Mittwoch, 14. Oktober 2026

Power2Drive Europe RestartDas Ende des fossilen Brenners

[24.08.2021] Die EU hat mit dem Gesetzespaket „Fit für 55“ das Ende der Verbrenner ausgerufen. Der Umstieg auf Elektromobilität ist also umso dringlicher. Die vom 6. bis 8. Oktober in München stattfindende Fachmesse stellt die neuesten Innovationen in diesem Bereich vor.
Vorhergesehene Ausstiegsdaten vom fossilen Verbrennungsmotor verschiedener Staaten im europäischen Raum.

Vorhergesehene Ausstiegsdaten vom fossilen Verbrennungsmotor verschiedener Staaten im europäischen Raum.

(Bildquelle: Solar Promotion GmbH)

Vom 6. bis 8. Oktober präsentiert die Fachmesse Power2Drive Europe Restart in München Ladelösungen, batterieelektrische Fahrzeuge und die intelligente Integration der Elektromobilität in ein erneuerbares Energiesystem. Laut Veranstalter sind diese Themen von besonderem Interesse, da die EU-Kommission mit dem Gesetzespaket „Fit für 55“ den Ausstieg vom fossilen Verbrennungsmotor beschlossen hat. Die Autobauer seien jetzt gefordert, denn nach dem Plan der EU-Kommission müssen die jährlichen Emissionen neuer Fahrzeuge ab 2030 um 55 Prozent niedriger sein als 2021. Für 2035 liege die Quote sogar bei 100 Prozent im Vergleich zu 2021 – damit wären alle Neufahrzeuge ab 2035 emissionsfrei.
„Ein klares Auslaufdatum schafft bei Industrie und Verbrauchern Klarheit über den bevorstehenden Übergang und stellt sicher, dass die EU bei der weltweiten Markteinführung von Elektrofahrzeugen an der Spitze bleibt“, sagt Philippe Vangeel, Generalsekretär von AVERE und Träger auf der Power2Drive Europe. Laut Veranstalter wolle sich der europäische Elektromobilitätsverband in Brüssel weiter dafür einsetzen, das Ausstiegsdatum auf 2030 vorzuziehen.
Damit sei AVERE nicht allein: Einige europäische Länder verfolgen ambitioniertere Ziele als die EU. In Norwegen sollen schon ab 2025 nur noch emissionsfreie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft werden. In den Niederlanden müssen neue Busse ab 2025 emissionsfrei sein, für Pkw gelte das ab 2030. Wie das Intenational Council on Clean Transportation (ICCT) berichtet haben sich Dänemark, Irland und Schweden dazu verpflichtet, den Verkauf oder die Zulassung neuer Verbrenner-Pkw im Jahr 2030 zu beenden. Großbritannien habe ein Verkaufsverbot klassischer Diesel- und Benziner-Pkw für 2030 angekündigt. Bei Ländern ohne bisheriges Ausstiegsdatum wie Deutschland oder mit weit in die Zukunft gerichteten Zielen, wie Spanien mit 2040, sei ein Umdenken gefragt.

Autohersteller signalisieren: Sie sind bereit

Laut den Veranstaltern der Power2Drive Europe Restart haben die meisten Autohersteller ihre Unternehmensstrategie angepasst und bereits selbst den Abschied vom klassischen Verbrennungsmotor angekündigt. Volkswagen nenne 2035 als spätestes Ausstiegsdatum, Fiat und Ford wollen spätestens ab 2030 so weit sein. Mercedes-Benz habe kürzlich angekündigt, bis 2030 „überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen“, nur noch batterieelektrische Automobile anzubieten. Opel wolle in Europa schon 2028 zur reinen E-Marke werden. Die Liste lasse sich fortsetzen: Bei Volvo (2030), Jaguar (2025) und Mini (2031) stehe ebenfalls schon ein Verfallsdatum auf den Verbrennern. Die Branche sei es also, die vorausgehe und den Ländern und ihren Regierungen mit dem jeweiligen Ausstiegsdatum Orientierung biete. Andere Autohersteller setzen von vornherein auf E-Autos, allen voran Tesla, aber auch Polestar (Joint-Venture von Volvo und Geely) und etliche neue Hersteller. Dabei profitiere die Wirtschaft auch von weiteren Symbiosen, denn sektorübergreifende Innovationen zur umweltfreundlichen Mobilität, neue Mobilitätskonzepte und die Einbindung der E-Fahrzeuge als mobile Batteriespeicher ins nachhaltige Energiesystem (Vehicle2Grid) stellen für sie, wie auch für die Nutzer und Gesellschaft, einen Mehrwert dar.

Vernetzung der Branche

Wissensaustausch, Produktinnovationen, Networking und Orientierung auf dem dynamischen Markt der Elektromobilität biete die Power2Drive Europe Restart 2021. Auf der Fachmesse treffen Hersteller, Lieferanten, Installateure, Flotten- und Energie-Manager, Händler und Start-ups auf potenzielle Neukunden und knüpfen neue Geschäftskontakte. Darüber hinaus spiegele die Messe die intelligente Einbindung der Elektromobilität in ein erneuerbares Energiesystem wider, denn sie finde im Rahmen der Innovationsplattform The smarter E Europe gemeinsam mit den Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe und EM-Power Europe statt. The smarter E Europe stehe für intelligent vernetzte Konzepte und Lösungen zur effizienten Erzeugung und Nutzung von Energie. Im Fokus stehen die Möglichkeiten, um mit erneuerbarer Energie sowie durch Dezentralisierung und Digitalisierung die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr intelligent zu verbinden.
Bereits am 24. August 2021 stehe das innovative Zusammenspiel von E-Mobilität, Energie-Management und Photovoltaik im Mittelpunkt des Power2Drive-Webinars „Sustainable and smart: Innovations for electric car charging management“, unterstützt von der Webasto Group. Der belgische Hersteller Smappee und The Mobility House aus Deutschland – Finalisten in der Kategorie „Smart Renewable Energy“ des The smarter E AWARD 2021 – stellen ihre innovativen Lade-Management-Systeme für E-Autos vor.





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