IqonyStadtwerke Schorndorf treten Projektgesellschaft bei

Unterzeichnung des Konsortialvertrags zwischen den Stadtwerken Schorndorf und Iqony.
v.l.: Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke Schorndorf; Ralf Tabellion, Kooperationsmanager von Iqony
(Bildquelle: Steag Iqony Group)
Die Stadtwerke Schorndorf und das Unternehmen Iqony Energies haben die Projektgesellschaft Neue Wärme Schorndorf organisatorisch und gesellschaftsrechtlich für die nächste Projektphase aufgestellt. Wie die Projektpartner mitteilen, unterzeichneten sie bei einem Notartermin einen Konsortialvertrag, fassten den Gesellschaftsvertrag neu und trafen weitere Beschlüsse für die Zusammenarbeit.
Mit dem notariell besiegelten Einstieg der Stadtwerke Schorndorf als Mitgesellschafter erweiterten die Partner auch die Geschäftsführung. Dirk Wernicke wird Neue Wärme Schorndorf künftig gemeinsam mit Ralf Tabellion führen, der bei Iqony als Kooperationsmanager tätig ist.
Neue Wärme Schorndorf soll eine neue Wärmeversorgung für die Rems-Murr-Kliniken, das Schulzentrum Grauhalde und das Künkelin-Areal aufbauen. Perspektivisch könnten bis zu 1.200 Haushalte an das Wärmenetz angeschlossen werden. Als zentrale Erzeugungsanlage planen die Projektpartner eine Biomasse-Heizzentrale mit rund vier Megawatt (MW) Leistung. Sie soll bestehende Öl- und Gasheizungen schrittweise ersetzen.
In den vergangenen Monaten untersuchte die Projektgesellschaft die Grundlagen für das Vorhaben. Dabei verglichen Experten sechs mögliche Standorte anhand technischer, logistischer und planungsrechtlicher Kriterien sowie weiterer projektrelevanter Faktoren.
Nach Angaben der Projektpartner schnitt ein Standort auf der Grauhalde dabei am besten ab. Alternative Standorte hätten längere Leitungswege und zusätzlichen Infrastrukturaufwand erfordert. Eine Biomasse-Heizzentrale auf der Grauhalde biete daher aus ihrer Sicht die besten Voraussetzungen, um Versorgungssicherheit, Klimaschutz und eine tragfähige Kostenstruktur zu verbinden.
„Die Menschen in Schorndorf erwarten zu Recht, dass wir sorgfältig prüfen und transparent arbeiten. Diese Arbeit haben wir geleistet“, sagt Dirk Wernicke. Die vorliegenden Ergebnisse böten nun eine belastbare Grundlage für die nächsten Entscheidungen. Ziel bleibe eine bezahlbare, klimafreundliche und verlässliche Wärmeversorgung.
Auch Ralf Tabellion sieht das Projekt nach der Standortprüfung in einer neuen Phase. „Wir haben technische Optionen bewertet, die Standortfrage intensiv untersucht und die Grundlagen für die weiteren Entscheidungen geschaffen“, sagt der Geschäftsführer von Neue Wärme Schorndorf. Nun wolle die Projektgesellschaft das Vorhaben weiterentwickeln und die Voraussetzungen für eine zuverlässige, klimafreundlichere und bezahlbare Wärmeversorgung schaffen.
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