KaiserslauternPfälzer Wärme aus dem Untergrund

Im vergangenen Jahr waren Vibro-Trucks in Kaiserslautern und dem Umland unterwegs.
(Bildquelle: Stadtwerke Kaiserslautern)
Die Firma Deutsche ErdWärme unterstützt die Stadtwerke Kaiserslautern bei der Untersuchung des geothermischen Potenzials in der Region Kaiserslautern. Wie die Unternehmen mitteilen, soll geprüft werden, ob Wärme aus dem mitteltiefen und tiefen Untergrund künftig für das Fernwärmenetz genutzt werden kann. Im Rahmen des Projekts „Pfälzer Wärme“ untersuchen Fachleute wasserführende Gesteinsschichten im Untergrund. Diese könnten nach Angaben der Unternehmen später durch hydrothermale Geothermie erschlossen werden.
Seismische 3D-Messungen
Bereits Ende 2025 wurden in einem 143 Quadratkilometer großen Untersuchungsgebiet seismische 3D-Messungen abgeschlossen. Dabei kamen rund 27.000 Geophone zum Einsatz. Die Geräte lieferten Daten zu geologischen Strukturen im Untergrund. Die Deutsche ErdWärme wertet die Daten derzeit aus. Nach Angaben des Unternehmens sollen daraus geologische Modelle erstellt und mögliche geothermische Zielhorizonte identifiziert werden. Zudem soll eine Potenzialstudie die Grundlage für weitere Entscheidungen schaffen.
Präzises Verständnis des Untergrunds
Herbert Pohl, Geschäftsführer von Deutsche ErdWärme, sagte: „Geothermie kann für Städte wie Kaiserslautern ein zentraler Baustein einer sicheren, bezahlbaren und klimafreundlichen Wärmeversorgung werden. Voraussetzung dafür ist ein präzises Verständnis des Untergrunds und eine belastbare wirtschaftliche Bewertung.“
Uwe Baaske, Geothermie-Experte bei den Stadtwerken Kaiserslautern, erklärte: „Mit dem Projekt Pfälzer Wärme schaffen wir die Grundlage, um das geothermische Potenzial unserer Region fundiert zu bewerten.“ Nach Angaben der Unternehmen soll Geothermie langfristig dazu beitragen, die Wärmeversorgung in Kaiserslauternklimafreundlicher zu gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
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