Freitag, 2. Oktober 2026

denaData Spaces für die Energiewende

[02.07.2026] Rund 50 Akteure aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces aus. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen standardisierte Datenräume den sicheren Datenaustausch erleichtern, die Energiewende unterstützen und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa stärken.

Data Spaces sind vertrauenswürdige Räume für Datenströme.

(Bildquelle: 123rf.com)

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat das Impulspapier „Data Spaces für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands – Leitsätze für eine souveräne und leistungsfähige digitale Energieinfrastruktur“ veröffentlicht. Das Papier wird nach Angaben der dena von rund 50 Unternehmen, Organisationen, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Projekten und Initiativen aus der Energie- und Digitalbranche unterstützt.

Die dena begründet den Bedarf mit den steigenden Anforderungen eines Energiesystems, das zunehmend auf erneuerbaren Energien, dezentralen Erzeugungsanlagen, intelligenten Netzen und flexiblen Verbrauchern basiert. Dadurch nehme der Bedarf an einem sicheren Datenaustausch zu. Nach Angaben der dena ist der Datenaustausch im Energiesektor derzeit häufig durch fragmentierte IT-Landschaften, unterschiedliche Datenstandards und komplexe bilaterale Schnittstellen geprägt. Dies verursache hohe Integrationskosten, erschwere die Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg und begrenze die Skalierbarkeit vieler Anwendungen sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz.

Vertrauenwürdiger Datenaustausch

Data Spaces sollen nach Darstellung der dena einen vertrauenswürdigen Rahmen für den organisations- und sektorenübergreifenden Datenaustausch schaffen. Grundlage seien offene Standards sowie klare und überprüfbare Regeln. Unternehmen und Organisationen sollen dabei die Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst über deren Nutzung entscheiden.

Laut dem Impulspapier könnten effizientere Datenflüsse dazu beitragen, Flexibilitäten im Energiesystem besser zu nutzen, Prozesse zu automatisieren und neue Anwendungen schneller einzuführen. Als Beispiele nennt die dena die netzdienliche Steuerung von Wärmepumpen, Speichern und Ladeinfrastruktur sowie die Einführung variabler Netzentgelte und dynamischer Tarife. Gleichzeitig könnten Aufwände für individuelle Schnittstellen sowie Transaktions- und Implementierungskosten sinken.

Vier Handlungsempfehlungen

Das Impulspapier formuliert vier Handlungsempfehlungen. Dazu gehören die systematische Bündelung von Erfahrungen aus bestehenden Projekten, eine stärkere politische und regulatorische Unterstützung von Data Spaces, die Überführung erfolgreicher Pilotprojekte in wirtschaftlich tragfähige Betriebsmodelle sowie deren schrittweise Einführung bis 2032. Darüber hinaus empfiehlt die dena, Datenkompetenz auszubauen und Anreize für den Datenaustausch sowie die Beteiligung an Data Spaces zu schaffen.





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