Dienstag, 27. Oktober 2026

Digitale AblesungStromverbrauch im Blick haben

[31.01.2023] Moderne Messeinrichtungen können zu Smart Metern aufgerüstet werden. Ein Beispiel ist die Lösung IOmeter der Firma esc – energy smart control aus Berlin.
Digitale Ablesung: Der IOmeter Core wird mit einem Magnetring an der Infodatenschnittstelle des elektronischen Zählers befestigt.

Digitale Ablesung: Der IOmeter Core wird mit einem Magnetring an der Infodatenschnittstelle des elektronischen Zählers befestigt.

(Bildquelle: esc - energy smart control GmbH)

Bei der Digitalisierung der Energieverbrauchsmessung sieht der Gesetzgeber für die meisten Stromkunden eine eher halbherzige Lösung vor. Wer weniger als 6.000 Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie pro Jahr verbraucht, bekommt eine moderne Messeinrichtung (mME) eingebaut. Oft wird die Frage nach dem Nutzen gestellt. „Dieser digitale Stromzähler bietet nicht viel mehr als der alte analoge Zähler“, bemängelt etwa die Stiftung Warentest. „Der Zählerstand muss weiterhin manuell abgelesen werden, ein komfortabler Überblick über den eigenen Stromverbrauch ist nur eingeschränkt möglich.“

Verbrauchsmessung über Infrarotschnittstelle

Aber auch eine moderne Messeinrichtung kann zu einem Smart Meter aufgerüstet werden. Einige Firmen bieten inzwischen Geräte an, die die Infodatenschnittstelle des elektronischen Zählers auslesen und die Daten an das Smartphone senden. Per App kann der Stromverbrauch dann analysiert werden. Ein Beispiel dafür ist die Lösung IOmeter der Firma esc – energy smart control aus Berlin. Geschäftsführer Philipp M. Krebs erklärt: „Der gesetzlich vorgeschriebene Einbau moderner Messeinrichtungen bringt in seiner jetzigen Form weder dem Kunden noch dem Energieversorger oder Messstellenbetreiber einen Mehrwert.“ Dieser Nachteil wiegt derzeit besonders schwer, weiß Thomas Notemann, ebenfalls esc-Geschäftsführer: „In Zeiten rasant steigender Preise ist das Bedürfnis nach Verbrauchs- und Kostentransparenz so groß wie nie. Die Nutzer wollen ihren Stromverbrauch und damit ihren CO2-Fußabdruck reduzieren und die Kosten leicht verständlich im Blick behalten.“

Auswertung auf dem Smartphone

Das System funktioniert nach Herstellerangaben wie folgt: Eine Hardware-Komponente, der IOmeter Core, wird mit einem Magnetring an der Infodatenschnittstelle des elektronischen Zählers befestigt. Das Dock des IOmeter Core ist mit einer optischen Read-Write-Schnittstelle ausgestattet. Über diese werden PIN-Eingabe und Datenübertragung realisiert. Der batteriebetriebene IOmeter Core enthält außerdem eine Antenne, über die die Daten an das andere Hardware-Element, die IOmeter Bridge, übertragen werden. Diese ist mit dem heimischen WLAN verbunden, empfängt die Daten und stellt sie der IOmeter App zur Verfügung. Auf dem Smartphone erhalten die Verbraucher so eine transparente Darstellung und Auswertung der Daten in Form von Verbrauchs- und Kostenkurven.

Daten bleiben im System

Nach Angaben von esc wird das IOmeter-System über Stromversorger und Messstellenbetreiber vertrieben, entweder als Bestandteil eines intelligenten Stromtarifs oder über Kundencenter. Der Vorteil für den Kunden: Die Verbrauchsdaten werden nur im IOmeter-System gespeichert. Eine Datenübermittlung an den Messstellenbetreiber erfolgt nur dann, wenn der Kunde aktiv und explizit zustimmt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart Metering

Smart Meter Light: Messstellenbetreiber wollen bestehende Gateways nutzen

[22.10.2026] Mehrere wettbewerbliche Messstellenbetreiber schlagen vor, Smart Meter Light auf Basis bestehender Smart-Meter-Gateways einzuführen. Durch die gemeinsame Nutzung der Geräte an räumlich getrennten Messstellen sollen die Kosten sinken und der Roll-out beschleunigt werden. mehr...

bericht

Smart Metering: GWA-Wechsel unter Zeitdruck ­erfolgreich ­gemeistert

[15.10.2026] Der Wechsel der Gateway-Administration ist für Energieversorger eine Herausforderung. Alliander und Kisters haben innerhalb kurzer Zeit gleich drei solcher Migrationen umgesetzt und dabei Erfahrungen gesammelt, die auch für zukünftige Wechsel relevant sind. mehr...

EWE Netz: Smart-Meter-Ausbau über Bundesschnitt

[30.09.2026] EWE Netz hat nach eigenen Angaben 12,1 Prozent seiner Messstellen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Damit lag der Anteil Ende Juni rund doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. mehr...

PwC-Studie: Smart-Meter-Roll-out mit Schwächen im Prozess

[28.09.2026] Der Smart Meter Roll-out in Deutschland hat das gesetzliche Etappenziel für Ende 2025 übertroffen. Eine PwC-Studie zeigt jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Messstellenbetreibern und Schwächen bei Planung, Einbau und Kundenfeedback. mehr...

Smart-Meter-Initiative: Roll-out kommt nur langsam voran

[23.09.2026] Der Smart Meter Roll-out ist im ersten Halbjahr 2026 langsamer vorangekommen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stieg die Roll-out-Quote bis Ende Juni auf 5,9 Prozent. mehr...

Smart-Meter-Initiative: Anbieter kritisieren Westnetz

[22.09.2026] Die in der Smart-Meter-Initiative zusammengeschlossenen Energieanbieter beklagen Probleme beim Smart-Meter-Betrieb im Netzgebiet von Westnetz. Fehlende oder widersprüchliche Messdaten führten dazu, dass Kunden nicht auf Basis ihres tatsächlichen Verbrauchs abgerechnet werden können. mehr...

Smart Meter Roll-out: Gateway für Schleupen-Systeme freigegeben

[09.09.2026] Das Smart Meter Gateway von Sagemcom Dr. Neuhaus ist in die Whitelist des Software-Anbieters Schleupen aufgenommen worden. Damit kann das Gerät in der Schleupen-Systemlandschaft eingesetzt werden. mehr...

BBH-Gruppe/co.met: Digitale Lösung für den Smart Meter Roll-out

[09.09.2026] Die BBH-Gruppe und co.met verknüpfen ihre digitalen Systeme, um Messstellenbetreiber bei Zutrittsproblemen im Smart Meter Roll-out zu unterstützen. Die gemeinsame Lösung soll die operative Bearbeitung mit der rechtlichen Durchsetzung von Zutrittsrechten verbinden. mehr...

metering days: Den Smart Meter Roll-out vorantreiben

[31.08.2026] Die metering days 2026 befassen sich mit dem beschleunigten Smart Meter Roll-out und der Digitalisierung der Stromverteilnetze. Im Mittelpunkt stehen auch mögliche neue Vorgaben der Bundesregierung, europäische Pläne und Kooperationen von Stadtwerken. mehr...

Hertener Stadtwerke: Smart Meter Roll-out läuft

[21.08.2026] Die Hertener Stadtwerke haben inzwischen rund 1.250 intelligente Messsysteme installiert und die gesetzliche Ausbauquote erreicht. Nun bereiten sie den nächsten Schritt vor: die Erprobung von Steuerboxen für die netzorientierte Steuerung. mehr...

rku.it: SMGWA Roadshow macht Station in Dortmund und Ludwigshafen

[21.08.2026] rku.it setzt seine SMGWA Roadshow im September in Dortmund und im November in Ludwigshafen fort. Im Mittelpunkt stehen der Smart Meter Roll-out, regulatorische Anforderungen und weitere Digitalisierungsthemen für Stadtwerke und andere Energieversorger. mehr...

Smart-Meter-Initiative: Leitlinien für Smart Meter Light vorgelegt

[27.07.2026] Die Smart-Meter-Initiative hat technische Leitlinien für ein kostengünstiges Smart Meter Light vorgelegt. Das Konzept soll den Roll-out für Haushalte ohne steuerbare Verbrauchseinrichtungen beschleunigen und setzt auf einfache, aufrüstbare Technik. mehr...

Voltaris: Rezertifizierung erhalten

[22.07.2026] Voltaris ist erneut nach ISO/IEC 27001 für sein Informationssicherheits-Managementsystem zertifiziert worden. Die Rezertifizierung bestätigt die Sicherheitsstandards für Gateway-Administration und CLS-Betrieb und stärkt die Planungssicherheit beim Smart Meter Roll-out. mehr...

Stadtwerke Neustadt: Einführung von aEMT-Basismodul

[01.07.2026] Die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße führen für das CLS-Management das aEMT-Basismodul von Voltaris ein. Damit schaffen sie die technischen Voraussetzungen für die netzdienliche Steuerung nach § 14a EnWG und treiben den Steuer-Roll-out im intelligenten Messwesen voran. mehr...

Advertorial: Rollout zwischen Regulierung und Praxis

[11.06.2026] Der Smart-Meter-Rollout nimmt Fahrt auf – doch zwischen regulatorischen Vorgaben, technischen Anforderungen und Marktprozessen bleibt die Umsetzung anspruchsvoll. Die BDEW-Fachtagung Messwesen 2026 bringt am 29. und 30. September in Köln Expertinnen und Experten aus Behörden, Verbänden und Unternehmen zusammen, um gemeinsam Antworten auf die drängendsten Praxisfragen zu finden. mehr...