Dienstag, 13. Oktober 2026

Stadtwerke TübingenGewinn gesteigert

[13.10.2026] Die Stadtwerke Tübingen haben ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2025 auf rund 685.000 Euro gesteigert. Trotz anhaltenden Kostendrucks investierte der kommunale Versorger 33,7 Millionen Euro, vor allem in die Energie- und Wasserversorgung.

Das Geschäftsjahr 2025 schließen die Stadtwerke Tübingen mit einem gegenüber dem Vorjahr besseren Ergebnis ab.

(Bildquelle: swt/J. Jäger)

Die Stadtwerke Tübingen (swt) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 685.281 Euro abgeschlossen. Wie das kommunale Unternehmen mitteilt, lag das Ergebnis damit deutlich über dem Vorjahreswert von knapp 100.000 Euro. Zu der Verbesserung trugen Einsparungen, effizientere Betriebsabläufe, Sondereffekte und höhere Energieabsätze bei. Gleichzeitig sank der Umsatz um 4,4 Prozent von 594,2 auf 568,3 Millionen Euro. Als einen Grund nennen die Stadtwerke gesunkene Endverbraucherpreise.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 395,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 26,6 auf 27,3 Prozent. Um die finanzielle Grundlage für weitere Investitionen zu stärken, stockte die Universitätsstadt Tübingen das Kapital der Stadtwerke erneut um fünf Millionen Euro auf.

Insgesamt investierten die swt im vergangenen Jahr 33,7 Millionen Euro. Davon entfielen 22,9 Millionen Euro auf die Energie- und Wasserversorgung. Zu den größeren Projekten gehörten der Solarthermiepark Au, der im September 2025 in Betrieb ging, der Ausbau des Fernwärmenetzes und der Bau des neuen Wasser-Hochbehälters Käppele. Dessen Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Zudem verlegten die Stadtwerke neue Stromleitungen, um die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen.

Auch der Energieabsatz entwickelte sich positiv. Die Stromlieferungen stiegen von 1.819 auf 1.976 Millionen Kilowattstunden. Beim Erdgas erhöhte sich die Absatzmenge von 862,8 auf 931 Millionen Kilowattstunden, bei der Wärme von 159 auf 175 Millionen Kilowattstunden. Besonders deutlich fiel das Wachstum beim Bahnstrom aus. Hier lieferten die Stadtwerke mit 1.412 Millionen Kilowattstunden knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr. Der Trinkwasserabsatz stieg um 3,4 Prozent auf 4,7 Millionen Kubikmeter.

Trotz des verbesserten Ergebnisses stehen die Stadtwerke nach eigenen Angaben weiterhin unter finanziellem Druck. Insbesondere die Verluste im öffentlichen Personennahverkehr und im Bäderbetrieb belasten das Unternehmen. Im vergangenen Jahr reagierten die swt unter anderem mit Angebotskürzungen beim TüBus sowie Einsparungen bei Personal, Sponsoring und Investitionen. Zugleich erweiterten zwei Elektro-Gelenkbusse und zwei elektrische Solobusse die Tübinger Busflotte.

„Zukünftig werden höhere Beteiligungen der Stadt nötig sein, um das Niveau bei dem Angebot der Tübinger Bäder und des ÖPNV halten zu können“, erklärt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. Einschließlich der übernommenen Verluste aus dem Nahverkehr und dem Bäderbetrieb sowie der Konzessionsabgaben beziffern die Stadtwerke ihren Gesamtbeitrag zum städtischen Haushalt auf rund 16 Millionen Euro.





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