Freitag, 9. Oktober 2026

Kreis TübingenWindpark nimmt konkrete Formen an

[01.10.2025] Im Landkreis Tübingen nimmt der geplante Windpark Rammert konkrete Formen an: Die Gemeinde Dußlingen und die Stadtwerke Tübingen haben dazu einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für zwei der insgesamt 13 vorgesehenen Anlagen auf Dußlinger Gemarkung.

Die Gemeinde Dußlingen und die Stadtwerke Tübingen haben jetzt für den Windpark Rammert einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

v.l.: Franziska Sicker, Sterr-Kölln & Partner; Thomas Hölsch, Bürgermeister Dußlingen; Hanno Brühl, Stadtwerke Tübingen

(Bildquelle: Stadtwerke Tübingen)

Wie Sterr-Kölln & Partner berichten, haben die Gemeinde Dußlingen und die Stadtwerke Tübingen vergangene die vertraglichen Grundlagen für den Bau von zwei Windenergieanlagen des geplanten Windparks Rammert geschaffen. Die Anlagen sind Teil eines Projekts mit insgesamt 13 Windrädern, das bis 2028 im Landkreis Tübingen entstehen soll. Entwickelt wird der Park von den Stadtwerken Tübingen, die Gemeinde Dußlingen stellt dafür Flächen zur Verfügung.

Der Vertrag regelt nicht nur die Nutzung der Flächen, sondern auch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten. Dußlingen erhält nach Inbetriebnahme der Anlagen Pachteinnahmen, Anteile an der Gewerbesteuer sowie eine Vergütung nach §6 Erneuerbare-Energien-Gesetz. Für die zwei Windräder mit sieben Megawatt Leistung rechnet die Kommune allein aus dieser EEG-Regelung mit rund 40.000 Euro jährlich. Zudem hat sie sich die Option gesichert, später Anteile an der Betreibergesellschaft zu erwerben oder ein kommunales Unternehmen einzubinden.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist ein Flächenpooling, durch das auch private Eigentümer von Grundstücken in die Planung einbezogen werden. Dieses Modell soll die Akzeptanz vor Ort stärken. Bürgermeister der Gemeinde Dußlingen, Thomas Hölsch, betonte, dass die Vereinbarung ökologisch wie finanziell ein Gewinn für die Gemeinde sei. Auch die Stadtwerke Tübingen sehen in der Kooperation ein starkes Signal für Klimaschutz und regionale Zusammenarbeit.

Der Windpark Rammert soll in einem 517 Hektar großen Vorranggebiet entstehen, benannt nach dem nahegelegenen Höhenzug. Geplant sind Anlagen der Sieben-Megawatt-Klasse, die pro Jahr rund 156 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen könnten – genug für etwa 45.000 Haushalte. Die rechtliche Beratung und Vertragsgestaltung übernahm das Freiburger Unternehmen Sterr-Kölln & Partner.





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