HeidelbergBürgerentscheid pro Windenergie

Bürgerentscheid in Heidelberg: 66,7 Prozent der Abstimmenden mit Ja gestimmt.
(Bildquelle: Stadt Heidelberg)
Beim einem Bürgerentscheid am 12. Juli 2026 haben 66,7 Prozent der Abstimmenden mit Ja gestimmt und sich dafür ausgesprochen, dass die Stadt Heidelberg die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Windenergieanlagen am Lammerskopf schafft. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfielen rund 29.000 Stimmen auf Ja und knapp 15.000 Stimmen auf Nein. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,1 Prozent. Das gesetzlich vorgeschriebene Quorum wurde erreicht. Dafür musste die Mehrheit der gültigen Stimmen zugleich mindestens 20 Prozent aller Wahlberechtigten umfassen.
Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses
Der Bürgerentscheid hat nach Angaben der Stadt Heidelberg die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses und ist für drei Jahre bindend. „Die Heidelbergerinnen und Heidelberger haben eine klare Grundsatzentscheidung getroffen und der Stadt einen verbindlichen Auftrag gegeben: Heidelberg soll die Windenergie am Lammerskopf weiter voranbringen“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos). Zugleich betonte er, dass der Bürgerentscheid kein Genehmigungsverfahren ersetze. Ob und wie viele Windenergieanlagen am Lammerskopf errichtet werden könnten, müsse in den weiteren Verfahren geprüft werden.
Weitere Planung erforderlich
Nach Angaben der Stadt wird als nächster Schritt die Änderung des Flächennutzungsplans vorbereitet. Für die weitere Planung seien detaillierte Unterlagen und Fachgutachten der Projektgemeinschaft erforderlich. Ob und wie viele Windenergieanlagen tatsächlich gebaut werden können, wird nach Angaben der Stadt erst in einem Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz geprüft. Dabei seien unter anderem Vorgaben des Natur-, Arten-, Immissions- und Wasserschutzes zu berücksichtigen.
Die Stadt Heidelberg weist darauf hin, dass sie nicht Vorhabenträgerin eines möglichen Windparks ist. Ihre Aufgabe besteht darin, die planungsrechtlichen Voraussetzungen auf Heidelberger Gemarkung zu schaffen. Nach bisherigem Planungsstand könnten dort bis zu sieben Windenergieanlagen entstehen.
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