Freitag, 25. September 2026

Stadtwerke BöhmetalITC für Energie-Management

[18.10.2023] Die Stadtwerke Böhmetal setzen seit 2018 die Energie-Management-Software der ITC AG ein.
Die Stadtwerke Böhmetal nutzen seit fünf Jahren  ITC-Software.

Die Stadtwerke Böhmetal nutzen seit fünf Jahren ITC-Software.

(Bildquelle: rawpixel.com / Freepik / Stadtwerke Böhmetal GmbH / ITC AG)

Mit der Einführung eines Energie-Management-Systems nach ISO 50001 haben sich die Stadtwerke Böhmetal in Niedersachsen bereits 2016 das Leitziel gesetzt, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Da die Stadtwerke neben der Strom-, Gas- und Wasserversorgung auch für den Betrieb der kommunalen Liegenschaften verantwortlich sind, wurde frühzeitig nach einer geeigneten Lösung gesucht, um eine Vielzahl verteilter Messstellen zu verwalten und die Datenerfassung zu zentralisieren. Mit der Lösung von ITC wurden die Stadtwerke fündig. Seit 2018 ist die Software ITC PowerCommerce EnMS im Einsatz.
Die Stadtwerke Böhmetal standen bei der Einführung des Energie-Management-Systems nach eigenen Angaben vor einer besonderen Herausforderung. Denn neben den eigenen Standorten sind sie für weitere Liegenschaften verbundener kommunaler Unternehmen verantwortlich – unter anderem für die Bädergesellschaft Böhmetal und den Wasserverband Heidekreis. Für die Datenerfassung bedeutete dies: viele verteilte Liegenschaften, heterogene Zählerlandschaften und Datenquellen sowie unterschiedliche Akteure. Mit einfachen Office-Anwendungen waren die Grenzen des Machbaren schnell erreicht.
Vor der Einführung der Software war die Ermittlung der Messdaten umständlich und zeitaufwendig: An verschiedenen Standorten wurden Listen mit den relevanten Ablesedaten manuell geführt und am Jahresende in einer zentralen Excel-Liste zusammengeführt. „Wir brauchten also eine Lösung, mit der wir diese Probleme umgehen konnten“, betont Ralf Coors, Leiter Kundenservice, Netznutzung und Regulierungsmanagement bei den Stadtwerken Böhmetal.
Mittlerweile sind rund 700 Hauptzähler und deren Unterzähler in das Energie-Management eingebunden. Erfasst werden alle Medienverbräuche der Sparten Strom, Wasser, Erdgas, Wärme und sonstige Brennstoffe sowie energetische Bezugsgrößen wie Flächendaten oder gefahrene Kilometer. Die überwachten Liegenschaften sind dabei ebenso vielfältig wie die zugrunde liegenden Datenquellen. So werden beispielsweise Hallenbäder, Kraftwerke, Bauhöfe, Wasserwerke, Verwaltungsstandorte, Erdgastankstellen und andere in ihrer Nutzung überwacht. Größere Verbraucher wie Kläranlagen, Pumpen, Ladesäulen und Gebäude verfügen teilweise über separate Messeinrichtungen. Die Messwerte werden entweder manuell in der Anwendung erfasst oder automatisiert über Schnittstellen aus Fremdsystemen importiert.
Die energierelevanten Daten werden nun zentral in der Anwendung verwaltet, analysiert und verdichtet. Auf Basis der erfassten Daten berechnet die Anwendung laufend vordefinierte Energiekennzahlen und erstellt aktuelle Energiebilanzen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

Greenflash: Dezentrale Energiesysteme in Echtzeit steuern

[25.09.2026] Greenflash hat mit Greencore AI eine Software zur Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme entwickelt. Sie soll Erzeugung, Speicherung und Verbrauch anhand von Prognosen und aktuellen Marktdaten wirtschaftlich aufeinander abstimmen. mehr...

items: ITS Group übernimmt Fernwärme-Software

[24.09.2026] items überträgt seine Fernwärme-Software Grid Insight: Heat zum 1. November 2026 an die ITS Group. Mit der Software wechselt auch das zuständige Team zum Dortmunder Unternehmen. mehr...

G&W Software: Unterstützung bei Investitionsentscheidungen

[21.09.2026] Der Umbau der Energieversorgung stellt Versorger vor langfristige Investitionsentscheidungen bei Gas-, Wärme- und Stromnetzen. Die Software CaliforniaX soll dabei helfen, unterschiedliche Szenarien zu kalkulieren und Infrastrukturprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen. mehr...

GISA: Stadtwerke Bonn modernisieren Data Warehouse

[17.09.2026] Die Stadtwerke Bonn haben ihr bisheriges SAP Business Warehouse durch eine neue Plattform auf Basis von SAP BW/4HANA ersetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister GISA wurde die Analytics-Landschaft des kommunalen Unternehmens neu aufgestellt. mehr...

Thüga SmartService: KI-Plattform für Stadtwerke gestartet

[09.09.2026] Thüga SmartService hat mit SKIP eine speziell auf die Energiewirtschaft zugeschnittene Plattform für Künstliche Intelligenz entwickelt. Stadtwerke und Energieversorger sollen damit KI-Agenten für Wissensmanagement und Geschäftsprozesse einsetzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. mehr...

cortility: KI automatisiert Standardanliegen

[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...

Illustration eines Laptops, aus dessen Bildschirm eine Rechnung in Papierform ausgegeben wird. Die Darstellung symbolisiert den digitalen Rechnungsversand.

E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet

[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...

bericht

KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht

[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...

Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud

[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...

bericht

Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung

[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen

[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...

bericht

IT-Infrastruktur: Vollumfassende Integration

[11.08.2026] Neue digitale Angebote und gesetzliche Anforderungen überfordern die IT-Landschaften der Stadtwerke zunehmend. Insbesondere bei systemübergreifenden Prozessen reichen punktuelle Integrationen nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr durchgängige Prozessketten, die verteilte Anwendungen zuverlässig verbinden. mehr...

cortility: EDM-Kooperation mit endica

[11.08.2026] Das Unternehmen cortility überträgt die bislang von endica eingesetzten Lösungen für das Energiedatenmanagement auf SAP S/4HANA Utilities. Damit soll das Energiedatenmanagement für Strom und Gas auch in der neuen Systemlandschaft von endica verfügbar sein. mehr...

Kraftwerk Software Gruppe: Neue KI-gestützte Wissensplattform vorgestellt

[24.07.2026] Die Kraftwerk Software Gruppe hat mit der Lösung kraftwerk.Knowledge eine KI-gestützte Wissensplattform für Versorgungsunternehmen vorgestellt. Sie soll Stadtwerke bei der Dokumentation, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der schnellen Suche nach Fachinformationen unterstützen. mehr...

Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen

[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...