Freitag, 25. September 2026

WasserstoffratErwartungen für Hochlauf

[26.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat rechnet weiterhin mit einem hohen Bedarf an Wasserstoff in Deutschland. Nach einer aktualisierten Prognose dürfte sich der Markthochlauf jedoch verzögern und erst in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre an Fahrt gewinnen.

Der Nationale Wasserstoffrat hat zum Ende seiner ersten Amtszeit seine Bedarfsprognose für Wasserstoff in Deutschland erneut überarbeitet. Wie der Rat mitteilt, waren die verschärfte geopolitische Lage, die wachsende Unsicherheit durch die Politik der USA sowie neue politische Schwerpunkte in Europa und Deutschland Anlass für die Aktualisierung.

Langfristig geht der Nationale Wasserstoffrat weiterhin von einer hohen Nachfrage nach erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff aus. Je nach Szenario erwartet das Gremium in den späten 2040er-Jahren einen Gesamtbedarf von 275 bis 555 Terawattstunden (TWh) Wasserstoff und Wasserstoffderivaten. Das entspreche rund 8,25 bis 16,65 Millionen Tonnen.

Den größten Anteil des Bedarfs sieht der Rat in der Stahl- und Chemieindustrie. Jeweils 20 bis 25 Prozent entfielen voraussichtlich auf die Strom- und Fernwärmeerzeugung sowie auf den Verkehrssektor. Dort werde Wasserstoff vor allem im Schwerlast-, Schiffs- und Luftverkehr benötigt. Im Vergleich zu den Prognosen aus den Jahren 2023 und 2024 rechnet der Nationale Wasserstoffrat nun mit einem späteren Beginn des Markthochlaufs. Dieser werde voraussichtlich erst in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre einsetzen.





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