sei die kommunale Wärmeplanung, die gemeinsam von Stadt, Stadtwerken und Wohnungswirtschaft entwickelt worden sei. Sie unterscheide zwischen Fernwärmegebieten und Bereichen, in denen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen im Vordergrund stehen.
Elke Temme, Geschäftsführerin Transformation der Stadtwerke Bochum Holding, sagte: „Die kommunale Wärmeplanung zeigt, welche klimafreundliche Heizlösung an welchem Standort langfristig sinnvoll und wirtschaftlich ist.“ Im Fernwärmegebiet solle das bestehende Netz bis 2045 verdoppelt werden. Für viele Gebäude außerhalb dieser Gebiete seien Wärmepumpen nach den Ergebnissen der Wärmeplanung langfristig die sinnvollste Lösung. Temme verwies zugleich darauf, dass die Entscheidung über die Heiztechnik letztlich bei den Eigentümerinnen und Eigentümern liege.
Auch die Stromnetze sollen ausgebaut werden. Bis 2030 investieren die Stadtwerke nach eigenen Angaben rund 150 Millionen Euro in die Strominfrastruktur. Geplant sind unter anderem Netzverstärkungen, der Ausbau des 20-Kilovolt-Netzes, neue Umspannwerke sowie die Digitalisierung der Ortsnetzstationen.
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