Freitag, 9. Oktober 2026

BerlinFünftes Solarpaket vereinbart

[20.11.2025] Reinickendorf und die Berliner Stadtwerke bringen das fünfte gemeinsame Solarpaket auf den Weg und erweitern die Photovoltaikleistung auf öffentlichen Dächern. Bis Mitte 2026 sollen zehn neue Anlagen mit zusammen 827 Kilowatt ans Netz gehen.

Solaranlage auf einem Dach in Reinickendorf.

(Bildquelle: Berliner Stadtwerke)

Der Bezirk Reinickendorf hat mit den Berliner Stadtwerken ein weiteres Ausbaupaket für Photovoltaik vereinbart. Wie die Berliner Stadtwerke mitteilen, wurde die Installation von zehn zusätzlichen Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden mit einer Spitzenleistung von zusammen 827 Kilowatt vereinbart. Diese Anlagen sollen nach Angaben des regionalen Energieversorgers jährlich mehr als 680.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen und damit rund 285 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Die Inbetriebnahme ist bis Mitte 2026 vorgesehen.

Reinickendorf erhöht seine Gesamtleistung damit auf 3,3 Megawatt verteilt auf 43 Dächer und setzt sich vorerst an die Spitze der Berliner Bezirke, die mit Solaranlagen der Stadtwerke ausgestattet werden. Pankow folgt laut Berliner Stadtwerken mit 3,1 Megawatt und 47 Anlagen. Die ersten drei Anlagen für Reinickendorf waren Anfang 2021 ans Netz gegangen.

Bezirksstadtrat Harald Muschner spricht von einem wichtigen Schritt für den lokalen Klimaschutz und bezeichnet Reinickendorf als „echten Solarpionier“. Genannt werden auch die Standorte der geplanten Technik: Dazu zählen unter anderem mehrere Schulen wie die Paul-Löbe-Integrierte Sekundarschule, die Max-Beckmann-Schule, die Jean-Krämer-Schule, das Thomas-Mann-Gymnasium und die Chamisso-Grundschule. Auch die Grundschule am Fließtal und das Frauenzentrum Flotte Lotte erhalten Anlagen, die je nach Standort Leistungen zwischen rund 14 und gut 248 Kilowatt erreichen.

Für das Paket investieren die Berliner Stadtwerke knapp eine Million Euro. Sie übernehmen Bau, Wartung und Betrieb der Photovoltaikanlagen. Der Bezirk bezieht den erzeugten Strom zu einem Preis, der laut Stadtwerke-Geschäftsführer Chris Werner jeweils einen Cent unter dem aktuellen Tarif liegt. Dies entlaste Reinickendorf, weil Formalitäten wie Pachtverträge oder Einspeisevergütungen entfallen. Insgesamt haben die Berliner Bezirke seit 2019 rund 300 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 23 Megawatt beauftragt, von denen nach Angaben des Unternehmens etwa 80 Prozent bereits errichtet wurden.





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