Mittwoch, 4. November 2026

Stadtwerke MünsterErdwärme für Neubaugebiet

[04.11.2026] Die Stadtwerke Münster erkunden an der Kötterstraße in Handorf die Nutzung oberflächennaher Erdwärme für ein kaltes Nahwärmenetz. Im benachbarten Neubaugebiet Kirschgarten sind die Bohrungen für ein solches Versorgungssystem bereits abgeschlossen.

In Münster starten heute Erkundungsbohrung in bis zu 300 Metern Tiefe.

(Bildquelle: STAWAG)

Die Stadtwerke Münster beginnen heute mit einer Erkundungsbohrung an der Kötterstraße im Stadtteil Handorf. Wie der Energieversorger mitteilt, soll geprüft werden, ob die geplanten Neubauten über ein kaltes Nahwärmenetz mit Wärme und Kälte versorgt werden können. Die Bohrung reicht bis in 300 Meter Tiefe und soll Aufschluss über die Temperaturen und die Beschaffenheit des Untergrunds geben. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die weitere Planung des Versorgungsnetzes. Die Arbeiten mit einer rund zehn Meter hohen Bohranlage sollen voraussichtlich zwei Tage dauern.

Im nahe gelegenen Neubaugebiet Kirschgarten sind die Bohrarbeiten für ein kaltes Nahwärmenetz bereits abgeschlossen. Dort wurden nach Angaben der Stadtwerke drei Erdsondenfelder mit insgesamt 39 Bohrungen angelegt. Die Sonden reichen 250 Meter tief in den Untergrund und nehmen dort Erdwärme auf. Diese wird über Rohrleitungen zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Sole-Wasser-Wärmepumpen heben die Temperatur auf das zum Heizen erforderliche Niveau. Im Sommer kann das Netz auch zur passiven Kühlung der Gebäude genutzt werden.

An der Kötterstraße wollen die Stadtwerke 50 Meter tiefer bohren als im Kirschgarten. Dadurch erhoffen sie sich höhere Ausgangstemperaturen, die den späteren Betrieb der Wärmepumpen effizienter machen könnten.

Die kalte Nahwärme ist Teil der Wärmeversorgung, die die Stadtwerke Münster in neuen Wohngebieten aufbauen. Das System nutzt Erdwärme und kommt bei der Wärmeerzeugung ohne fossile Brennstoffe aus. Auch das Neubaugebiet Albachten-Ost wird über ein kaltes Nahwärmenetz versorgt.





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