Mittwoch, 4. November 2026

MünsterForschungsbohrung für 2027 geplant

[22.06.2026] In Münster soll 2027 eine Forschungsbohrung prüfen, ob sich heißes Thermalwasser in mehr als einem Kilometer Tiefe nutzen lässt. Das Projekt könnte die Grundlage für eine klimafreundliche Wärmeversorgung legen und wichtige Entscheidungen für die Wärmewende in der Region beeinflussen.

Am Osttor in Münster-Hiltrup sollen kommendes Jahr Forschungsbohrungen stattfinden.

(Bildquelle: Stadt Münster/Amt für Kommunikation)

Eine Forschungsbohrung am Osttor in Münster-Hiltrup soll klären, ob sich heißes Thermalwasser in 1.000 bis 1.300 Metern Tiefe für die Wärmeversorgung nutzen lässt. Wie die Stadt Münster mitteilt, plant der Geologische Dienst NRW die Bohrung für das Jahr 2027.

Vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich in Hohlräumen des Kalkgesteins heißes Wasser befindet. Die Untersuchung soll zeigen, ob die Quelle tatsächlich vorhanden ist und welche Mengen an Wärmeenergie sie liefern kann. Langfristig könnte die Tiefengeothermie dazu beitragen, die Region unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen.

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnet die Tiefengeothermie als wichtigen Baustein der Wärmewende. Die Technologie könne einen Teil der Wärmeversorgung zuverlässig und zu stabilen Kosten sichern und Erdgas ersetzen. Die Bohrung werde deshalb wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung liefern.

Die Arbeiten sollen auf einer Wiese stattfinden, die von landwirtschaftlichen Flächen umgeben ist und von der Stadt bereitgestellt wird. Zum Schutz von Mensch und Umwelt sind technische Sicherungen für das Grundwasser sowie Maßnahmen gegen Lärm vorgesehen. Die Bergbehörde NRW bei der Bezirksregierung Arnsberg überwacht das Vorhaben.

Die Forschungsbohrung ist Teil des Masterplans Geothermie NRW. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die künftige Wärmeplanung in Münster dienen. Ziel der Stadt ist es, bis 2045 bis zu 50 Prozent der Fernwärme aus Tiefengeothermie zu gewinnen.





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