Freitag, 9. Oktober 2026

Fraunhofer IEGKI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen

[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro.

Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet.

(Bildquelle: Fraunhofer IEG/KI generiert)

Im Forschungsprojekt HEATogether entwickeln sechs Partner eine Plattform, die bestehende Planungswerkzeuge für Strom-, Gas- und Wärmenetze mit Künstlicher Intelligenz verbindet. Wie das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG mitteilt, soll die KI Ergebnisse aus der Wärmeplanung erklären und auf unterschiedliche Nutzergruppen zuschneiden. Die eigentlichen Berechnungen sollen weiterhin wissenschaftlich geprüfte Planungswerkzeuge übernehmen.

Damit richtet sich die Plattform unter anderem an Fachleute bei Energieversorgern, kommunale Verwaltungen und Bürger. Informationen sollen abhängig von Nutzergruppe und Region unterschiedlich aufbereitet werden. Auch regionale Erfahrungen und Besonderheiten sollen dabei berücksichtigt werden. Nach Angaben des Fraunhofer IEG kann die Plattform beispielsweise helfen, Ergebnisse verschiedener Planungsvarianten einzuordnen.

Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit potenziellen Nutzern. Zunächst untersucht das Forschungsteam, welche Informationen verschiedene Gruppen benötigen und wie sie den Einsatz von KI bei der Wärmewende beurteilen. Geplant sind Interviews sowie eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen. Auf dieser Grundlage sollen Nutzerprofile entstehen. Anschließend will das Projektteam die Plattform in mindestens sechs bis acht Formaten mit Akteuren aus der Praxis erproben.

Beteiligt sind unter anderem Energieversorger und Kommunen in Weißwasser, Aachen und Hoyerswerda. Weitere Erprobungen sind in Cottbus, Zittau und Dormagen vorgesehen. Die Praxispartner sollen ihre Anforderungen, Planungsstände und Erfahrungen in die Entwicklung einbringen.

Zum Forschungsverbund gehören neben dem Fraunhofer IEG die Fraunhofer-Institute FIT und ISI, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien, die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen sowie die Hochschule Zittau/Görlitz. Hinzu kommen assoziierte Partner in den Modellregionen Hoyerswerda/Weißwasser und Nordrhein-Westfalen.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert HEATogether im Bereich „Energiewende und Gesellschaft“. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Das Gesamtvorhaben hat laut Fraunhofer IEG ein Budget von rund 1,3 Millionen Euro und läuft vom 1. August 2026 bis zum 31. Januar 2029. Für das Teilvorhaben „KI-Wärmeplattform und gesellschaftliche Analyse“ des Fraunhofer IEG wurden 772.807,15 Euro bewilligt.





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