Dienstag, 27. Oktober 2026

BundesnetzagenturAufsichtsverfahren gegen Stromanbieter eingeleitet

[27.10.2026] Die Bundesnetzagentur hat ein Aufsichtsverfahren gegen den Stromanbieter Münch Energie eingeleitet. Das Unternehmen will sein Angebot für Privatkunden Ende Oktober einstellen, hat dies der Behörde aber offenbar nicht fristgerecht angezeigt.

Die Bundesnetzagentur hat ein Aufsichtsverfahren gegen den Energielieferanten Münch Energie eingeleitet, der Haushaltskunden unter der Marke grüüün mit Strom versorgt. Wie die Behörde mitteilt, prüft sie, ob das Unternehmen gegen gesetzliche Anzeige- und Informationspflichten verstoßen hat. Anlass ist die angekündigte Einstellung des bundesweiten Angebots für Privatkunden zum 31. Oktober 2026.

Münch Energie hatte seine Kunden Anfang Oktober über den geplanten Rückzug informiert und einen entsprechenden Hinweis auf seiner Internetseite veröffentlicht. Eine vorgeschriebene Anzeige bei der Bundesnetzagentur sei dagegen bislang ausgeblieben. Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen Energielieferanten die Beendigung ihrer Tätigkeit spätestens drei Monate im Voraus bei der Behörde anzeigen.

Neben dem möglichen Verstoß gegen die Anzeigepflicht untersucht die Bundesnetzagentur, ob die Informationen an die betroffenen Kunden den Transparenzanforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechen. Zudem müssen Energieversorger bei der Beendigung von Lieferverträgen die vertraglichen Vereinbarungen mit ihren Kunden einhalten.

„Wir prüfen, ob das Unternehmen die Tätigkeit beenden möchte, ohne dies rechtzeitig angezeigt zu haben“, erklärt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Gerade bei steigenden Energiepreisen müssten sich Verbraucher darauf verlassen können, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Abwicklung von Energielieferverträgen eingehalten werden.

Die Bundesnetzagentur überwacht die Einhaltung energierechtlicher Pflichten und kann bei Verstößen aufsichtsrechtliche Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, rechtswidriges Verhalten zu untersagen. Nach eigenen Angaben steht die Behörde mit betroffenen Kunden, Energielieferanten und Verbraucherverbänden im Austausch. Ob Münch Energie tatsächlich gegen das Energiewirtschaftsgesetz verstoßen hat, ist Gegenstand des laufenden Verfahrens.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

EnBW: Energiewelt-App überarbeitet

[16.10.2026] Die EnBW hat ihre Kunden-App überarbeitet und um neue Funktionen zur Verbrauchsüberwachung und Steuerung von Energieanlagen erweitert. Die Anwendung integriert nun auch ein Heim-Energie-Management-System, mit dem sich unter anderem Wärmepumpen und Elektroautos steuern lassen. mehr...

Schleupen/Hansen: Zusammenarbeit verlängert

[16.10.2026] Die Softwareunternehmen Schleupen und Hansen Technologies setzen ihre Zusammenarbeit im Energiedatenmanagement für weitere fünf Jahre fort. Mehr als 80 Energieversorger mit über drei Millionen Messstellen nutzen die gemeinsame Lösung bereits. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Gewinn gesteigert

[13.10.2026] Die Stadtwerke Tübingen haben ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2025 auf rund 685.000 Euro gesteigert. Trotz anhaltenden Kostendrucks investierte der kommunale Versorger 33,7 Millionen Euro, vor allem in die Energie- und Wasserversorgung. mehr...

Mainova: Bilanz für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt

[12.10.2026] Der Energieversorger Mainova hat im ersten Halbjahr 2026 ein bereinigtes Ergebnis von 159,2 Millionen Euro erzielt und damit weniger als im Vorjahr. Während das Gas- und Fernwärmegeschäft zulegte, belasteten höhere Kosten für Erneuerbare-Energien-Projekte die Bilanz. mehr...

VIVAVIS/TelemaxX: Kooperation bei OT-Betrieb

[09.10.2026] VIVAVIS und TelemaxX haben eine Partnerschaft für den Betrieb kritischer OT-Anwendungen in der Energiewirtschaft geschlossen. Die Unternehmen wollen Stadtwerken und Netzbetreibern eine Betriebsplattform anbieten, die vollständig auf deutscher Infrastruktur läuft und ohne internationale Cloud-Anbieter auskommt. mehr...

evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt

[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...

Stadtwerk am See/Stadtwerke Tübingen: Beteiligung an KWA Contracting

[29.09.2026] Das Stadtwerk am See und die Stadtwerke Tübingen sind neue Aktionäre von KWA Contracting. Gemeinsam wollen die Unternehmen Energieprojekte für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg entwickeln und umsetzen. mehr...

STAWAG/Trianel: Langfristige Fortsetzung der Kooperation

[25.09.2026] STAWAG und Trianel setzen ihre Zusammenarbeit bei zentralen energiewirtschaftlichen Dienstleistungen langfristig fort. Schwerpunkte bleiben das Beschaffungs- und Risikomanagement sowie die Vermarktung von Erzeugung und Flexibilität. mehr...

Stadtwerke Buxtehude/enercity contracting: Wärmegesellschaft gegründet

[17.09.2026] Die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting wollen gemeinsam ein Wärmenetz im Nordwesten Buxtehudes entwickeln. Dafür haben die Unternehmen die Buxtehuder StadtWärme GmbH gegründet. Vorgesehen ist unter anderem der Einsatz von Großwärmepumpen. mehr...

Georg Fischer/Jaske & Wolf: Kooperation bei Wärmelösungen

[16.09.2026] Georg Fischer und Jaske & Wolf Verfahrenstechnik bündeln ihre Kompetenzen für die Transformation des Wärmesektors. Im Fokus der strategischen Partnerschaft stehen Lösungen für Wärmeerzeugung, Wärmenetze und die Sektorkopplung. mehr...

Familienfest zum 75-jährigen Bestehen von WAGO am Hauptsitz in Minden mit Mitarbeitenden und ihren Familien vor einem Bällebad.

WAGO: 75-jähriges Bestehen gefeiert

[15.09.2026] Mit einem Familienfest am Hauptsitz in Minden und Päpinghausen hat WAGO sein 75-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Tausende Mitarbeitende und ihre Familien erhielten dabei Einblicke in den Standort und die Unternehmensgeschichte. mehr...

WEMAG: Beteiligung an 360Volt

[15.09.2026] Die WEMAG beteiligt sich mit 15 Prozent am Wärmepumpenspezialisten 360Volt. Mit der Minderheitsbeteiligung will der Energieversorger sein Wärmegeschäft ausbauen und insbesondere neue Angebote für die Wohnungswirtschaft entwickeln. mehr...

Stadtwerke Wunsiedel: Erzeugung für die Region

[15.09.2026] Die Stadtwerke Wunsiedel treiben den Aufbau eines regionalen Energiemarkts voran. Über ihre Beteiligungsgesellschaft Zenergie haben sie sich an dem Plattformanbieter SEtrade beteiligt. Dessen Software soll Erzeugung, Verbrauch und Speicherung von Energie in der Region aufeinander abstimmen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Verschmelzung zum gemeinsamen Unternehmen

[11.09.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat ihre bisherigen Unternehmen eins+null, iS Software und msu solutions zusammengeführt. Sie firmieren künftig gemeinsam als kraftwerk Software Systems. Die bisherigen Standorte in Regensburg bleiben erhalten. mehr...