Montag, 9. Februar 2026

gat | wat 2023Tempo ist gefragt bei Wasserstoff

[21.08.2023] „Stark in die Zukunft“ lautet das Motto der gat | wat 2023, die Anfang September in Köln stattfindet.
Vom 6. bis 7. September 2023 findet der DVGW-Leitkongress gat | wat in Köln statt.

Vom 6. bis 7. September 2023 findet der DVGW-Leitkongress gat | wat in Köln statt.

(Bildquelle: Bildschön GmbH/Trenkel)

Laut dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) ist 2023 das entscheidende Jahr für Wasserstoff. „Es muss jetzt gelingen, den Energieträger politisch und technologisch im Energieversorgungssystem Deutschlands so zu verankern, dass eine Wasserstoffwirtschaft sowohl im Wärme- und Industrie- als auch im Mobilitätssektor möglich wird“, sagt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Gerald Linke. Die Branche sei auf diesem Weg bereits weit vorausgegangen. Damit sind vor allem diverse Initiativen gemeint, die in jüngster Zeit gestartet wurden.
Kürzlich hat beispielsweise ein Forschungsprojekt des DVGW grünes Licht hinsichtlich der im deutschen Gasnetz verbauten Stahlrohrleitungen für den Transport von Wasserstoff gegeben. Die Untersuchungen von Open Grid Europe und der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart zeigen, dass es bei der grundsätzlichen Eignung im Vergleich zu Erdgas keine Unterschiede gibt. Und auch im Bereich der Standardisierung gab es Fortschritte. Die gemeinsam mit sechs weiteren Verbänden und Organisationen vom DVGW gestartete Normungsroadmap Wasserstofftechnologien verfolgt vorwiegend zwei Ziele: Ein strategischer Fahrplan für die zukünftige Wasserstoffnormung soll erarbeitet sowie der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft und einer Qualitätsinfrastruktur unterstützt werden.

Planungsprozess vertiefen

Bereits im vergangenen Jahr begannen unter der Federführung der Initiative H2vorOrt die Arbeiten für die Umsetzung des Gasnetzgebietstransformationsplans (GTP). Die zweite Planungsphase wurde im Frühjahr 2023 in Angriff genommen. Im Mittelpunkt steht nun die Vertiefung des angestoßenen Planungsprozesses. Hierzu veröffentlichte H2vorOrt unter anderem das Planungshandbuch für den GTP 2023.
Nach Ansicht der Gasbranche ist nun die Politik gefordert. „Das Kerngerüst der Wasserstoffinfrastruktur und weitere Ausbaupläne haben unsere Mitgliedsunternehmen bereitgestellt“, betont Linke. „Die Regierung muss jetzt nachziehen und eilig Gesetze auf den Weg bringen, die Wasserstoff stärker als bisher mitdenken.“ Nur mit dem Grundsatz der Technologieoffenheit werde Deutschland ein leistungsfähiger Industriestandort bleiben.
Zu regen Diskussionen gibt es also ausreichend Anlass und Anfang September auch einen passenden Termin dafür: Vom 6. bis 7. September 2023 findet der DVGW-Leitkongress gat | wat in Köln statt. Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto „Stark in die Zukunft“ und bündelt das Know-how der Branche zu einer umfassenden Standortbestimmung. Unter anderem sind der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller, die Wirtschaftsweise Professor Veronika Grimm sowie Anne Katherina Weidenbach von der EU-Kommission vor Ort.

Standortbestimmung in Köln

Die inhaltlichen Schwerpunkte sind vielfältig. Neben der Neuordnung der Energieversorgung und Versorgungssicherheit stehen die Themen klimaneutrale Industrie, Perspektiven für die leitungsgebundene Wärmeversorgung sowie ein Update Wasserstoffhochlauf – wo stehen wir regional, national und europaweit? im Mittelpunkt des Branchentreffs. Der zweite Kongresstag widmet sich unter anderem der Transformation der Infrastruktur. Neben einem Update zum GTP wird es sehr konkret: So stellt der Leiter des Projekts TrafoHyVe eine Planungsmethodik zur effizienten Ausgestaltung des Transformationsprozesses der Verteilnetze vor und ein Projekt-Manager von HyCologne Wasserstoff Region Rheinland gibt Einblicke in das Projekt HyPipCo, das die Anbindung einer Wasserstoff-Pipeline für die Region an nationale und internationale H2-Pipelines im Blick hat.

Michael Nallinger




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