Sonntag, 8. November 2026

TettnangRichtfest für Nahwärmezentrale

[24.06.2026] Das Nahwärmeprojekt in Tettnang hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Knapp elf Monate nach dem Spatenstich wurde das Richtfest für die Energiezentrale gefeiert. Die erste Versorgung öffentlicher Gebäude mit erneuerbarer Wärme ist für September 2026 vorgesehen.

Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Wärmeversorgung für Tettnang.

v.l.: Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerk Bodensee; Regine Rist, Bürgermeisterin von Tettnang; Steffen Haller, Leiter Projects im Geschäftsbereich Energy Solutions bei ENGIE Deutschland

(Bildquelle: Regionalwerk Bodensee)

Knapp elf Monate nach dem Spatenstich (wir berichteten) haben ENGIE Deutschland und das Regionalwerk Bodensee das Richtfest für die Nahwärme-Energiezentrale in Tettnang gefeiert. Nach Angaben der Unternehmen fand die Veranstaltung am 19. Juni 2026 gemeinsam mit Bürgermeisterin Regine Rist, beteiligten Baufirmen und Handwerkerinnen und Handwerkern statt. Der Rohbau der Anlage in der Seestraße ist fertiggestellt. Zudem wurden die Hauptleitungen des Nahwärmenetzes verlegt. Der Anschluss der ersten öffentlichen und privaten Gebäude wird derzeit vorbereitet. Die erste Wärmeversorgung ist für September 2026 geplant.

Schule und Rathaus werden zuerst angeschlossen

Zum Start sollen mehr als zehn öffentliche Gebäude an das Netz angeschlossen werden. Dazu zählen nach Unternehmensangaben ein Schulkomplex am Manzenberg sowie das Rathaus. Die Grundlast der Wärmeversorgung übernehmen zwei Biomasseheizkessel. Als Brennstoff dienen Holzhackschnitzel aus der Region. Ein Pufferspeicher soll Lastspitzen ausgleichen. Für den Notfall steht ein Gaskessel zur Verfügung.

Das Regionalwerk Bodensee und ENGIE Deutschland betreiben das Projekt über die gemeinsame Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang. Während ENGIE für Planung und Bau verantwortlich ist, übernimmt das Regionalwerk den Vertrieb sowie den späteren Betrieb von Heizwerk und Wärmenetz.

Wärmewende in der Region

Nach Angaben des Regionalwerks könnten durch das Nahwärmenetz jährlich rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zu fossilen Energieträgern eingespart werden. Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerks Bodensee, sagte: „Das Richtfest ist für uns mehr als ein Baumeilenstein – es ist der Beweis, dass die Wärmewende in der Region ankommt.“





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