BremenKlimaturm eingeweiht

Ende Juni wurde in Bremen der erste Klimaturm eingeweiht.
v.l.: Tobias Werner, Geschäftsführer Stadt.Energie.Speicher GmbH und Towergy GmbH; Bürgermeister Andreas Bovenschulte; Klaus Meier, Geschäftsführer Stadt.Energie.Speicher GmbH; Prof. Dr. Rolf-Peter Strauß, Geschäftsführer Towergy GmbH
(Bildquelle: Senatspressestelle)
Ende Juni wurde in Bremen der erste Klimaturm eingeweiht.
v.l.: Tobias Werner, Geschäftsführer Stadt.Energie.Speicher GmbH und Towergy GmbH; Bürgermeister Andreas Bovenschulte; Klaus Meier, Geschäftsführer Stadt.Energie.Speicher GmbH; Prof. Dr. Rolf-Peter Strauß, Geschäftsführer Towergy GmbH
(Bildquelle: Senatspressestelle)
Bremen hat auf der Überseeinsel seinen ersten Klimaturm in Betrieb genommen. Die Anlage ist eine großformatige, skalierbare Luft-Wasser-Großwärmepumpe des Bremer Unternehmens Towergy; Bauherr ist Stadt.Energie.Speicher (wir berichteten).
Wie die Senatskanzlei Bremen berichtet, wurde der Klimaturm Ende Juni eingeweiht. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bezeichnete die Technik als „eine echte Wärme-Innovation“. Towergy will nach eigenen Angaben zum Jahresende in Bremerhaven mit der Serienproduktion beginnen.
Der Klimaturm arbeitet als vertikal angeordnete Großwärmepumpe und benötigt laut Unternehmen nur eine sehr kleine Aufstellfläche. Mehr als die Fläche von zwei Parkplätzen sei nicht erforderlich. Je nach Auslegung und Heizsystemen der angeschlossenen Gebäude könne eine Anlage bis zu 300 Wohneinheiten mit Wärme versorgen. Durch die nach oben geführte Abluft und die Bauweise soll das System besonders leise arbeiten. Towergy gibt zudem eine Bauzeit von rund drei Monaten an, die durch die modulare Konstruktion erreicht werde.
Aus Sicht des Bremer Senats eignet sich das Konzept vor allem für Quartiere, in denen ein flächendeckender Fernwärmeausbau wirtschaftlich schwierig ist oder sich Leitungen nur mit hohem Aufwand verlegen lassen. In solchen Gebieten könnten regionale Wärmenetze mit Klimatürmen eine Alternative darstellen. Bovenschulte sagte dazu: „Er stößt in die Lücke zwischen zentraler Fernwärme und dezentralen Wärmepumpen an jedem Haus.“
Der Bürgermeister kündigte an, dass Bremen innovative und lokal angepasste Wärmelösungen weiter unterstützen werde, etwa durch Genehmigungen für notwendige Infrastruktur oder Bohrungen. Besonders in den sogenannten Prüfgebieten der kommunalen Wärmeplanung, die weder eindeutig der Fernwärme noch der dezentralen Einzelversorgung zugeordnet sind, könne der Klimaturm eine mögliche Option sein.
Die Einweihung des ersten Klimaturms gilt damit nicht nur als Demonstrationsprojekt für eine neue Großwärmepumpentechnik, sondern auch als Testfall für alternative Versorgungsmodelle in der kommunalen Wärmewende.
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