MainovaBilanz für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt

Vorstandsvorsitzender der Mainova AG Dr. Michael Maxelon
(Bildquelle: Mainova AG)
Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat im ersten Halbjahr 2026 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern (EBT) von 159,2 Millionen Euro erzielt. Wie das Unternehmen mitteilt, lag das Ergebnis damit unter dem Vorjahreswert von 169,7 Millionen Euro. Während sich das Vertriebs-, Netz- und Handelsgeschäft stabil entwickelte, belasteten höhere Aufwendungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Erneuerbare-Energien-Projekten das Konzernergebnis.
Besonders deutlich fiel der Ergebnisrückgang im Segment Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen aus. Hier erwirtschaftete Mainova 11,6 Millionen Euro nach 18,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vorstandsvorsitzender Michael Maxelon verwies auf Verzögerungen beim Netzausbau, lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen und zusätzliche Anforderungen an neue Projekte. So erhöhten Batteriespeicher und Umspannwerke die Komplexität und die wirtschaftlichen Risiken. Positiv habe sich dagegen das Contractinggeschäft entwickelt.
Ergebnisrückgang im Bereich der Stromversorgung
Auch in der Stromversorgung ging das Ergebnis zurück, von 32,4 auf 20,3 Millionen Euro. Nach dem außergewöhnlich starken Vorjahr habe sich insbesondere das Handelsergebnis normalisiert. Das Netzgeschäft profitierte dagegen von gestiegenen Mengen und Leistungen.
Zuwächse verzeichnete Mainova in der Gasversorgung sowie im Segment Erzeugung und Fernwärme. Das Ergebnis der Gasversorgung stieg von 53,2 auf 63,1 Millionen Euro. Im Bereich Erzeugung und Fernwärme erhöhte es sich von 26,2 auf 32,9 Millionen Euro. Dazu trugen nach Unternehmensangaben die positive Entwicklung der Fernwärme und geringere Ausgaben für Emissionszertifikate bei. Letztere resultierten aus einem veränderten Brennstoffmix mit geringerem Kohleeinsatz. Die Gaskraftwerke lieferten dagegen geringere Ergebnisbeiträge.
Das Beteiligungsergebnis sank von 54,3 auf 43,7 Millionen Euro. Auch die Wasserversorgung verzeichnete einen Rückgang von 1,7 auf 0,9 Millionen Euro.
123 Millionen Euro investiert
Trotz des Ergebnisrückgangs hält Mainova an seinen Investitionen in die Energie- und Wärmewende fest. Im ersten Halbjahr 2026 investierte der Versorger insgesamt 123,1 Millionen Euro. Zu den Schwerpunkten zählten der Ausbau der Stromnetze, die Umstellung der Wärmeversorgung und weitere Infrastrukturprojekte.
Ein zentrales Vorhaben ist der Kohleausstieg am Frankfurter Heizkraftwerk West. Dort soll die bisherige Technik durch wasserstofffähige Gasturbinen ersetzt werden. Weitere Investitionen flossen in den Neubau des Gemeinschaftskraftwerks Hanau sowie in den Ausbau der Technik- und Lagerstandorte.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Mainova ein bereinigtes Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz der Unsicherheiten an den Energie-, Güter- und Finanzmärkten rechnet das Unternehmen mit einem insgesamt stabilen Geschäftsverlauf.
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